Storchenflug am Isarstrand

Mit dem Störcheclub nach Unterhaching

„When in Bavaria, do as the Bavarians do!” Die bayerische Küche ist eine bodenständige, in den Ursprüngen bäuerliche Küche. Charakteristisch für die bayerische Küche sind die zahlreichen Fleisch- und Bratengerichte, Knödelgerichte und Mehlspeisen – und die weltberühmten bayrischen Kaltgetränke in Form von Weiß- und Dunkelbier. Der typische Holsteiner entstammt einem bodenständigen Völkchen, das sich gern den kulinarischen Genüssen und der rustikalen Lebensart hingibt – und natürlich dem runden Leder. So war es nicht verwunderlich, dass die Stimmung beim Start der Störcheclub-Exkursion vom  25. bis zum 26. Oktober Richtung Unterhaching, dem Vorort Münchens, der einst in der 1. Bundesliga für Furore sorgte, hervorragend war. „Reiseleiter“ Wolfgang Schwenke hatte zusammen mit Event- und Sportreisen-Veranstalter Karl „Hansdampf in allen Gassen“ Gladeck ein tolles Programm für die Störcheclub-Mitglieder zusammengestellt.

Treffen am Freitagmittag am Holsteinplatz, Abfahrt Richtung Hamburg Fuhlsbüttel in einem schmucken Hobby-Reisebus der Firma Sievers und pünktliches Abheben um 15 Uhr mit dem Flug LH 2071 Richtung München – eine Reiseplanung vom Allerfeinsten also. Natürlich wuchsen Spannung, Vorfreude und Durst minütlich, denn am Abend sollte das Duell SpVgg Unterhaching gegen Holstein Kiel im Alpenbauer Sportpark steigen. Und als um 19 Uhr der Anpfiff ertönte, da durften sich die Kieler Kicker über die Unterstützung von rund 200 Holstein-Fans unter den insgesamt 2500 Besuchern freuen, die während des Spiels sogar mit Wechselgesängen zwischen Gästefanblock und KSV-Fanblock auf der Haupttribüne für Gänsehaut-Feeling sorgten.

Nullnummer in Haching

Die Störche hatten einen guten Tag erwischt und bedrängten das gegnerische Tor vor allem im zweiten Durchgang mit Vehemenz. Was fehlte war letztlich der erlösende Siegtreffer, aber auch so durfte man sich am Ende über einen wichtigen Zähler beim Spitzenteam der 3. Liga freuen. „Wenn man sieht, wie viele Kieler sich an so einem Freitag Richtung Unterhaching aufgemacht und 870 Kilometer zurückgelegt haben, dann erfüllt uns das mit Stolz“, freute sich Holsteins Geschäftsführer Wolfgang Schwenke über die zahlreichen Schlachtenbummler aus der Landeshauptstadt. Ein kurzer Smalltalk der Sponsoren mit den Spielern nach dem Schlusspfiff und schon ging es weiter Richtung Augustiner Keller zur „Nachbearbeitung“ des Gesehenen. Bei Haxn, Brathendl und herzerfrischenden Kaltgetränken stieg das Stimmungsbarometer in schwindelerregende Höhen. Es wurde eine lange Münchener Nacht, die erst spät in der Bar eines schmucken, zentrumsnahen Hotels enden sollte.

„Sommer“ auf dem Viktualienmarkt

Am Sonnabendmorgen ließen es sich die Störcheclub-Mitglieder nicht nehmen, das herrliche Spätsommerwetter  zu einem ausgedehnten Stadtbummel durch die Münchener Innenstadt zu nutzen. Stachus, Marienplatz, Viktualienmarkt – bei 22 Grad genossen die Kieler die morgendlichen Sonnenstrahlen in der Isar-Metropole. Weißwürste, Brezn, Obazda und kühles Weißbier rundeten den sonnigen Vormittag bei bestem T-Shirt-Wetter im „Pschorr“ auf dem Viktualienmarkt ab. Das Kieler Urgestein Oskar „Pieper“ Petersen, der solch eine Reise nach München schon zu Regionalligazeiten angeregt hatte, meinte vergnügt: „Diese Tour nach München ist ein sehr gelungenes Event. Und an so einem sonnigen Morgen zusammen mit gut gelaunten Holstein-Fans auf dem Viktualienmarkt das Zusammensein zu genießen, das ist eine ganz tolle Sache. Ich hoffe sehr, dass beim nächsten Mal noch mehr Störcheclub-Mitglieder dabei sein werden.“ Holstein-Partner Swen Schulz trauerte noch ein wenig den beiden „verlorenen“ Punkten des Vorabends nach, zeigte sich aber auch nach dem ersten Weißbier wieder bestens gelaunt. „Austrocknen werden wir hier ganz sicher nicht“, lachte Malermeister Struck und prostete in die Runde. Und Marco Siegmund sagte kurz und bündig: „Tolle Stimmung hier und allerbeste Weißbierlaune!“

Spannung in der Allianz Arena

Höhepunkt am Sonnabendnachmittag war dann der Besuch der Bundesliga-Begegnung des FC Bayern München gegen Hertha BSC Berlin. Am Ende siegten die Bayern vor 71.000 Zuschauern knapp mit 3:2, doch das Spiel war deutlich spannender, als man es vorher angesichts der momentanen Verfassung des Rekordmeisters vielleicht hätte vermuten können. Beeindruckt von Stimmung, Kulisse und Spiel zeigte sich die Kieler Reisegruppe auf jeden Fall. 

Zurück in die Heimat

Zufrieden und voller neuer Eindrücke ging es nach dem Abpfiff in der Allianz Arena per Reisebus zurück zum Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Nach einem kurzen Aufeinandertreffen samt Erinnerungsfoto mit den Basketballern des FC Bayern München ließ der Störcheclub die Stunden in München in der Flughafen-Gastronomie mit dem sinnigen Namen „airbräu“ ausklingen. Ein ruhiger  Rückflug, eine gemütliche Busfahrt vom Hamburger Flughafen zurück zum Holstein-Stadion und die klare Ansage „beim nächsten Mal sind wir wieder dabei“ beendeten eine erneut denkwürdige Störcheclub-Exkursion.

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