U17 Women - USV Jena 0:5 (0:2)

Nilges und Co wieder mit Personalnot, aber kein Sieg

Kapitänin Samanta Carone im Zweikampf gegen Jenas Maxi Krug (re.).
Kapitänin Samanta Carone im Zweikampf gegen Jenas Maxi Krug (re.).

Nachdem Holsteins U17-Juniorinnen am vergangenen Wochenende trotz erheblicher Personalprobleme einen Sieg einfahren konnten, blieben die Punkte gegen den Tabellenzweiten diesmal aus. Trotzdem überzeugte Kiels erneut stark ersatzgeschwächte und junge Elf durchaus, letztlich gaben aber das eiskalte Ausnutzen Kieler Fehler den Ausschlag für die reiferen Internatsschülerinnen, die damit ihren zweiten Tabellenplatz festigten. Holstein dagegen steht nach dem zeitgleichen 6:1-Sieg des Hamburger SV gegen den FFC Neubrandenburg und drei Punkten Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz vor einem „heißen“ April.

Torhüterin Lena Kloock als Angreiferin Dabei begannen die erneut mit nur elf Spielerinnen und Torhüterin Lena Kloock im Sturm agierenden Gastgeberinnen genau nach Plan. Jena wenig Raum bieten, körperlich dagegen halten und nach Ballgewinn und mit schnellem Kurzpassspiel sicher kombinieren lautete die von den Trainerinnen ausgegebene Devise.

Linkes Foto: Torhüterin Lena Kloock (re.) agierte ob der immensen Personalnot wie eine Woche zuvor in Meppen als Alleinunterhalterin im Angriff.

Und bereits in der 25. Minute wäre diese Taktik beinahe aufgegangen. Nach einer schnellen Passfolge durchs Zentrum lief Janne Wensien alleine auf die Torhüterin Vanessa Fischer zu, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Der Knackpunkt der Partie, wie sich herausstellen sollte, denn Jena erzielte nur 7 Minuten später den Führungstreffer aus zentraler Position mit einem Fernschuss und nur 2 Minuten später erhöhte man sogar auf 2:0.

Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine, aus der die Holsteinerinnen zwar wach aber mit Unglück kamen. Nach zwei Ecken hieß es drei Minuten nach Wiederbeginn plötzlich 0:4. „Wir wussten, dass Jena körperlich dominant und uns überlegen ist. Da sind gerade Standards insbesondere Ecken natürlich ein Pfund, das sie sehr clever ausgenutzt haben“, so Eckhoff, die den Spielerinnen dabei aber keinen Vorwurf machen kann. „Mit etwas Glück landen beide Abpraller nach der Ecke nicht beim Gegner, sondern bei uns, aber dieses Glück hatten wir heute eben nicht. Natürlich müssen wir uns in den Situationen, die zur Ecke führen aber cleverer verhalten. Das ist ein Lernprozess den wir gehen.“ So war kurz nach der Halbzeitpause bereits eine Entscheidung gefallen. Die U17 steckte in der Folgezeit jedoch nicht auf, sondern spielte durchaus in Ansätzen ansehnlich und mit viel Engagement und Biss zu Ende, musste jedoch nach einem schönen Solo von Anna Marie Krafcyk noch den 5. Gegentreffer einstecken.

„Ein verdienter Sieg für Jena, aber wenn wir unsere Chance zu Beginn nutzen, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen. So können wir auf der Leistung aufbauen, haben ab nächster Woche gegen den VfL Wolfsburg durch das Ferienende wieder mehr taktische Möglichkeiten und sind heiß auf die letzten vier Spiele der Bundesligasaison, in denen es sicherlich noch äußerst spannend zugehen wird“, zieht Eckhoff ein durchaus positives Fazit der Osterferien und damit der letzten beiden Spiele.

U17 Holstein Women: Nadine Nilges - Elena Kern, Annika Hintz, Rieke Simson, Marie Peters – Janne Wensien, Samanta Carone – Lena Frydrych, Julia Hoppe, Anna Peters – Lena Kloock

FF USV Jena: Vanessa Fischer - Marie Ludwig, Sophia Löser, Celine Schöppe (63. Jule Fuldner) - Mirjam Topf (47. Julia Rößner), Lina Hausicke, Madlen Frank (53. Anja Heuschkel), Maxi Krug, Linda Preuß (69. Anne Hecker) - Anne Güther, Anna Krafczyk

Schiedsrichter: Anna-Kristin Mielke (Hamburg)

Assistenten: Sarah Dubiel // Janine Shannon Piochacz

Zuschauer: 61

Gelbe Karten: -

Tore: 0:1 Krug (31.), 0:2 Preuß (34.), 0:3 Preuß (45.), 0:4 Preuß (47.), 0:5 Kafcyk (73.)

Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

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