Kieler - Kicker - Kultur

Kicker-Turnier des Störcheclubs im Stadtmuseum Warleberger Hof

Kurbeln unter Kultur hieß es am Abend des 20. Februar. Der Störcheclub traf sich im Warleberger Hof zum Kicker-Highlight. Gemeinsam mit Kiel-Marketing und dem Kieler Stadtmuseum hatte die KSV Holstein eingeladen, um an den vierbeinigen Holztischen die Regionalliga Nord vorab auszuspielen. Nebenbei wurde über die tollen DFB-Pokalspiele und den Aufstiegskampf gefachsimpelt und nicht nur Oberbürgermeister Torsten Albig war sich sicher: Die Fußballeuphorie in unserer Landeshauptstadt ist nach dem Viertelfinal-Aus gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund abgerissen. Sie hat gerade erst angefangen.

Einige Störcheclub-Mitglieder mussten beim Kicker-Highlight für einen Abend ein schweres Los auf sich nehmen. Nevzat Yaltirik, Inhaber der Pizzeria „Pizza World“, lächelte milde, als nach dem Aufklappen des weißen Zettels das Vereinslogo von RB Leipzig erschien. „Dann können wir heute Abend sicher sein, dass die Roten Bullen nicht den ersten Platz belegen werden“, sagte Yaltirik und trug die Auslosung des ärgsten Holstein-Rivalen mit Humor. Dank des spannenden Aufstiegskampfs in der Regionalliga Nord konnte Eike Wolf von der Agentur Wolf + Carow auch seinen Verein des Abends leichter ertragen. „In dieser Saison hat Holstein glücklicherweise andere Vereine, die sie in der Tabelle unbedingt hinter sich lassen wollen“, spielte Wolf auf Halle und Leipzig an. Auf dem Zettelchen des Werbe-Experten leuchtete grün-weiß-schwarz das Logo des Erzrivalen aus der Marzipanstadt.

Traditionsreiche Holsteiner im ehrwürdigen Stadtmuseum

Bevor es zum Kickern an die Tische ging, lud die Direktorin des Stadtmuseum, Frau Dr. Doris Tillmann, die Störcheclub-Mitglieder zu einer Führung durch den ältesten noch erhaltenen Kieler Adelshof aus dem frühen 17. Jahrhundert ein. „Ich freue mich riesig, dass wir am heutigen Abend Sport und Kultur an diesem ehrwürdigen Ort zusammenbringen.“ Und nachdem das Kieler Urgestein Jochen „Pieper“ Petersen in seiner gewohnt freundlich direkten Art seine Störcheclub-Mitglieder zum Rundgang aufgefordert hatte, entlockte er einigen Holsteinern, dass sie noch nie zuvor im Kieler Stadtmuseum gewesen waren. Nach der Stärkung durch eine leckere Gulaschsuppe des Lüneburg-Hauses nahmen viele Störcheclub-Mitglieder die von Frau Dr. Tillmann geleitete Führung wahr. Die Idee des Veranstaltungsorts hatte Kiel-Marketing geliefert: „Kiel hat so viel zu bieten, was sich auch in wunderbarer Weise kombinieren lässt – auch Sport und Kultur. Wir sehen den heutigen Abend gewissermaßen als ein Pilotprojekt für weitere Veranstaltungen. Und wenn ich die Menschen sehe, die Spaß umgeben von humoristischen Illustrationen haben, hätte es keine bessere Örtlichkeit als den Warleberger Hof gegeben“, sagte Uwe Wanger, Geschäftsführer des Kiel-Marketing e.V. und spielte damit auf die derzeitige Ausstellung des Satirikers und Karikaturisten Friedrich Karl Waechter im Stadtmuseum an.

„Wir haben tolle Monate hinter uns“

Oberbürgermeister Torsten Albig erinnerte in seiner Ansprache an die vergangenen Kieler Fußballwochen: „Wir haben tolle Monate hinter uns. Auch wenn wir es nicht geschafft haben, die Dortmunder nach Hause zu schicken, was bleibt, ist ein tolles Pokaljahr und die Erkenntnis: Wir sind eine Weltklasse-Handballstadt, eine Spitzen-Segelstadt und eine Super-Fußballstadt. Das Dortmund-Spiel wird uns nicht schocken. Wir werden mithalten und ich bin mir sicher: Wir werden am Ende auf Platz 1 stehen.“ An den Kickertischen ging es mittlerweile rund. Binnen vier Minuten wurde im Duell Zwei-gegen-Zwei über Sieg und Niederlage entschieden. Auf der einen Seite wurde die Siegerfaust in die Lift gereckt, gegenüber herrschte kurze Enttäuschung nach dem entscheidenden Gegentor in letzter Sekunde. Den 1. Platz und damit auch den Hauptpreis, einen signierten Ball des FC Bayern München, sicherte sich das Duo Hannover 96 II mit Marco Siegmund (4care AG) und Jens Harder (Kieler Volksbank). Auf Rang 2 spielte sich ebenso überraschend der TSV Havelse, der an diesem Abend von Mario Plieske (Clean & More) und Pit Horst (UKSH) geführt wurde. Beide konnten sich über einen Gutschein zu einer gesegelten Stadtrundfahrt für zehn Personen im Camp 24/7 freuen. Den 3. Platz erreichte der Hamburger SV II mit Bernd Höll (Provinzial) und Alf Adler (Thomsen Werbemittelvertrieb) an den Griffen, die einen Kiel-Kalender ihr eigen nennen durften. Als Randnotiz: Holstein Kiel wurde 11. Einen Platz hinter RB Leipzig. Immerhin: Der Hallesche FC landete auf dem 15. Rang.

Störcheclub wächst weiter zusammen

Das gemeinsame Kicker-Highlight zeigte einmal mehr: Parallel zum sportlichen Entwicklung wird auch der Störcheclub immer mehr zum Kieler Erfolgsprojekt, das sich auch bis zu Oberbürgermeister Torsten Albig herumgesprochen hat: „Der Störcheclub ist zu einer erheblichen Kraftquelle der Störche geworden, die nicht nur zum Motor für viele positive Veränderungen im Stadion geworden ist. Er verbreitet den Enthusiasmus in der Wirtschaft und sorgt für eine immer breiter werdende Unterstützung für Holstein Kiel.“ Auch Holsteins Geschäftsführer Wolfgang Schwenke war von dem Event begeistert: „Es ist einfach großartig mitzuerleben, wie unsere Holstein-Familie immer weiter zusammenwächst, und dass die Partnerschaft nicht am Stadionausgang endet. Das bestätigt dieses wunderbare Event aufs Neue – in doppelter Hinsicht. Denn diese Verbindung von Kultur und Sport hat es im Rahmen einer Störcheclub-Veranstaltung noch nicht gegeben.“ Blieb nur die Frage, wo das nächste Störcheclub-Event stattfinden soll: „Wir grillen in Piepers Garten an“, schlug Ole Jäger vom CinemaxX vor. „Der ist groß genug für alle Störcheclub-Mitglieder.“ Jochen „Pieper“ Petersen ist Seniorchef des Landschaftsbaubetriebs Oskar Petersen, dem ein Gartencenter angeschlossen ist.

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