1. FC Lübars - Holstein Women 4:2 (3:0)

Auerochs und Krohn treffen für gute Moral

Bei hochsommerlichen Temperaturen im Berliner Stadion Finsterwalder Straße trafen unsere Holstein Women auf das Team des 1.FC Lübars, einem Berliner Klub, der durch die Kooperation mit dem Traditionsverein Hertha BSC seine Aufstiegspläne in die 2.Bundesliga verwirklichen konnte und jetzt in der 3.Saison in eben dieser spielt.

Die Reinickendorfer Frauen begannen mit viel Druck, versuchten von Anfang an, ihre schnellen Außenstürmerinnen mit Hilfe langer Bälle anzuspielen und konnten gleich in der 8. Minute für eine gefährliche Aktion sorgen, bei der die Kielerinnen gerade so auf der Linie klären konnten. Aber unsere Holstein- Mädels ließen sich nicht beeindrucken und versuchten ihrerseits, zu Torchancen zu kommen. So setzte Jana Leugers in der 18. Minute einen Freistoß aus 30 Metern knapp rechts am Berliner Tor vorbei und hatte in der 27. Minute nach gutem Zusammenspiel aus dem Mittelfeld heraus noch eine Möglichkeit zum Führungstreffer, leider ging der Ball diesmal links neben das Tor.

Unsere Defensiv- Spielerinnen hatten alle "Hände" voll zu tun, die langen Bälle der Gastgeberinnen abzuwehren, die 2. Abwehrreihe stand unter stetigem Druck, es kamen zu wenige Entlastungsangriffe, bedingt auch durch zu viele Fehlpässe und zu langsames Umschalten von Defensive auf Offensive. So begannen die letzten bitteren 9 Minuten der 1. Halbzeit, in denen die Holsteinerinnen 3 Gegentore kassieren mussten: 36. Minute langer Ball auf unser Tor, unglücklich vor die Füße von Lübars A.Fechner landend, die nur noch zum 1:0 einschieben brauchte, 4 Minuten später langer Ball auf J.Behrends, die das 2:0 ins lange Eck setzte und in der Schlussminute folgte das 3:0 durch einen Kopfball von J.Neue.

Wenn man denkt, unsere Holstein Women hätten jetzt aufgegeben, weit gefehlt! In Halbzeit 2 zeigte das Team des Trainergespanns Fischer/Nefen eine überragende Moral. Trotz des Rückstandes versuchten die Kielerinnen alles, das Ergebnis zu verbessern. Das erste Achtungszeichen erfolgte in der 68. Minute durch einen Pass von Sarah Begunk auf Tabea Lycke, deren Schuss von der Berliner Torfrau gehalten wurde. 2 Minuten später: Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Sarah, Jana und Joy Grube verfehlte Kati Krohn allein vor dem gegnerischen Tor knapp per Kopf den Ball. Nach Auswechslung der angeschlagenen Sarah, in der 71. Minute kam für sie Laila Auerochs aus dem Team der Holstein Women II zu ihrem Debüt in der 2.Bundesliga, wurde von den Holsteinerinnen noch kämpferischer und druckvoller gespielt, auch bedingt durch eine offensivere Mannschaftsumstellung. Zwar gelang in der 78. Minute der kurz zuvor eingewechselten B.Anane das 4:0 durch einen Schuss aus kurzem Winkel ins lange Eck, aber davon ließen sich die Kielerinnen in ihrem Offensivdrang nicht beirren. Ausgerechnet Neuling Laila, die sich 25 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball erkämpfte, traf im Alleingang zum 4:1 (84. Minute). Joys Schuss in der 87. Minute konnte die Berliner Torfrau nur zur Ecke abwehren, während Kati in der Schlussminute noch zum Endstand von 4:2 erhöhen konnte.

Moral und Kampfgeist stimmen in der Holsteiner Mannschaft, wenn jetzt noch das eine oder andere spielerische Element verbessert werden kann, können wir uns hoffentlich demnächst auch über Punktgewinne freuen!

1.FC Lübars:  Cordula Busack - Celine Dey (81. Leonie Sohr), Franziska Liepack, Kathleen Smith, Anna-Sophie Fechner (63. Betty Anane), Lavinia Timme, Janine Neue (77. Lisa Blenck), Jennifer Lüdicke, Nicole Hansen, Michelle Rösler, Jacqueline Behrends

Holstein Women: Victoria Bendt - Emine Ibrahimi, Marie Becker, Annika Bahr, Gyde Fuhrmann, Kati Krohn, Levke Walczak , Sarah Begunk (71. Laila Auerochs), Tabea Lycke, Jana Leugers, Joy Grube

Schiedsrichter: Sandy Kuchmann-Nowak (Hachelbich)

Assistenten: Susann Gaspar / Alice Philipp

Zuschauer: 115

gelbe Karte: keine - Bahr

Tore: 1:0 Fechner (36.), 2:0 Behrends (40.), 3:0 Neue (45.), 4:0 Anane (78), 4:1 Auerochs (84.), 4:2 Krohn (90.)


Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

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