U17 Holstein Women - 1. FC Union Berlin 0:0

Simson, Körner und Co ohne Quäntchen Glück im Abschluss

Im letzten Heimspiel der Saison trennten sich die U17-Juniorinnen der KSV in einem torlosen Unentschieden vom 1. FC Union Berlin.

Dabei wurde von der ersten Minute an deutlich, dass der tiefe Rasen des Stadions Waldwiese heute nicht für einen Fußballleckerbissen sorgen wird. Gerade die Anfangsphase des Spiels war von hohen und hektischen Bällen geprägt. Keinem Team gelangen häufig mehr als 3 erfolgreiche Pässe, bevor der Gegner den Ball zurückeroberte. Doch kämpften sich die Störchinnen zu Beginn erfolgreicher in die Partie und hätten durch eine Doppelchance von Svenja Körner mit anschließendem Pfostenschuss von Mira Brix bereits in der 5. Minute in Führung gehen können. So aber fand Union immer besser ins Spiel bzw. die Holsteinerinnen passten sich dem durchaus ausbaufähigem Tempo des Spiels an. Man ließ den Berlinerinnen gerade im Zentrum nun zu viel Raum und schaffte es selbst nicht mehr, zwingende Aktionen in der Offensive zu kreieren. So sah man auf Holstein Seite eine schwache erste Halbzeit und wusste, dass man sich steigern und mehr investieren müsste, um die Berlinerinnen in die Schranken zu weisen.

Und die Spielerinnen konnten den Schalter noch einmal umlegen. Eine verbesserte Bewegung ohne Ball, weniger Ballkontakte, schnelleres Passspiel und eine deutlich engagiertere Zweikampfführung sorgten für ein Übergewicht der Störche, die sich eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen erspielten, die aber allesamt nicht genutzt werden konnten. 10 Minuten vor dem Ende fühlte man sich noch um eine klare Chance betrogen, als Laura Freigang zentral am 16er von ihrer Gegenspielerin klar gehalten wurde, ein Pfiff jedoch unterblieb. Zudem musste man nach der Verletzung von Jeromina Bußkamp und dem kurz zuvor erschöpften Wechselkontingent die letzten Minuten in Unterzahl spielen, warf trotzdem immer wieder alles nach vorne, konnte aber kein Tor mehr erzielen und sich am Ende noch glücklich schätzen, dass die Berlinerinnen ihren einzigen ausgespielten Konter der 2. Halbzeit durch Illmann ebenso wenig erfolgreich abschließen konnten.

„Natürlich ist so ein in meinen Augen nicht geahndetes Foul beim Stand von 0:0 und kurz vor dem Ende der Partie ärgerlich. Aber deswegen haben wir nicht unentschieden gespielt, sondern weil wir zuvor unsere Chancen nicht verwerten konnten. Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen und hatten zu viele leichte Ballverluste. In der 2. Halbzeit habe ich eine ganz klare Leistungssteigerung meiner Mannschaft gesehen, die sehr viel investiert hat, aber sich dafür am Ende leider nicht selbst belohnt. Es war ein Spiel, das etwas symptomatisch für die komplette Hinserie steht. Wir trotzen den verletzungsbedingten Ausfällen, sind die bessere Mannschaft, aber lassen zu viele Punkte liegen, um uns noch deutlicher von den Abstiegsrängen zu entfernen“, so Cheftrainerin Sabrina Eckhoff nach dem Spiel.

Für die U17-Juniorinnen steht nun erst mal die Winterpause an, in die man als Tabellenachter mit 6 Punkten Abstand auf die Abstiegsränge geht. Zudem wird man die spielfreie Zeit neben den üblichen Hallenturnieren dafür nutzen, die Verletzungen auszukurieren und dann Mitte März mit einem hoffentlich breiteren Kader in das neue Jahr starten zu können.

Holstein Kiel: Lena Kloock (41. Nadine Nilges) – Elena Kern, Annika Hintz, Rieke Simson, Anna Becker – Selina Amrein, Michaela Brandenburg – Julia Hoppe (62. Jeromina Bußkamp), Laura Freigang, Mira Brix (69. Anna Peters) – Svenja Körner (74. Marie Peters)

1. FC Union Berlin: Anna-Tjorven Ducki, Lara Pflicke, Vanessa Lux, Isabel Welke, Lisa Görsdorf, Marie Weidt (31. Josephine Jatzlau), Lisa Heiseler (74. Annika Mahlau), Julia Marinowski, Julie llmann, Louise Walter (79. Denise Discher), Jennifer Ziebruch (69. Fiedler)

Schiedsrichter: Susann Kunkel (Hamburg)

Zuschauer: 55

Gelb: Illmann, Welke

Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

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