Einer der fleißigsten Männer Deutschlands

Malermeister Christian Pahlke im Porträt

Christian Pahlke ist seit der aktuellen Saison mit seinem Malereibetrieb Günther Witt  Mitglied des Störcheclubs. Die übrigen Partner haben jedoch das Gefühl, dass der stets gut gelaunte 32-Jährige schon seit Jahren dabei ist. „Krischan“ fehlt bei keiner Tour, ist mit großem Herzblut dabei und erhöht die fußballerische Kompetenz der Sponsorenvereinigung.

„Maler sind die fleißigsten Deutschen!“, titelte eine große deutsche Zeitung mit vier Buchstaben. Christian Pahlke ist Maler und über ihn trifft diese Feststellung zu. 2005 übernahm der gebürtige Kieler den Malereibetrieb Günther Witt, der bereits 1967 vom Namensgeber gegründet und ab 1989 von Pahlkes Vater geleitet wurde. Als der Sohn das Unternehmen mit 24 Jahre übernahm gehörten fünf Angestellte zum Team. Heute sind es 20, die Tag für Tag in einem der zwölf neuen Firmenwagen durch die Region Kiel unterwegs sind. „Wir bearbeiten Aufträge kleinerer und mittlerer Größe für Privatkunden und Firmen. Wir pflegen gute Kontakte zu anderen Gewerken, sodass sich unsere Kunden auch mit umfassenderen Aufträgen an uns wenden können“, erklärt Christian Pahlke.

Im Holstein-Fieber

Auch im Störcheclub ist Christian Pahlke fleißig – um genau zu sein fleißig dabei. Seit Sommer gehört er zu den Förderern, hat keine Club-Tour verpasst und ist nahezu bei jedem Spiel der Störche dabei. „Mich hat das Holstein-Fieber schon vor Jahren gepackt, aber ich dachte immer, dass bei der KSV mindestens die 3. Liga drin sein muss. Kurz nach dem Aufstieg meldete sich Wolfgang Schwenke dann auch gleich. Und jetzt weiß ich, der Störcheclub macht einfach riesig Spaß!“ Seine erste Begegnung mit Holstein Kiel hatte Christian Pahlke bereits vor rund 15 Jahren. „Krischen“ warf mit seinem damaligen Verein Concordia Schönkirchen die favorisierten Störche mit 9:1 aus dem Kreispokal. „Danach wollte mich der Holstein-Coach gleich zur KSV locken, aber die Gemeinschaft in Schönkirchen war großartig.“ TSV Klausdorf, SpVgg Eidertal-Molfsee und TSV Gelsdorf lauteten die Stationen, bis der robuste Mittelfeldspieler seine Stollenschuhe 2012 an den Nagel hing.

Eher nach oben als nach unten 

Es fehlte die Zeit. Das Unternehmen lief immer besser, die Lücken im Terminkalender immer weniger. Gemeinsam mit seinem Team sanierte Pahlke den Unternehmenssitz, die 1903 erbaute Meierei Poppenbrügge in der Barkauer Straße, und erhielt damit ein Stück Kulturgeschichte Kiels. Dort wo heute der Malereibetrieb zu finden ist, wurde früher wurde getanzt, gefeiert und geheiratet Die wenige Freizeit verbrachte er lieber mit der Freundin, die ihn auch regelmäßig ins Holstein-Stadion begleitet. Und wie war das jetzt mit dem Fleiß und der Meldung in der Zeitung? Dahinter steckt eine Statistik, nach der Maler und Lackierer in Deutschland am längsten arbeiten und erst durchschnittlich mit 63,2 Jahren in Rente gehen. Dann hat Christian Pahlke noch 31 fleißige Jahre Malereibetrieb vor sich – samt Störcheclub natürlich. „Ich steh zu meinem Wort. Und in den nächsten 30 Jahren wird Holstein Kiel die 3. Liga nach unten nicht verlassen, sondern nach oben.“

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