VfL Wolfsburg - U17 Holstein Women 1:0 (0:0)

Wenige Sekunden fehlten am Punktgewinn beim Favoriten

Die U17 der Holstein Women unterlag beim aktuellen Tabellenzweiten VfL Wolfsburg mit 0:1 (0:0). Die Mannschaft von Cheftrainerin Sabrina Eckhoff musste dabei den einzigen Gegentreffer in der in der vorletzten Spielminute hinnehmen.

Dabei bot die stark ersatzgeschwächte und damit extrem verjüngte Mannschaft, insgesamt fehlten aus unterschiedlichen Gründen 8 Spielerinnen, eine sehr gute Leistung. Wolfsburg wurde von der ersten Minute an unter Druck gesetzt, die gegnerische Stürmerin und Doppel-6 schon bei der Ballannahme gestört und so viele Ballgewinne durch aggressives Pressing provoziert. „Mit unserer forschen und aggressiven Art haben wir Wolfsburg anscheinend überrascht, die dachten, dass wir eine einfache Aufgabe sind“, so Sabrina Eckhoff zur Anfangsphase. Spielerisch und auch kämpferisch kauften die Störche den Wölfinnen in der 1. Halbzeit den Schneid ab, obwohl die im Schnitt um ein Jahr älteren Wolfsburgerinnen optisch körperlich deutlich überlegen waren. Exemplarisch dafür die erst 13-Jährige Mira Brix, die in ihrem ersten Bundesligaspiel von Beginn an durch Spielwitz, Ballgewinne und gute Laufwege glänzte. So erspielte man sich ein Übergewicht in der ersten Halbzeit und Chancen die leider nicht genutzt wurden.

Nach der Pause kam Wolfsburg, bedingt durch die Umstellung von Johanna Tietge auf die 6er-Position, besser ins Spiel. Doch steckten die Holsteinerinnen nicht auf und hielten weiter mit ansprechendem Fußball und kämpferisch einwandfreier Einstellung dagegen. Man merkte jedoch, dass bei den jungen und mit vier angeschlagenen in die Partie gegangenen Spielerinnen langsam die Kräfte schwanden. In dieser Phase verletzten sich die beiden 6erinnen Lena Frydrych (Rippe) und Janne Wensien (Knöchel) so schwer, dass sie ausgewechselt werden mussten. Doch auch die eingewechselten Maj Sandmann und Annika Hintz fügten sich gut ein, und man versuchte durch schnelle Angriffe für Entlastung zu sorgen, was gelang und zu weiteren Chancen führte. In der 79. Minute dann jedoch das ungerechteste, was in so einem Spiel passieren kann. Wolfsburg gelingt nach einer Ecke in der letzten Minute das 1:0-Siegtor.

„Wir haben vorher über gewisse taktische Dinge sowohl im Arbeiten gegen den Ball als auch in unserem Spielaufbau gesprochen, die zu 100% von den einzelnen Spielerinnen umgesetzt wurden. Ich bin heute sehr zufrieden mit jeder Spielerin! Wie sie sich auf und auch neben dem Platz, einschließlich der mitfahrenden nicht spielenden Spielerinnen, präsentiert haben, ist in der jetzigen Situation bemerkenswert. Andere Mannschaften sind in so einer Phase der Saison verunsichert. Aber die Mädels sind dadurch nur noch enger zusammengerückt und haben heute eine für die Umstände grandiose Leistung gezeigt. Dass diese nicht belohnt wird und wir mit Janne Wensien eine zusätzliche Leistungsträgerin länger ersetzen müssen, ist natürlich sehr bitter. Aber mit dieser Einstellung und diesem Einsatz wird es auch für Werder Bremen nächste Woche gegen uns ein schweres Spiel“, zieht Eckhoff ein positives Fazit.

VfL Wolfsburg: Manon Klett, Katharina Runge, Kira-Julischka-Frieda Reuter, Johanna Tietge, Vivian-Lea Wejner (31. Maren Henze), Chiara Epifani (41. Sarah Adolph), Nina Thieß, Maria-Joelle Wedemeyer, Ronja Riemer, Svenja Schrader, Sara Djerlek (41. Franziska Tux)

U17 Holstein Women: Lena Kloock - Elena Kern, Vanessa Voss, Rieke Simson, Anna Becker – Lena Frydrych (57. Maj Sandmann), Janne Wensien (68. Annika Hintz) – Mira Brix, Selina Amrein, Anna Peters - Svenja Körner

Schiedsrichter: Melanie Göbel assistiert von Britta Schnütgen und Anna-Lena Kopanischen

Tore: 1:0 Runge (79.)

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