Köstlich, liebevoll, leidenschaftlich

Der Störcheclub im Portait: Das Restaurant Lüneburg-Haus

Christina Mann mit Wolfgang Schwenke (KSV-Geschäftsführer)

Christina Mann leitet seit einem Jahr das schmucke Lüneburg-Haus in der Kieler Altstadt. Und wie ihr Vorgänger der kulinarischen Topadresse des Nordens hat sie sich ebenfalls zu einer Mitgliedschaft im Störcheclub entschieden.

Das Lüneburg-Haus im Störcheclub? Eigentlich nichts Neues, doch in Unternehmen treffen Menschen die Entscheidungen. Und so war es nicht klar, ob der auf Agron Salihu (mittlerweile Inhaber der „Fischküche“ in Laboe) folgende Betreiber, auch die Mitgliedschaft in Holsteins Sponsorengemeinschaft übernehmen würde. Als Christina Mann den Zuschlag für die Übernahme des Lüneburg-Hauses erhielt, war diese Angelegenheit schnell geklärt: „Viele unserer Gäste und Geschäftskontakte sind Störcheclub-Partner oder mit Holstein Kiel eng verbunden – da ist es doch schön, wenn man sich auch mal im Stadion über den Weg läuft“, erklärt die sympathische Restaurant-Inhaberin, die das Lüneburg-Haus samt der 17 Angestellten als eine echte Herzensangelegenheit beschreibt. 

Kahn und Scholl

Und Christina Mann muss es wissen, die Kieler Gastronomieszene kennt die gelernte Köchin wie Omas Geheimrezepte. Schon im Studium Ende der 1990er arbeitete sie für bekannte Lokalitäten wie das Santa Fé, das MAX-Restaurant, das Galileo oder auch dem Holsteiner. Obwohl sie früher wenig fußballinteressiert war, erlebte sie so den einen oder anderen herausragenden Moment der KSV-Historie: „Wie Olli Kahn und Mehmet Scholl 2005 mit dem FC Bayern zu Gast im Holstein-Stadion waren, werde ich nie vergessen. Es war so dermaßen voll, wir vom Holsteiner-Team kamen mit dem Ausschank der Getränke kaum hinterher“, erinnert sich Christina Mann, die im Laufe ihres Medizinstudiums entschied, sich voll der Gastronomie zu widmen. Ausbildungen zur Restaurantfachfrau und Köchin folgten, mittlerweile lernt sie selbst Azubis an. 

Lüneburger Hirschkopf

Mit dem Lüneburg-Haus hat Christina Mann eine echte Perle der Gastronomieszene Kiels wenn nicht gar Norddeutschlands übernommen. Das denkmalgeschützte Gebäude von 1881 in der Dänischen Straße war ursprünglich eine Waffenhandlung. Seit 1993 befindet sich im Erdgeschoss das Restaurant Lüneburg-Haus, das aufgrund seiner gehobenen Küche bereits diverse Auszeichnungen erhielt. Bei den Kielern ist es auch unter dem Namen „Zum goldenen Hirschen“ bekannt – wegen des Hirschkopfes an der Fassade. Qualität, Service und Leidenschaft werden hier groß geschrieben. Zu den leckeren Gerichten aus überwiegend saisonalen und heimischen Produkten auf der täglich wechselnden Abendkarte gehört natürlich auch ein stimmiger Wein, für deren guten Auswahl das Lüneburg-Haus ebenfalls bekannt ist. Und elegante Apartments sind in den oberen Stockwerken auch noch zu buchen. Und wie oft schafft es Christina Mann bei einem so umfangreichen Job noch ins Stadion? „Mein Lebensgefährte schaut gerne Fußball. Das ist ein schöner Grund mehr, wenn ich mal Zeit habe ein Spiel der Störche anzuschauen.“

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