TSV Russee - U23 Holstein Women 3:6 (1:2)

Die Frauen der U23 der Holstein Women konnten in dem richtungsweisenden Kieler Derby dem Tabellennachbarn vom TSV Russee verdient drei wichtige Punkte entführen und haben dadurch wieder Anschluss an das Mittelfeld der Schleswig-Holstein-Liga gefunden.

Die Partie bot allerdings den Zuschauern gerade in der ersten Halbzeit sehr schwere Kost. Auf dem nicht einfach zu bespielenden Rasen unterliefen beide Teams individuelle Fehler und Fehlpässe am Fließband – es kam kaum eine Passfolge von mehr als drei Spielerinnen zustande. Trotzdem gelang es beiden Teams durch das jeweilige schlechte Defensivverhalten des Gegners Torchancen zu erspielen. So verpassten auf Holsteiner Seite Werbke und Saine in der 2. und 14. Minute aus guter Einschussposition den Führungstreffer zu erzielen. Auf der anderen Seite kam aber durch Inkonsequenz der Abwehr auch Russee zu Chance, die nicht genutzt wurden. In der 26. Minute entfloh Werbke zum wiederholten Male ihrer Gegenspielerin und traf zum 0:1, was nur fünf Minuten später durch das 1:1 wieder egalisiert wurde. Das Spiel plätscherte weiter ohne jegliche Struktur vor sich hin und Chancen durch Saine und eine Großchance mit Pfostentreffern von Russee wurden nicht genutzt, bevor Ramirez-Méndez zum 1:2-Halbzeitstand einschob.

Nach der Halbzeit fanden die Holsteinerinnen endlich zu ihrem Spiel und nutzen ein ums andere Mal die zu hoch stehende Defensive der Russeerinnen und trafen innerhalb von 5 Minuten durch Stelck, Werbke und Eckhoff zum 1:5, was gleichzeitig die klare Vorentscheidung bedeutete. Doch Russe steckte nicht auf und kämpfte tapfer weiter, was mit dem 2:5 belohnt wurde. Doch Eve Saine stellte mit 2:6 den alten Torabstand wieder her. In der Schlussphase gelang auch Tessa Schildt, der ehemaligen Holstein-Spielerin, ihr Ehrentreffer zum 3:6-Endstand. „Es war wichtig, dass wir hier heute klar und verdient die drei Punkte mitgenommen haben. Wir arbeiten aber alle in der Defensive noch nicht genug und lassen einfach zu viele Torchancen zu. Dafür klappt es momentan vorne um so besser – 11 Tore in den letzten zwei Spielen zeigen, dass wir uns in dem Bereich sehr stark verbessert haben. Das Team kann stolz sein, sich nach der ersten sehr schlechten Halbzeit gefangen zu haben. Allerdings müssen wir dazu kommen, unser Leistungspotenzial über 90 Minuten abrufen zu können“, zeigt sich Chef-Trainerin Svenja Nefen zwar zufrieden, aber nicht euphorisch.

TSV Russee: Gaby Ecksmann - Goentje Erichsen, Tessa Schildt, Cathrin Pochert, Carolin Schuhmann, Claudia Selch, Femke Thede, Nadine Herrnsdorf (63. Jana Gruel), Saskia Gnutzmann (63. Jessica Schnürle), Katja Schneider, Sandra Schomann (70. Svea Hübner)

U23 Holstein Women: Fredericke Borreck - Alena Imgrund ((74. Alina Lycke), Louisa Brauer, Sandra Mueller, Finja Ewering - Sabrina Eckhoff, Ymilse Ramirez-Méndez (65. Janne Fechner), Selina Dittrich - Eve Saine, Christina Werbke, Iytte Stelck (68. Svenja Jensen)

Schiedsrichter: André Röpke (TSV Kronshagen)

Zuschauer: 50

Tore: 0:1 Werbke (26.), 1:1 Selch (32.), 1:2 Ramirez-Méndez (42.), 1:3 Stelck (56.), 1:4 Werbke (57.), 1:5 Eckhoff (59.), 2:5 Schomann (67.) , 2:6 Saine (72.), 3:6 Schildt (85.)

Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

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