U17 unterliegt heimstarken Dresdnern knapp

Jungstörche belohnen sich im ersten Ligaspiel im neuen Jahr nicht für betriebenen Aufwand

luca Reimers überzeugte in der KSV-Verteidigung, konnte die knappe Niederlage aber nicht verhindern

Neues Jahr, altes Leid: Die U17 der KSV Holstein hat am Sonntag im ersten Punktspiel im Jahr 2019 trotz einer zeitweisen starken Vorstellung eine Niederlage hinnehmen müssen. Vor 53 Zuschauern verloren die Jungstörche in der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost bei Dynamo Dresden mit 0:1.

Dabei war der Tabellenvorletzte vielversprechend in die Partie gestartet. Sadjad Rezai, der in der Winterpause von RB Leipzig nach Kiel gewechselt war und in Dresden sein Pflichtspieldebüt für die KSV gab, flankte auf Noé Lipkow, der knapp per Kopf verfehlte (2.). Die Kieler präsentierten sich taktisch diszipliniert, waren wie die Gastgeber um Ballkontrolle und einen geordneten Spielaufbau bemüht und auch die Abwehr um die starken Luca Reimers und den zuvor lange verletzten Fynn Neubert stand sicher. Es entwickelte sich eine ansehnliche Partie, die die Jungstörche in der ersten halben Stunde hauptsächlich in die gegnerische Hälfte verlagern konnten. Das Tor des Tages fiel dennoch auf der anderen Seite: Nach einem Kieler Flüchtigkeitsfehler eroberte Dynamo den Ball, sodass Jonas Jiranek in den Strafraum eindringen und mit einem sehenswerten Schuss ins obere lange Eck abschließen konnte (38.).

Nach Wiederanpfiff fanden die Kieler nicht so gut ins Spiel und leisteten sich technische Fehler im Spielaufbau, sodass sich das Geschehen zunächst vor dem Kieler Tor stattfand, ohne dass die Gastgeber nachlegen konnten. U17-Coach Michael Schwennicke brachte Thies Richter und Bundesliga-Debütant Faris Moumouni, doch die Hoffnung, dass die beiden U16-Spieler ihre Schnelligkeit entscheidend ausspielen können, wurde nicht erfüllt, weil die Dresdner Hintermannschaft einfach zu kompakt stand und keine großen Lücken zuließ. In der Schlussphase segelten viele Standards in den Dresdner Sechzehner, gefährlich wurde es aber nicht mehr. Die Hausherren verpassten es ihrerseits, die sich bietenden Freiräume zu nutzen, um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

„Aufgrund der zweiten Halbzeit, in der Dresden stark war, geht das Ergebnis schon in Ordnung“, befand Schwennicke. „Nichtsdestotrotz ist es natürlich sehr ärgerlich, weil wir in der ersten Halbzeit wirklich einen guten Job gemacht, uns durch einen Fehler aber um den Lohn unserer Mühen gebracht haben“, so der Coach.

U17: Oberbeck – Iatskevitch, Reimers, Neubert, Lippegaus (56. Moumouni) – Arndt – Rezai, Sterner (50. Richter), Yildirimer, Knuth (72. Theel) – Lipkow (70. Alkas).

Schiedsrichter: Horacek (Berlin) – Tor: 1:0 Jiranek (38.) – Zuschauer: 53.

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