Werder Bremen - Holstein Woman 2:0 (1:0)

Krause vergibt kurz vor Schluss Handelfmeter

Die Holstein Woman haben in der 2. Frauen-Bundesliga Nord erneut einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei Werder Bremen unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Christian Fischer mit 0:2.

Das Team von Holger Stemmann gewann verdient und schickte Holstein Kiel noch tiefer in den Abstiegsstrudel der 2. Frauen-Bundesliga Nord. Die "Holstein Woman" hatten auf Platz 12 am Bremer Weserstadion nach der Gedenkminute für die Opfer der Katastrophe in Japan völlig die Orientierung verloren. Eine in allen Belangen überlegene Bremer Elf nutzte die konfuse Defensivleistung der Gäste zu einigen Chancen. Werder, längst in sicheren Gefielden der 2. Liga, spielte so, als ob es noch um viel ging. Aggressiv, in Ballnähe eng an den Gegenspielerinnen und zweikampfstärker dominierten die Grün-Weißen. Vor allem die einzige nominelle schnelle Spitze Maren Wallenhorst bereitete den Kielerinnen immense Probleme. Den Störchinnen fehlte es an vielen Grundlagen des Fussballspiels wie das Ein-mal-Eins  im Zweikampf oder im Passspiel. Mit wenig Aufwand (Laufarbeit) war in Bremen nichts zu gewinnen. Eine einzige Möglichkeit durch Hild, die im finalen 1zu1-Duell es mit einem Schuss aus 30 Metern probierte, war sehr mager.

Nach dem Wechsel zeigte Holstein Kiel mehr Engagement, um aus dem Tief heraus zu kommen. Werder Bremen zog sich etwas mehr zurück, um mit gefährlichen Kontern über die schnelle Wallenhorst die Entscheidung herbei zu führen. In der 69. Minute war es somit: Wallenhorst war durch und umspielte auch noch die an diesem Tage gut spielende Torfrau Eva Ravn. Holsteins Aufbäumen blieb fruchtlos, da man die Defensive der Bremer nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte, Vor allem das fehlerhafte Passspiel in der Offensive, entsprechende Laufwege und die richtige Ballzirkulation in der gegnerischen Hälfte zeigten die Probleme der Holsteinerinnen auf dem Platz. Neben dem Verlust der drei Punkte musste auch noch Justine Pank mit einer Verletzung am linken Knie ausgewechselt werden. Die chronische Verletztenmisere, eine weitere grosse Problematik in dieser Saison neben dem Platz. Trotz des Bemühens reichte es nach dem Seitenwechsel nicht mehr. Zumal auch noch Christina Krause in der 86. Minute mit einem kläglich vergebenen Handelfmeter den letzten Hoffnungsschimmer verglühen liess.

„Verdient verloren“, lauteten die ersten Worte von Cheftrainer Christian Fischer nach dem enttäuschenden Spiel, „insgesamt müssen wir alle mindestens 2 Schippen drauflegen, um unser Ziel zu erreichen.“ Das Ziel, das heisst nun Platz 10. Gleichbedeutend mit dem Relegationsplatz, der nach Beendigung der Saison zu zwei entscheidenden Spielen um den Klassenverbleib gegen den Tabellenzehnten der 2. Frauen-Bundesliga Süd führt.

Werder Bremen: Jennifer Martens - Eva-Marleen Votava, Josefine Holsten (88. Ann-Christin Bopp), Kea Eckermann, Mira William - Katharina Haar (55. Katharina Hamann), Lea Notthoff, Lisa-Marie Scholz, Liva Zunker, 

Cindy König - Maren Wallenhorst

Holstein Kiel: Eva Ravn - Jeska Danielsen, Rachel Pashley, Tessa Schildt, Martina Pulkis - Kati Krohn, Julia Weigel, Rachel Jakubowski, Joy Grube - Tina Hild, Justine Pank (40. Christina Krause)

Schiedsrichter: Corinna Feldmann (Wietmarschen)

Zuschauer: 151

Gelbe Karten: Zunker - Schildt

Tore: 1:0 Zunker (13.), 2:0 Wallenhorst (69.)

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