U17 Women - Hamburger SV 0:2 (0:1)

Gesicherte Eckhoff-Elf unterliegt am letzten Spieltag HSV

Die Abwehr von Holstein Kiel hatte am Samstag viel Arbeit zu erledigen.
Die Abwehr von Holstein Kiel hatte am Samstag viel Arbeit zu erledigen.

Die 0:2-Niederlage gegen den Tabellenneunten und Absteiger Hamburger SV am letzten Spieltag hatte für die U17-Juniorinnen von Holstein Kiel keine negativen Folgen. Eine Woche zuvor gelang der Mannschaft von Sabrina Eckhoff mit dem 4:0-Heimsieg im Nachholspiel gegen den Tabellenletzten 1. FC Neubrandenburg der vorzeitige Klassenerhalt. Der Hamburger SV entführte verdient drei Punkte von der Kieler Waldwiese. In einer Begegnung, in der es um die goldene Ananas ging. Die U17-Jungstörchinnen belegten somit in der Premierensasion der B-Juniorinnen Bundesliga den achten von zehn Plätzen.

Zwar hatte man sich vor dem Spiel entsprechend eingestimmt, schließlich war es in dieser Konstellation das letzte Punktspiel für viele Spielerinnen, doch es sollte anders kommen. Bereits zu Beginn wurde deutlich, wer heute den besseren Fußball spielt und das waren keineswegs die bereits vor dem Abstieg gesicherten Kielerinnen. Zu weit weg von den Gegnern, ungenaues Passspiel und häufig hohe ungezielte Bälle Richtung Spitze ließen so manchen Zuschauer zweifeln, wie man am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt erzielen konnte. Der Gegner hingegen war trotz des Abstiegs voll motiviert, spielte für seine erst vor 2 Tagen entlassenen Trainerinnen und zeigte, was man mit vollem Einsatz auf schwierigem Boden für Fußball spielen kann. So erzielten sie nach einem Eckball in der 35. Minute verdient die Führung, die sie zuvor bereits ein paar Mal ausgelassen hatten. Mit diesem Ergebnis und noch einer 100%igen Hamburger Chance, die nicht genutzt wurde, ging es in die Halbzeit.

Auch wenn dort deutliche Worte fielen und die Spielerinnen mit dem Willen, den Schalter umzulegen aus der Kabine kamen, wurde das Spiel der Holsteinerinnen nur phasenweise besser. So nutze der HSV in der 50. Minute abermals eine Mischung aus unglücklichem und inkonsequentem Abwehrverhalten der Kielerinnen, um die Führung auf 2:0 auszubauen. Erst danach schaltete Holstein einen Gang hoch. Bedingt durch eine Umstellung auf 3er-Kette und eine zweite Stürmerin versuchte man noch einmal mehr Druck auf das Hamburger Tor zu entwickeln. Doch außer einer Großchance durch Samanta Carone waren an diesem Tag keine gefährlichen Angriffsaktionen zu verzeichnen.

„Ein Spiel, das ich ganz schnell abhacken möchte. Mir tut es sowohl für die Zuschauer als auch für die Mädels selbst leid, dass sie nicht in der Lage waren, sich positiver aus der Bundesliga Saison zu verabschieden und sich für den Klassenerhalt mit einem guten letzten Spiel zu belohnen. Wir müssen einfach hinnehmen, dass wir in dieser Form und diesem schlechten Fußball dem HSV ganz klar unterlegen waren und dieser vollkommen verdient gewonnen hat. Spritziger, handlungsschneller und mit mehr Willen wurden wir überrollt. Es spiegelt aber auch wider, warum wir dort unten die Saison über überhaupt standen. Der verletzungsbedingte Ausfall von zahlreichen Leistungsträgern wiegt schwer, aber besonders den Ausfall der noch zur Verfügung stehenden Leistungsträger auf dem Platz können wir nicht kompensieren“, so Cheftrainerin Sabrina Eckhoff zum Spiel. "Wir sind einfach froh, dass die Spielerinnen am 14.05. im Kreispokalhalbfinale noch mindestens ein gemeinsames Spiel haben. Denn gemeinsame drei Jahre in dieser Form zu beenden, wäre einfach schade und wird dem von Ihnen in den Jahren gemeinsam Geleisteten auch nicht gerecht“, so das Trainerduo Eckhoff/Grube abschließend.

Holstein Kiel: Lena Kloock - Anna Becker (41. Julia Hoppe), Rieke Simson, Annika Hintz (60. Svenja Körner), Elena Kern - Samanta Carone, Laura Freigang, Janne Wensien, Marie Peters - Lena Frydrych

Hamburger SV: Lela-Celin Naward (75. Julia Möller), Alina Wachter, Lukne Bangardaviciute, Mathilda Weisser, Hannah Diekhoff, Alicia Sirotzki (63. Lara Kunitz), Michelle Kretzschmar (73. Do Phuong Uyen Le), Evelyn Holst (73. Laura Fischer), Anika Michel, Josefin Lutz, Janita Obi

Schiedsrichter: Mirka Derlin (Bad Schwartau)

Assistenten: Johanna Ahlrichs // Antje-Kathrin Willert

Zuschauer: 73

Tore: 0:1 Bangardaviciute (30., Video), 0:2 Lutz (50., Video)

Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

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