U23 gelingt Paukenschlag

Werner-Team schlägt den VfL Wolfsburg II hochverdient mit 4:1

Noah Awuku und seine U23 feierten einen 4:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg II.

Der U23 der KSV gelingt am zweiten Regionalliga-Spieltag eine Sensation: Das Team von Ole Werner besiegte am Sonntagnachmittag die Reserve des Bundesligisten VfL Wolfsburg hochverdient mit 4:1 (3:0).

Weil die Spielstätte im CITTI FUSSBALL PARK der Störche in Projensdorf noch nicht regionalligatauglich ist, war der Aufsteiger für sein erstes Heimspiel in die Jürgen-Lüthje-Arena des TSV Schilksee ausgewichen. 450 Zuschauer, unter ihnen Ligatrainer Tim Walter mit seiner Familie, waren gekommen, um dieses Heimspiel der KSV an einem ungewohnten Ort zu erleben. Und tatsächlich wurde es ein Erlebnis. In der Anfangsphase hatten die Werner-Schützlinge in zwei Situationen Glück, weil der Tabellendritte der Vorsaison im Abschluss die Effektivität vermissen ließ. „Trifft Wolfsburg in dieser Phase, wird es ein ganz anderes Spiel“, sagte Werner, der sich anschließend aber über eine „bärenstarke erste Halbzeit“ seiner Schützlinge freuen durfte, die in Routinier Tim Siedschlag einen starken Anführer hatten. Lohn war eine verdiente 3:0-Führung, die Atakan Karazor, Tim Siedschlag und Jannis Voß herausschossen. Zwar zeigten sich die „Wölfe“ nach dem Seitenwechsel etwas stärker, verkürzten durch Robin Ziegele (59.) auch auf 1:3, doch kippen konnten sie Partie gegen die gut verteidigenden Störche um ihren Kapitän Florian Foit („die Regionalliga macht Spaß“) nicht.

Noah Awuku (70.) verpasste die Vorentscheidung, als er allein vor Nico Pellatz auftauchte, aber zweimal am VfL-Schlussmann scheiterte. Zwei Minuten später machte es dann Laurynas Kulikas mit einem feinen Heber über Pellatz besser. Zum dritten Mal hatte Felix Niebergall den entscheidenden Pass gespielt. „Das Ergebnis ist überraschend“, räumte Ole Werner ein. „Aber auch sehr verdient. Unsere Mannschaft hat heute gesehen, dass sie mit jedem Gegner mithalten kann, wenn sie an ihr Limit geht.“ Im Umkehrschluss, so Werner weiter, könne sie aber auch gegen jeden Gegner in dieser Spielklasse verlieren, wenn ich dieses nicht gelänge. So wie dem VfL Wolfsburg, der am Spieltag zuvor den Kieler Mitaufsteiger VfL Oldenburg noch mit 7:0 besiegt hatte. Die Störche waren dagegen mit einem 0:0 gegen den VfL in die Saison gestartet.

„Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Rüdiger Ziehl, Trainer des VfL Wolfsburg II. „Es haben heute nur zwei Spieler ihr normales Niveau gezeigt, mit der Art und Weise unseres Auftrittes bin ich überhaupt nicht zufrieden.“ Seiner Mannschaft habe das nötige Zweikampfverhalten fehlt, der Mut im Spiel nach vorne. „Es gibt für uns in dieser Liga keine Selbstläufer, das haben wir heute erlebt.“

Für die KSV geht es am Sonntag bei Eintracht Norderstedt (14 Uhr) weiter.

Holstein Kiel: Weiner – Mohr, Fleckstein, Foit, Sicker (72. Ayyildiz) – Siedschlag –Voß (87. Barendt), Awuku, Karazor, Niebergall – Kulikas

VfL Wolfsburg: Pellatz – D. Itter, Ziegele, Neuwirt (46. Tachie), Franke - Justvan, May, Saglam, Rizzi (46. Condé) - Stutter, Hanslik

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (SV Eichede) – Tore: 1:0 Karazor (11.), 2:0 Siedschlag (24.), 3:0 Voß (34.), 3:1 Ziegele (59.), 4:1 Kulikas (71.) – Zuschauer: 450 in der Jürgen-Lüthje-Arena in Schilksee

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