TSV Klausdorf gegen Holstein Women 2:6 (2:3)

Einzug ins Kreispokal-Finale

laila auerochs
Nr.10 Laila Auerochs erobert den Ball, Levke Walczak eilt ihr entgegen
Kreispokal Halbfinale: TSV Klausdorf gegen Holstein Women 2:6 (2:3)
Donnerstag, 31.10.2013, 19:00 Uhr
 
Bei strömendem Regen setzten sich die Holstein Women im Halbfinale des Kreispokals mit 6:2 gegen den TSV Klausdorf durch. Obwohl die Störchinnen nach 16 Minuten 0:2 zurücklagen und ab der 13. Minute nur noch mit 9 Feldspielerinnen agierten, ließen sie sich davon nicht beirren, bogen das Spiel schon in der ersten Spielhälfte um und bauten ihren Vorsprung in der zweiten Halbzeit zum Endstand von 6:2 aus.

 

Holsteins Women begannen wie gewohnt druckvoll, so legte Sandra Runge auf Selina Amrein ab, deren Schuss von der Klausdorfer Torhüterin zur Ecke abgewehrt wurde (7.).
Klausdorf versuchte gegenzuhalten, ein aus 25 Metern von Mareike Kösjan getretener Ball rutschte Kiels Torfrau durch die Hände und landete zum viel umjubelten Führungstreffer der Gastgeberinnen im Tor (11.).
Es sollte noch schlimmer kommen. Zwei Minuten später nahm unsere Women-Schlussfrau einen als Pass gedachten Ball knapp außerhalb des 16ers mit den Händen auf, es gab die Rote Karte für Louisa Brauer, da der Schiedsrichter das Verhindern einer Torchance sah, und Freistoß für Klausdorf an der Strafraumgrenze.
Doch damit nicht genug, verwandelte doch Klausdorfs Julia Oberst ebenjenen Freistoß zum 2:0 (16.) und brachte ihre Mannschaft auf die vermeintliche Siegerstraße.
 
Aber da hatten die Holstein Women noch ein Wörtchen mitzureden. Unsere Störchinnen ließen sich durch diese Entwicklung nicht aus dem Konzept bringen, spielten weiter ansehnlichen Offensivfußball.
Ein hoher Ball von Sandra Runge in den Klausdorfer Strafraum bekamen die Schwentinentalerinnen nicht weg, Kiels Svenja Körner aber war zur Stelle und verkürzte zum 2:1 (37.). Es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit vielen kleinen Nickligkeiten auf beiden Seiten, ausgesprochen kämpferisch geprägt. Holstein war vorrangig in Ballbesitz, Klausdorf hielt in den Zweikämpfen vehement dagegen.
Die Kielerinnen ließen sich dadurch nicht beirren, so war es Emine Ibrahimi, die auf den langen Pfosten flankte, der Ball ging unhaltbar  ins lange obere Eck zum 2:2 Ausgleich (45.+1).
Direkt nach Wiederanpfiff eroberten die Women das Leder, spielten zu Svenja Körner in den gegnerischen Strafraum, die nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, es gab Strafstoß für Kiel, Kati Krohn verwandelte sicher zum Halbzeitstand von 2:3 (45.+2).
 
Auch in der zweiten Spielhälfte sahen die ca. 50 Zuschauer ein kampfbetontes Spiel.
Klausdorf versuchte es vorrangig mit Distanzschüssen, aber der Ball, von Julia Oberst getreten, flog deutlich übers Tor (61.) und beim nächsten Versuch von der Mittellinie aus traf Malanie Hein nur neben das Gehäuse (63.).
Besser machten es die Holstein Women, sie kombinierten gut, machten das Spiel schnell.
 
Emine Ibrahimi ging über die rechte Außenbahn bis an die Torauslinie, spielte den Ball in den Rücken der Abwehr zu Samanta Carone, die auf 2:4 erhöhte (64.). Wieder Kiels Emine Ibrahimi: Nach einem Eckball kurz angespielt, drosch sie den Ball direkt zum 2:5 ins Netz (73.). Sandra Runges Kopfball in der 78. Minute ging knapp über das Klausdorfer Gehäuse.
Die Schwentinentalerinnen kamen kaum zum Luftholen. Holsteins Innenverteidigerin Marie Becker schnappte sich den Ball in der eigenen Hälfte, sprintete auf das Klausdorfer Tor zu, Doppelpass mit Samanta Carone, Marie Beckers Schuss konnte von der Torfrau nur per Faust abgeblockt werden und landete vor Samanta Carones Füßen, die sicher zum 2:6 verwandelte (83.).
Kurz vor Abpfiff spielte sich auch Holsteins zweite Innenverteidigerin Kati Krohn in den Klausdorfer Strafraum durch, scheiterte aber an der Torhüterin (90.).
 
Es war ein spannendes Spiel, das den trotz des Massivregens ausharrenden Fans viele sehenswerte Szenen bot. Bedingt durch den Kunstrasen wurde der Ball sehr schnell, was unseren Women zugute kam. Dass sie fast die gesamte Zeit über in Unterzahl agieren mussten, war in keiner Phase des Spiels zu merken, sie ziehen verdient in das Kreispokal-Finale ein.
 
 
Holstein Women: Lousa Brauer - Emine Ibrahimi, Kati Krohn, Marie Becker, Gyde Fuhrmann, Sandra Runge, Stephanie Hofmann, Patrycja Pasieka, Daniela Pereira, Laila Auerochs, Selina Amrein, eingewechselt wurden Victoria Bendt, Levke Walczak, Samanta Carone und Svenja Körner
 
TSV Klausdorf: Katrin Fehlau - Anneke Zimmer, Jenny Sydow, Mareike Kösjan, Julia Oberst, Melanie Hein, Annika Liedtke, Tanja Else Schweitzer, Daniela Peters, Kristina Junghans, Janine Kulow, eingewechselt wurden Johanna Poeppert und Vanessa Vetter
 
Schiedsrichter: Mathias Bachmann
 
Zuschauer: ca. 50
 
Tore: 1:0 Mareike Kösjan (11.), 2:0 Julia Oberst (15.), 2:1 Svenja Körner (37.), 2:2 Emine Ibrahimi (45.+1), 2:3 Kati Krohn (45.+2, Strafstoß), 2:4 Samanta Carone (64.), 2:5 Emine Ibrahimi (73.), 2:6 Samanta Carone (82.)
 
Karten: Gelb: Emine Ibrahimi und eine Klausdorfer Spielerin, Rot: Louisa Brauer

 

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