Werder Bremen II - Holstein Women 1:1 (0:1)

Krohn und Co verschenken zwei Punkte an Werder

So verschenkt man leichtfertig zwei Punkte! Beim Punktspiel in der Frauen-Regionalliga Nord bei Aufsteiger Werder Bremen II strebten die Frauen von Holstein Kiel beim 1:1  lange Zeit einem sicheren Sieg entgegen. Tina Hild reagierte nach einem Freistoß von Kibbel aus dem Halbfeld an den Elfmeterpunkt am schnellsten und traf nach einem Getümmel aus sieben Metern zur Kieler Führung. files/bildarchiv/galerie-11-12/110828_werder2_women1/110828_werder2_women1_09.jpgDanach kam nie das Gefühl auf, dass Werder diesen Rückstand würde ausgleichen können. Zwar spielte die Mannschaft von Thomas Gefken sehr diszipliniert und ordentlich. Doch viel Gefahr vor dem Gäste-Tor versprühten die Grün-Weißen nicht. „Ich hatte bis zum Gegentor den Ball nur einmal in den Händen“, war Holsteins Keeperin Victoria Bendt fast nur bei Rückpässen eingebunden.

Linkes Bild: Nach dem 1:0 war Tina Hild in der 1. Halbzeit hier einen Schritt zu spät für das 2:0.

Die „Holstein Women“ dagegen müssen sich fest an die eigene Nase fassen, nicht einen Sieg aus der Hansestadt entführt zu haben. Nach dem Seitenwechsel gab es vor dem Ausgleich genug klare Chancen zum 2:0. So durch Tabea Lycke, die nach einem Pass von Joy Grube 13 Metern vor dem Bremer Tor frei auftauchte und die freie Wahl hatte ob links oder rechts. Doch Werder-Torfrau Nina Egbers, die über die gesamte Spieldauer eine sehr gute und souveräne Leistung bot, verhinderte den frühzeitigen KO ihres Teams (55.). files/bildarchiv/galerie-11-12/110828_werder2_women1/110828_werder2_women1_12.jpgFünf Minuten später eine Kopie des Wembley-Tores auch. Nach einer Flanke von Grube köpfte Hild gegen die Unterlatte und auf/hinter die Torlinie. Die zwei Möglichkeiten Sekunden im Anschluss an diesen Lattentreffer durch Lycke und Hild blieben auch ohne Erfolg. Auch Grubes Chance entschärfte Egbers. Weitere aussichtsreiche und ausbaufähige Situationen in der Offensive wurden durch schlampiges Spiel, vor allem durch sehr fehlerhaftes Passspiel, die Effektivität genommen.

Rechtes Bild: U16-Nationalspielerin Marie Becker konnte auflaufen und hinterließ in der Innenverteidigung einen ausgezeichneten Eindruck.

Mit dem ersten richtigen Torschuss bestrafte Werder Bremen die Gäste aus Schleswig-Holstein. Nach einem Eckball verteidigte Holstein wie des Öfteren bei Standards nicht energisch gegen den Ball. Katharina Haar traf mit einem schönen und unhaltbaren Schuss aus 14 Metern Höhe Torraumschnittpunkt ins lange Eck zum 1:1. Zum Glück blieb es für die Kielerinnen beim 1:1, denn in der letzten Viertelstunde zeigte das Gefken-Team seine beste Phase in der Offensive. „Wir sind zufrieden und glücklich mit dem 1:1. Kiel hatte 70 Prozent Ballbesitz und klare Chancen“, sah Thomas Gefken ein gutes Spiel seines Teams. Insgesamt war es eher ein mittelmäßiges Regionalliga-Spiel, in dem Holstein Kiel defensiv nicht viel anbrennen liess und den berühmten Sack nicht zuschnürte. files/bildarchiv/galerie-11-12/110828_werder2_women1/110828_werder2_women1_06.jpgTrotz der Personalprobleme vergab Holstein zwei sichere Punkte. So überwog am Ende beim Zweitliga-Absteiger Holstein doch mehr die Enttäuschung denn die Tatsache mit reduziertem Kader einen Punkt vom Platz 12 am Weserstadion entführt zu haben.

Rechtes Bild: Offensivspielerin Eda Kahveci (re.) spielte ob der Personalnot auf der linken Abwehrseite.

Werder Bremen II: Nina Egbers – Mirja Budde, Lara Möhlmann, Ylenia Sachau, Merle Liebs – Carina Menke (63. Vanessa Lorenz), Leonie Kempin, Saskia Bohling (63. Ann-Christin Bopp), Katharina Haar – Cindy König (71. Alina Liesigk), Sukai Sara Jobe

Holstein Women: Victoria Bendt – Eda Kahveci, Julia Kibbel, Marie Becker, Emine Ibrahimi – Kati Krohn, Janna Schäfer, Stephanie Hofmann – Tabea Lycke, Tina Hild, Joy Grube

Schiedsrichter: Christin Naujoks (Hamburg)

Zuschauer: 45

gelbe Karte: König

Tore: 0:1 Hild (31.), 1:1 Haar (73.)

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