U23 mit einem Bein in der Regionalliga Nord

Holsteins U16 Meister und Regionalliga-Aufsteiger

U23-Jubel um den Ausgleichstorschützen Laurynas Kulikas

Nach dem 7:0-Kantersieg im ersten Spiel der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord gegen den Brinkumer SV hat sich Holsteins U23 am Sonnabend vor 235 Zuschauern im traditionsreichen Hamburger Stadion Hoheluft vom VfL Oldenburg 1:1-Unentschieden getrennt. Den späten Ausgleich erzielte Laurynas Kulikas in der Schlussminute. Damit stehen die Störche mit einem Bein in der Regionalliga Nord. Am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr gastieren die Werner-Mannen zum Showdown in Ottensen.

Trotz Temperaturen um die 30 Grad entwickelte sich im ersten Durchgang eine ansehnliche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Nachdem Philipp Sander für die erste Torannäherung der KSV gesorgt hatte (10.), brachte Laurynas Kulikas den Ball sechs Minuten später im VfL-Gehäuse unter, stand dabei aber im Abseits, sodass der Treffer zurecht nicht zählte. In der Folge hatten die Niedersachsen mehr vom Spiel, doch Pascal Steinwender setzte seinen strammen Schuss knapp am Kieler Kasten vorbei (24.). Kurz vor der ersten Trinkpause hatte erneut Kulikas die Führung vor Augen, doch sein Lupfer aus 25 Metern verfehlte haarscharf sein Ziel (26.). Auf der Gegenseite scheiterte Steinwender an KSV-Torwart Bernd Schipmann (30.). Kurz vor der Pause hätte Sander die Jungstörche in Front bringen können, sein Schuss aus zehn Metern parierte jedoch VfL-Keeper Jannik Zohrabian, sodass es torlos in die Kabinen ging (42.).

Die erste Großchancen nach Wiederanpfiff gehörte Kiels U23, als Julius Alts Schuss haarscharf am rechten Pfosten vorbeistrich (60.). Anschließend machte Holstein mehr Druck, das Tor jedoch machte Oldenburg: Nachdem Steinwender kurz zuvor nur den Pfosten getroffen hatte (73.), traf Kai Kaissis per trockenem Flachschuss aus zehn Metern zur etwas überraschenden VfL-Führung (77.). Danach hielt Schipmann seine Farben im Spiel, als er gegen den Torschützen Kaissis stark parierte (82.), sodass es doch noch zum Happy End aus Kieler Sicht kommen konnte: Kulikas versenkte eine Hereingabe per Kopf aus zehn Metern zum umjubelten Ausgleich (90.), der zugleich der Endstand war.

Das anschließende Elfmeterschießen entschied die Kieler U23 dann mit 5:3 für sich.

Fabian Müller: Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes Spiel gegen einen starken Gegner, gegen den wir alles reinlegen mussten, um am Ende den Punkt mitzunehmen. Die Mannschaft hat sich von einer sehr, sehr guten Seite präsentiert, tollen Fußball gespielt und gute Chancen kreiert. Am Ende nehmen wir hier hochverdient einen Punkt mit.

Ole Werner: Es war ein Spiel, das unter dem Eindruck der Temperaturen stand. Es fiel allen Beteiligten schwer, auf Tempo zu kommen. Es gab wenig Pressingsituationen, weil beide Teams versucht haben, den Ball zu halten. In der Summe hatte Oldenburg mehr Torchancen. Deshalb war der Führungstreffer nicht unverdient. Die Jungs können unheimlich stolz auf das sein, was sie danach gemacht haben, weil sie in einer schwierigen Situation richtig reagiert hat. Wie die Mannschaft die Vorgaben umgesetzt hat, zeigt eine gewisse Reife und Entwicklung. Das war heute ausschlaggebend, dass wir einen Punkt geholt haben.

„Gefühlte Niederlage“

2:2 - U17 verspielt in Magdeburg eine 2:0-Führung

Das letzte Auswärtsspiel der Saison fühlte sich für die U17 der KSV Holstein bis eine Viertelstunde vor dem Abpfiff noch wie ein deutlicher Sieg an. Das Team von Michael Schwennicke führte beim als Absteiger feststehenden 1. FC Magdeburg durch Tore von Tom Schmidtke (30.) und Nils Jungehülsing (63.) mit 2:0. Eine deutlichere Führung für die Störche, die über die Flügel sehr gefällig aufspielten, wäre durchaus verdient gewesen. Doch unmittelbar nach dem zweiten Tor leisteten sich die Störche einen kapitalen Abwehrfehler, den am Ende Theo Ogbidi (66.) nutzte und seinen Kollegen so noch einmal Rückenwind verschaffte. In der Folge prasselten reihenweise Freistöße und lang geschlagene Bälle in den Strafraum der Kieler, den letzten verwandelte Denny Embach in der Nachspielzeit zum Ausgleich. „Dieses Ergebnis ist für uns sehr ärgerlich und eine gefühlte Niederlage“, sagte Schwennicke, dessen Mannschaft mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr die Kopfballduelle verlor. Und dafür spät bestraft wurde. Die KSV liegt vor dem Saisonabschluss gegen Schlusslicht Eimsbütteler TV (3. Juni, 13 Uhr, CITTI FUSSBALL PARK) mit 27 Punkten auf Platz zehn in der Bundesliga Nord/Ost und könnte mit einem Erfolg noch Dynamo Dresden und Energie Cottbus (beide 28) überholen. Tore für die KSV: Tom Schmidtke, Nils Jungehülsing

Nach Heimsieg gegen FC Angeln: 
U16 feiert vorzeitige Meisterschaft und Aufstieg

Die U16-Junioren haben am Sonntagnachmittag bereits vier Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft in der Oberliga Schleswig-Holstein sicherstellen können. Mit einem 8:0-Erfolg im Heimspiel gegen den FC Angeln besitzen die Störche einen mittlerweile uneinholbaren Vorsprung auf die Konkurrenz. Von Beginn an trat die KSV sehr aktiv und dominant auf, gab keinen Ball verloren und versuchte, schnell und mit wenigen Kontakten Richtung gegnerisches Tor zu kombinieren. Den Führungstreffer erzielte Gunnar Nissen per Foulelfmeter, seine Mitspieler Oke Paulsen und Ex-FCA-Spieler Nils Knuth ließen noch vor der Pause zwei weitere Treffer folgen. Auch in der zweiten Halbzeit hielten die Störche das Tempo hoch, verteidigten weiter sehr aufmerksam und agierten im letzten Drittel ausgesprochen zielstrebig. Richard Arndt, Niklas Kessler und Nikolas Iatskevitch bauten die Führung deutlich aus, bevor Noé Lipkow mit seinen beiden Treffern zum insgesamt 8:0 den Schlusspunkt einer ereignisreichen Partie setzte. Trainer Jan Uphues freute sich über die anschließende Feierlaune seiner Mannschaft: „Die Jungs haben sich über die Saison hinweg super entwickelt und sind zu einem richtig starken Team zusammengewachsen. Dass eine U16 Meister dieser Spielklasse wird, ist absolut keine Selbstverständlichkeit. Es beruht auf einem starken Zusammenhalt der Truppe und dem großen Ehrgeiz jedes Einzelnen – wir sollten daher alle stolz sein auf das bisher Erreichte und uns Zeit nehmen, das auch entsprechend zu genießen und zu feiern.“ Tore für die KSV: Gunnar Nissen, Oke Paulsen, Nils Knuth, Richard Arndt, Niklas Kessler, Nikolas Iatskevitch, Noé Lipkow (2)

 

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