Holstein Woman - Werder Bremen 1:2 (0:1)

König lässt Bremen jubeln

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Holstein Kiel: Eva Ravn - Jeska Danielsen, Stephanie Güldenzoph, Svenja Bödeker, Gönna Gabriel - Rachel Pashley, Kati Krohn, Marialiiza Kranz, Christina Krause (46. Justine Pank (83. Tessa Schildt)), Joy Grube - Tina Hild

Werder Bremen: Jennifer Martens - Eva-Marleen Votava, Josefine Holsten, Lea Notthoff, Laura Kersting - Jessica Golebiewski (82. Haar), Chadia Freyhat, Lisa-Marie Scholz, Katharina Hamann (70. CindyKönig) - Nahrin Uyar, Maren Wallenhorst

Schiedsrichter: Annett Unterbeck (Leipzig)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Wallenhorst (42.), 1:1 Pank (63.), 1:2 König (86)

Wer oben steht, hat auch das Glück! Wieder einmal fügte eine Begegnung in der 2. Frauen-Bundesliga eine Episode der Staffel „Fussballweisheiten“ zu. Ein toller Sonntagsschuss aus 25 Metern von Cindy König bescherte dem Favoriten Werder Bremen beim Auswärtsspiel bei Holstein Kiel drei Punkte. Dabei war der Unterschied von acht Plätzen zwischen dem Spitzenreiter von der Weser und den Störchinnen von der Förde in fast den gesamten 90 Minuten nicht erkennbar.

Die ersten 45 Minuten waren von großer Ausgeglichenheit geprägt. Wobei die Mannschaft von Gäste-Trainer Holger Stemmann praktisch die erste Chance - abgesehen von einem Schuss von Uyar (8.) - kurz vor der Halbzeit zur Führung nutzte. Nach einem Anspiel in die Nahtstelle der Abwehrkette tauchte Wallenhorst frei vor Ravn auf und schob aus 15 Metern an der herausgeeilten Keeperin zum 1:0 für Werder ein. Holstein, mit etwas mehr Spielanteilen, stand schon nach 180 Sekunden vor einer Großchance. Pashley schickte Grube in Richtung Bremer Strafraum. Dort kam Kiels rechte Läuferin im Zweikampf mit Keeperin Martens zu Fall. Der Pfiff von Schiedsrichter Unterbeck blieb aus. Wobei sicherlich ein Großteil der Schiedsrichter in diesem Fall auf den Strafstosspunkt gezeigt hätten. In der Folgezeit erwarb sich der Tabellenneunte aus Schleswig-Holstein das Anrecht auf einen Punktgewinn.

Vor allem nach dem Seitenwechsel. Mit der Einwechselung von Pank kam mehr Zug in die Offensive. Werder Bremen legte viel Augenmerk auf eine kompakte Defensive und suchte über Konter den Erfolg. Der 1:1-Ausgleich nach etwas mehr als einer Viertelstunde im zweiten Abschnitt war somit hochverdient. Einen Freistoß von der linken Holstein-Seite zehn Metern von der Torlinie entfernt schlug Pank ins Zentrum des Fünf-Meter-Raumes der Gäste. Torhüterin Martens, bedrängt von eigenen und Holstein-Spielerinnen, lenkte den Ball ins eigene Gehäuse. Nach diesem Treffer konnte Holstein Kiel im besten Heimspiel in dieser Saison nicht nachlegen. Bremen stand fortan noch kompakter in der Defensive und zeigte, warum bisher sechs Siege und ein Remis zubuche stehen. Mit schnellem und direktem Spiel bei den Kontern kündigte sich die Führung für die Hansestädter an. Vor allem über die Achillesferse der Kielerinnen mit der rechten Seite. Dennoch war das Endergebnis etwas unglücklich für die Elf von Guido Gehrke. Basierend auf die gezeigten Leistungen wäre ein Unentschieden mehr als recht gewesen.

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