Alles Gute, "Borne"!

Störcheclub-Stammtisch Mai

Es gab mal wieder Redebedarf zum Störcheclub-Stammtisch. Andreas Bornemann wird ab 1. Juli das Amt des Direktors Sport beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth antreten. Ehrensache für den scheidenden Sportlichen Leiter der Sponsorenvereinigung vor seinem Umzug nach Fürth Rede und Antwort zu stehen. 

Die Nachricht hatte am Morgen des Vortags ganz Fußball-Kiel auf den Magen geschlagen wie saure Milch im Frühstücksmüsli. Der Wechsel von Holsteins Sportlichem Leiter Andreas Bornemann zur SpVgg Geruhter Fürth hatte schon binnen Minuten nach der Veröffentlichung für leere Blicke bei den Fans und ein volles E-Mail-Postfach bei Geschäftsführer Wolfgang Schwenke gesorgt. Anlässlich dieser Entwicklung sollte der Störcheclub als Teil der Holstein-Familie die Gelegenheit bekommen, im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Stammtischs Fragen an „Borne“ zu richten, der in den vergangenen vier Jahren erheblichen Anteil an der Entwicklung und den Erfolgen der KSV Holstein samt SHFV-LOTTO-Pokaltriumphen, DFB-Pokalmärchen und der Rückkehr in die 3. Liga hatte. 

Suche in aller Ruhe 

KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke eröffnete den offiziellen Teil mit der aktuellen Einschätzung aus seiner Sicht: „Wir werden morgen keinen neuen Sportlichen Leiter präsentieren, sondernin aller Ruhe die Lage sondieren und eine Lösung finden, die menschlich und sportlich zu Holstein Kiel passt.“ Im Anschluss ergriff Andreas Bornemann das Wort und gab ausführlich Auskunft über die Beweggründe zu seinem Schritt: der sportliche Anreiz eines Vereins mit Bundesliga-Perspektive und die Nähe zu seinem in Freiburg lebenden Sohn. Zugleich versicherte er, den Verein im Guten und im guten Zustand zu hinterlassen. „Holstein Kiel ist sehr gut aufgestellt. Wir haben hier mit dem Präsidium, Trainerteam und den geschaffenen Strukturen sehr gute Verhältnisse geschaffen.“

„Wir waren nie im Urlaub!“

Danach waren die Sponsoren dran und löcherten das einwandfrei funktionierende Duo Bornemann/Schwenke mit Fragen. Wie stabil ist die Trainerposition durch den Weggang der Sportlichen Leiters. Wie ist der aktuelle Stand offener Vertragsverhandlungen? Wie aktiv wird die KSV im Sommer auf dem Transfermarkt? Zur Trainerposition stellte „Borne“ ein letztes Mal klar: „Wir waren nie im Urlaub zusammen oder haben Saufgelage veranstaltet. Ich habe Karsten Neitzel hier hergeholt, da er ein Fußballfanatiker ist. Bei ihm war ich mir sicher, dass er nach dem überraschenden Abgang von Thorsten Gutzeit kurzfristig einer Mannschaft eine Handschrift verpasst.“ In Sachen Verhandlungssituation und Neuverpflichtungen gab es keine definitiven Entscheidungen zu vermelden.

Holstein gegen Fürth im DFB-Pokal?

Für den runden Abschluss sorgte Störcheclub-Sprecher Uli Kauffmann. „Noch nie hat sich ein Verantwortlicher der KSV in so einer Phase uns Sponsoren gestellt. Das zeigt auch, die unglaubliche Offenheit, die du in deiner Zeit bei Holstein Kiel, immer an de Tag gelegt hast, deine große sportliche Kompetenz, die du jedem von uns zur Verfügung gestellt hast. Du hast Dir immer die Zeit genommen, Dinge zu erklären oder Deine Meinung geäußert, wenn sie gefragt worden ist. Dafür gebührt Dir großer Dank!“ Dem blieb nichts hinzuzufügen – eigentlich. Denn das letzte Wort gönnte sich ausnahmsweise Andreas Bornemann: „Ich werde die Zeit hier in sehr, sehr guter Erinnerung behalten – und wir werden uns alle Wiedersehen – das verspreche ich!“ Die Sponsoren hatten auch schon eine Idee, die am 1. Juni zur Realität werden könnte. Wenn die Auslosung zur 1. Runde des DFB-Pokals die Partie Holstein Kiel gegen SpVgg Greuther Fürth ergeben würde.

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