Holstein Women verlieren

deutlich gegen VfL Wolfsburg II

samanta carone und emine ibrahimi
Samanta Carone auf der 6 (li.) und Emine Ibrahimi, ungewohnt in der Innenverteidigung, hatten alle "Füße" voll zu tun
6. Spieltag, 2. Frauen Bundesliga Nord: VfL Wolfsburg II gegen Holstein Women 7:1 (4:1)
Sonntag, 26.10.2014
 
Aus Krankheits-und Urlaubsgründen in der Defensive geschwächte Holstein Women konnten gegen offensiv starke Wolfsburgerinnen nichts ausrichten, haben aber bis zur letzten Minute gekämpft und sich nicht aufgegeben, jetzt heißt es, bis zum nächsten Spiel in 2 Wochen an sich zu arbeiten, dann klappt es auch mit den ersten Punkten!
 
Louisa Brauer berichtet vom Spiel:
Um 14 Uhr war es in Wolfsburg wieder soweit: Die Holstein Women nahmen Anlauf, um endlich die ersten Punkte dieser Saison gegen den VFL Wolfsburg II einzufahren. Doch leider mussten sich unsere Störchinnen schon früh von dem ersten Schock erholen: In der 7. Minute führt Wolfsburg eine Ecke aus, die nur knapp mit einer Knieabwehr aus eigenen Reihen das Holsteiner Tor verfehlt. 4 Minuten später fällt dann das Gegentor. Nach einer brenzligen Situation kann Holstein den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen. Es wird versucht die Gegenspielerin vom Ball zu trennen, doch diese fällt im Strafraum. Prompt folgt der Pfiff der Schiedsrichterin: Elfmeter. Wolfsburg verwandelt zielsicher. In der 16. Minute folgt die nächste Nervenprobe: Die Mannschaftsführerin von Wolfsburg geht im Alleingang durch die Holstein Abwehr, nach Klärversuchen landet der Ball wieder vor ihren Füßen, der sich nur noch durch eine starke Parade von Torfrau Victoria Bendt zur Ecke wenden lässt. 3 Minuten später muss sich dann jedoch Victoria Bendt in einer 2 gegen 1 Situation geschlagen geben. Wolfsburg kann den Ball zum 2:0 im Tor versenken. Die Holstein Women finden insgesamt schwer ins Spiel und müssen sich auf die ungewohnte Aufstellung der Wolfsburgerinnen einstellen, die mit einer Dreier Abwehrkette und dadurch offensiven Ausrichtung die Verteidigung der Holsteinerinnen ordentlich unter Druck setzen können. In der 26. Minute eine fragliche Situation: Die Wolfsburgerinnen spielen einen langen Ball auf ihre Stürmerin, die stark abseitsverdächtig den Ball unter Kontrolle bringt und zum 3:0 einschenkt. Keine 30 Sekunden später muss sich die Holstein Abwehr abermals geschlagen geben, nachdem ein Ballverlust in den eigenen Abwehrreihen durch das schnelle Umschaltspiel der Wolfsburgerinnen im Tor zum 4:0 versenkt wird. Nun finden die Holsteinerinnen wieder besser ins Spiel. Joy Strähle spielt einen langen Ball auf Maike Timmermann, die zielstrebig abschließt. Die Wolfsburger Torhüterin kann den Ball gerade noch zur Ecke klären. In der 35. Minute dann ein Lichtblick für die Holstein Women: Nach einer lang geschlagenen Ecke kann Stephanie Hofmann den Ball wieder in die Mitte verfrachten. Wolfsburg klärt den Ball, der Sarah Begunk vor die Füße fällt, die kurz entschlossen abzieht. Die Torfrau kann den Ball abwehren, genau vor Jana Leugers' Füße, die im Strafraum gefällt wird. Elfmeter für Holstein Kiel. Maike Timmermann schnappt sich den Ball und schießt. Die Torfrau hält, doch Maike Timmermann ist hellwach und schiebt den Abpraller sicher zum 4:1 ein. So geht die erste Halbzeit mit einem Stand von 4:1 zu Ende.
In der zweiten Halbzeit zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Holstein wechselt Samantha Carone und Tabea Lycke aus und bringt Laila Auerochs und Levke Walczak frisch ins Spiel. Kaum angepfiffen steht Wolfsburg 2 Minuten später alleine vor dem Tor, Victoria Bendt kann gerade noch klären. In der 48. Minute ist es dann leider wieder so weit: Der Ball kann nach einem Angriff der Wolfsburgerinnen nicht lang geklärt werden, die 10 geht durch und verwandelt sicher zum 5:1. Nun sind die Holsteinerinnen mal wieder am Drücker. Jana Leugers kann den Ball aufs Tor bringen, doch die Wolfsburger Torfrau kann sicher halten. In der 59. Minute wieder eine Probe für die Holsteiner Torfrau, doch die Wolfsburgerin scheitert an der stark haltenden Victoria Bendt. Kurze Zeit später wieder eine Chance für Holstein: Jana Leugers und Laila Auerochs spielen sich mit einem Doppelpass durch die Abwehr, Jana Leugers verfehlt knapp das Tor. In der 62. Minute trifft Wolfsburg dann zum 6:1, nachdem sich Wolsburg stark durch die Holstein Abwehr kombiniert und nur noch ins Tor einschieben muss. Doch die Holstein Women geben sich nicht vollends geschlagen, in der 68. Minute steht Jana Leugers frei vor dem Tor und vergibt knapp den Anschlusstreffer. Eine der letzten Aktionen von Wolfsburg führen letztendlich auch zum Endstand: Nachdem sich die Wolfsburgerinnen an der Außenbahn durchsetzen können, versucht Holstein den Ball zu klären, eine Wolfsburgerin fällt im Strafraum und die Schiedsrichterin lässt den Pfiff ertönen. Der dritte Elfmeter in diesem Spiel sitzt ebenfalls: 7:1 für Wolfsburg (85.).
Nach dem Schlusspfiff kann bilanziert werden, dass Holstein trotz allem den Kampfgeist nicht aufgegeben hat. Krankheits- und urlaubsbedingt hatte die Holstein Abwehr einiges hinsichtlich der Organisation zu kompensieren und hatte gegen eine starke Wolfsburger Offensive alle Hände voll zu tun. Oft kamen die Holsteinerinnen einen Schritt zu spät und mussten sich gegen die Wolfsburgerinnen geschlagen geben. Den nächsten Anlauf auf die ersten Punkte starten die Holstein Women nach einem spielfreien Wochenende am 9.11. gegen den SV Meppen.
 
Holstein Women: Victoria Bendt - Stephanie Hofmann, Emine Ibrahimi, Amelie Rose, Selina Amrein, Sarah Begunk, Samanta Carone (46. Levke Walczak), Jana Leugers, Tabea Lycke (46. Laila Auerochs), Maike Timmermann, Joy Strähle
 
VfL Wolfsburg II: Merle Frohms - Franziska Knopp, Melissa Verseck, Laura Vetterlein, Sarah Fischer, Leonie Stenzel, Jovana Damnjanovic (79. Lyn Meyer), Jasmin Sehan (71. Zsanett Jakabfi), Michaela Brandenburg (62. Katharina Runge), Johanna Tietge, Samantha Dick
 
Schiedsrichter: Sandy Kuchmann-Nowak
Assistenten: Johanna Mengelkoch und Selina Bast
Tore: 1:0 Sarah Fischer (11. Strafstoß), 2:0, 4:0 und 5:1 Jovana Damnjanovic (19., 26. und 48.), 3:0 Samantha Dick (26.), 4:1 Maike Timmermann (35. Strafstoß), 6:1 Jasmin Sehan (62.), 7:1 Leonie Stenzel (85. Strafstoß)
 

  

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