Fußball, Familie und Fuego

Störcheclub im Porträt: Marcello Tripaldi

Donato und Marcello Tripaldi (v. li.)

Was haben der SSC Neapel und Holstein Kiel gemeinsam? Sie sind die Lieblingsklubs von Marcello Tripaldi, dem Inhaber des Fuego del Sur, der als waschechter Tifosi den Störcheclu bereichert.

Marcello Tripaldi sagt über sich, er sei ein Fußballverrückter. Ein waschechter Tifosi eben. Er bleibe sogar stehen und schaue einige Minuten zu, wenn in der Nachbarschaft ein paar Jungs auf der Straße kickten. Heute trainiert er seinen Sohn beim TSV Kronshagen, verfolgt die Top-Ligen Europas und ist auch immer wieder im Holstein-Stadion anzutreffen. Und mittlerweile ist der Inhaber vom Restaurant „Fuego del Sur“ (Deutsch: Feuer des Südens) in der Halle 400 an der Hörn auch Partner im Störcheclub.

Seit 2008 in Kiel

Wer in Kiel mediterrane Küche mit südamerikanischem Einfluss genießen möchte, ist im Fuego del Sur genau richtig. In dem großzügigen Restaurant mit der warmen und lebendigen Atmosphäre zaubert Marcello Tripaldi Steaks und Fisch vom Grill, Salat und vegetarische Gerichte, Pizza und Pasta auf den Tisch. Seit 2008 führt der Italiener das „Fuego“. Gebürtig stammt er aus der Region Basilicata in Süditalien. Dort absolvierte Marcello seine Ausbildung zum Koch und folgte 1996 seinem Bruder nach Berlin. Gemeinsam eröffneten sie das Restaurant „La Nuova Masseria“ (deutsch: der neue Bauernhof). Obendrein machen sich die Tripaldis einen Namen mit Caterings und Eventkochen. So nahm Marcello 2008 mit einem Stand auf der Kieler Woche teil und kochte dort flambierte Bandnudeln mit schwarzen Trüffeln. Einem schien es besonders geschmeckt zu haben. Ahmad R. Zirakbash, Eigentümer der Halle 400 sprach den italienischen Koch an, ob er nicht das Fuego del Sur übernehmen wolle. Marcello wollte. Schon auf einigen Besuchen zuvor, war Kiel in den Fokus geraten. Eine schöne Stadt am Meer, und so zog Marcello mit seiner Frau von Berlin nach Kiel.

Bis in die 3. Liga

Seine Liebe zum Kochen hat Marcello der Familie zu verdanken. Noch heute wird bei den Tripaldis in Süditalien das ganze Jahr über die traditionelle Küche zubereitet. Marcellos Lieblingsgericht ist die Tomatensoße seiner Mutter. Nach einem einfachen Rezept aus sonnengereiften Tomaten und Basilikum, von dem „Mama Tripaldi“ pro Jahr 400 bis 500 Weinflaschen kocht. Da werden beim Chefkoch Kindheitserinnerungen wach. An seine Zeit in Potenza, während der er selbst noch aktiv kickte. Immerhin schaffte es der charmante Italiener im Teenageralter bis in die 3. italienische Liga. Beim Potenza Sport Club stand er zwischen den Pfosten, verdiente neben der Schule ein kleines Sümmchen Geld. Dann folgten die Ausbildung, die Auswanderung und das Aus der Fußballkarriere. Doch der Tifoso verbringt so viel Zeit wie möglich mit Fußball. Die Spiele seines SSC Neapel schaut er, sofern sie nicht gerade in der Championsleague in Dortmund zu Gast sind, im Fernsehen. Und spätestens seit dem Kieler Pokalmärchen 2011 hat auch ihn das Holstein-Fieber gepackt.

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