U17 unterliegt Werder Bremen mit 1:6

Trainer Michael Schwennicke fordert eine bessere Mentalität ein – Rot für Simar Alkas

Jonas Sterner musste mit der U17 gegen Werder Bremen die zweite hohe Niederlage in Folge hinnehmen

Nach der 1:6 (1:4)-Niederlage seiner U17 gegen den SV Werder Bremen sah Trainer Michael Schwennicke viele Parallelen zur jüngsten Niederlage bei Union Berlin, die mit dem gleichen Ergebnis geendet hatte. „War haben auch heute verdient verloren, aber das Ergebnis ist erneut zu hoch ausgefallen“, sagte Schwennicke, der die Mentalität und Zweikampfführung seiner Mannschaft bemängelte. „80 Prozent reichen in dieser Liga nicht. Und so wird es auch gegen Cottbus schwer.“

Am Sonnabend treten die Störche, derzeit mit elf Punkten Tabellenelfter, beim Tabellennachbarn (9 Punkte) an, der an diesem 11. Spieltag mit 0:4 bei Hertha BSC verlor. Die ersten Tore der Bremer, die bereits nach 21 Minuten mit 3:0 führten, sortierte Schwennicke in die Rubrik „Geschenke“ ein. „Werder hat acht bis zehn Torchancen, macht daraus aber sechs Tore. Das darf uns nicht passieren.“ Gerade im Mittelfeld habe seine Mannschaft die Zweikämpfe nicht auf Bundesliganiveau geführt. Besonders den dreifachen Torschützen Nick Woltemade bekamen die Hausherren nie in den Griff. Der Anschlusstreffer von Noé Lipkow kurz vor dem Seitenwechsel und eine „ehrliche, deutliche Halbzeitansprache“ (Schwennicke) habe, so Schwennicke, die U17 im zweiten Durchgang noch einmal ein anderes Gesicht zeigen lassen. „Es kam die Hoffnung auf, vielleicht doch noch einmal an dem Ergebnis zu rütteln“, so Schwennicke. Doch in der 50. Minute kassierte der für Lipkow eingewechselte Simar Alkas die Rote Karte, als er mit gestrecktem Bein die Brust von Werder-Schlussmann Maximilian Gundelach traf. „Das war eine klare Rote Karte“, sagte Schwennicke, „aber Simar hat seinen Gegenspieler bei dieser Aktion gar nicht gesehen, deshalb war es ohne Absicht.“ Im CITTI FUSSBALL PARK atmeten schließlich alle erleichtert auf, als Gundelach nach dieser Aktion weiterspielen konnte. Die KSV stellte in der Defensive auf Dreierkette um, bemühte sich auch in Unterzahl, noch nach vorne zu spielen. Doch Bremen war in der Defensive zu gut organisiert, ließ keine klare Torchancen zu und blieb bei Kontern gefährlich, so dass der Tabellenvierte letztlich aus einer 4:1-Führung noch einen 6:1-Sieg machte.
Tor Kiel: Noé Lipkow  

 

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