Turb. Potsdam - U17 Holstein Women 4:1 (1:1)

Brandenburg und Co schnuppern an Sensation

Im letzten Auswärtsspiel vor der Winterpause bot die U17 der Holstein Women dem Tabellenersten Turbine Potsdam lange Paroli, musste sich aber aufgrund eines zum Teil unglücklichen Spielverlaufs am Ende mit 1:4 (1:1) geschlagen geben.

Dabei spielten die Juniorinnen von Beginn an mutig auf und zeigten den Potsdamerinnen, dass sie durchaus spielerisch mit den Internatsschülerinnen mithalten können. Eine Kombination aus langen Bällen und schnellem Kurzpassspiel mit wenigen Ballkontakten führte dazu, dass Laura Freigang in der 8. Minute Svenja Körner in die Tiefe schicken konnte, die den Ball überlegt über die Torhüterin hob. Das 1:0 für Holstein zu einem frühen Zeitpunkt mit dem ersten Angriff und man wähnte sich bereits wieder in einem ähnlichen Spiel wie zu Beginn der Hinserie, als Holstein sensationell 5:2 gewinnen konnte. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt merkte man, dass Potsdam bissiger und gefestigter war. Immer wieder versuchten die körperlich überlegenen Brandenburgerinnen mit langen Bällen in die Spitze ihre Lufthoheit auszunutzen. Doch die aufmerksame 4er-Kette um diesmal als Innenverteidigerin aufgebotene Kapitänin Michaela Brandenburg stand sicher und verhinderte klare Torchancen bzw. die Potsdamerinnen nutzen diese nicht konsequent. Parallel dazu bot die Doppel-6 mit Levke Walzcak und vor allem Samanta Carone eine kämpferisch und spielerisch gute Leistung und setzte immer wieder gefährlich die Offensive in Szene. Kurz vor der Halbzeit erzielte Potsdams Angreiferin Dorothea Greulich nach einem unglücklichem Zweikampf in der Zentralen, bei dem eine Holstein-Spielerin zu Boden ging, den Ausgleich praktisch mit dem Halbzeitpfiff, indem sie frei vor Torhüterin Nadine Nilges aufkreuzen konnte und nur noch einschieben musste.

Nach der Pause schien es so, als wenn der späte Ausgleich noch immer in den Köpfen steckte. Quasi mit dem Anstoß gelang Potsdam über eine gute Kombination durch die Schnittstelle der Abwehrkette der Führungstreffer zum 2:1. Nur drei Minuten später konnten Holsteins Juniorinnen nach einer Ecke nicht entscheidend klären, sodass Potsdam den Ball aus kurzer Distanz ins Tor schoss und die Führung somit ausbaute. Doch die Mädels gaben nicht auf, kämpften sich zurück in die Partie und erarbeiteten sich weitere Chancen. Die größte Möglichkeit entstand nach einer ansehnlichen Kombination über Carone und Freigang, die Amrein auf der linken Außenbahn in Szene setzten und deren direkt gespielter Querpass in den Rücken der Potsdamer Abwehr leider von Körner nicht verwertet wurde. Ihr Schuss streifte knapp am Tor vorbei. Man versuchte es weiter und wollte mit dem Wechsel von Jeromina Bußkamp den Druck nochmal verschärfen und weitere Akzente nach vorne setzen. Mitten in dieser Phase verletzte sich in der 60. Minute die bis dahin beste Spielerin Samanta Carone, indem sie ohne Gegnereinwirkung umknickte und anschließend ausgewechselt werden musste. Aber auch davon ließen sich die Holsteinerinnen nicht aus dem Konzept bringen und versuchten weiter mutig nach vorne zu spielen. Jedoch war Potsdam weiterhin gefährlich und spielte seine physische Überlegenheit aus. Eine vermeintliche Abseitssituation nach einem Diagonalball auf die linke Seite brachte den etwas zu hoch ausgefallenen 4:1-Endstand.

„Trotz der 1:4-Niederlage können wir erhobenen Hauptes nach Kiel zurückfahren. Wir haben den haushohen Favoriten lange geärgert und Paroli geboten. Nach dem 1:0 ist alles drin, wenn wir den Vorsprung in die Halbzeit retten. Aber man muss auch so deutlich sagen, dass heute die bessere Mannschaft verdient gewonnen hat. Potsdam war uns physisch überlegen und hat unsere individuellen Fehler eiskalt genutzt. Doch auch wir können mit dem Gezeigten leben und gerade die noch jungen Spielerinnen werden aus solchen Spielen sehr viel mitnehmen. Nun gilt es zu sehen, wie schwer die Verletzung von Samanta Carone wiegt und sich auf das letzte Heimspiel gegen Union Berlin am kommenden Samstag vorzubereiten“, so die Cheftrainerin Sabrina Eckhoff abschließend.

Turbine Potsdam: Inga Schuldt - Hoaina Tran, Louise Ringsing, Gina Schneider (76. Mira Wißmann), Paula Kubusch - Annika Hofmann (64. Jenny Hipp), Cheyenne Ostermann (76. Milena Enge), Jacqueline Borucki, Theresa Baum - Aylin Göktas (64. Laura Junge), Dorothea Greulich

Holstein Kiel: Nadine Nilges - Elena Kern, Michaela Brandenburg, Rieke Simson, Anna Becker – Samanta Carone (60. Marie Peters), Levke Walczak – Mira Brix (49. Jeromina Bußkamp), Laura Freigang, Selina Amrein - Svenja Körner (74. Julia Hoppe)

Schiedsrichter: Katharina Kruse (Eichwalde) assistiert von Stefanie Tybussek und Maja Wallstein

Zuschauer: 50

Gelb: Hofmann - 

Tore: 0:1 Sv. Körner (8.), 1:1 Greulich (40.), 2:1 Goektas (41.), 3:1 Greulich (44.), 4:1 Greulich  (70.)

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