Qualität, die weht

Das schreibt sich Störcheclubmitglied Schild Flaggen auf die Fahnen – die nicht nur im Holstein-Stadion wehen

1989 als Einmannbetrieb mit Nähmaschine im Keller gegründet, ist Schild Flaggen heute der drittgrößte Fahnenhersteller Deutschlands. 40 Mitarbeiter unterstützen den inzwischen 73-jährigen Gründer des Unternehmens, Peter Schild, beim Bedrucken der rund 1200 m² Stoff pro Tag. Seit 2017 sind die Altenholzer Mitglied im Störcheclub, verbunden sind sie dem Verein aber schon länger.

Wo in Kiel man sich auch aufhält, Schild Flaggen kann man sich nur schwer entziehen. Kunden des Produzenten sind unter anderem Famila, CITTI, Hobby Wohnwagenwerke, SHFV, die Landeshauptstadt Kiel, der THW Kiel, – und natürlich Holstein Kiel. 2012 fiel der Startschuss für die Kooperation mit den Störchen, seitdem stammen die Fahnen des Vereins aus Altenholz. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Schild Flaggen sich auch dem Störcheclub anschließen würde. Die Verbundenheit zu Holstein Kiel und der Wunsch nach mehr Bekanntheit in der eigenen Heimat, gaben Ende der Saison 2016/2017 den Ausschlag für den Beitritt. Obwohl das Unternehmen Fahnen für ganz Europa produziert, ist es in der eigenen Region wenig bekannt.

„Der Störcheclub ist eine gute Gelegenheit, auch in Schleswig-Holstein und besonders in Kiel an Bekanntheit zu gewinnen. Eigentlich kennt man uns überall besser als hier“, grinst Patrick Russ, Prokurist des Unternehmens.

„Wir sind mit der Firma aufgewachsen“

Der Plan scheint aufzugehen. „Wir wurden sehr gut aufgenommen im Störcheclub. Die Atmosphäre ist immer locker, auch auf der Führungsebene. Man kommt auf Stammtischen und bei Spielen schnell ins Gespräch“, zieht Lasse Hansen, dienstältester Mitarbeiter, sein Fazit nach dem ersten Jahr Mitgliedschaft. Seit 2004 ist er im Unternehmen, absolvierte hier genau wie ein Jahr später Patrick Russ erst ein Praktikum und dann eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Dieser Zeitpunkt signalisierte auch die Wende vom kleinen Betrieb zum großen Hersteller. Seit 2006 produziert Schild Flaggen komplett selbst – mittlerweile bedrucken fünf große Maschinen den weißen Stoff, der anschließend in der Näherei konfektioniert wird. Geliefert werden die fertigen Fahnen an Großhändler aus ganz Deutschland und Teilen Europas. Sogar auf den Kapverdischen Inseln wehen die Fahnen von Schild Flaggen.

„Wir sind mit der Firma aufgewachsen, haben geholfen, sie groß zu machen“, so Lasse Hansen.

 Von Großveranstaltungen bis hin zum Weltrekord

Inzwischen produziert Schild Flaggen nicht mehr nur Fahnen, sondern auch Beachflags, Werbeplanen, Roll-Ups und vieles mehr. Bei Großveranstaltungen wie z.B. der Kieler Woche, dem Champions League Finale 2013 in London oder während der Eröffnungszeremonie des DFB-Pokal-Finales in Berlin können die Fahnen von Schild Flaggen bewundert werden. Jedes Spiel der deutschen Nationalmannschaft wird von den Altenholzern ausgestattet. Eine große Bühne fand auch die 2.607m² große Deutschlandfahne, die Schild Flaggen vergangenes Jahr für einen Sprung aus dem Flugzeug produzierte – nachzulesen im Guinness Buch der Rekorde.

Sportlich scheint das Unternehmen also zu sein. So auch die Mitarbeiter: Lasse Hansen spielte in der Jugend bei der KSV, Patrick Russ besuchte bereits als Kind gemeinsam mit seinem Vater die Spiele der Störche: „Das war immer der Verein, der über einem stand.“ Jetzt haben die beiden gebürtigen Kieler den Störchen etwas voraus: Ihr Unternehmen ist in Europa aktiv. Da müssen die Störche erstmal nachziehen.

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