Holstein Women - SF Wüsting-A. 1:1 (1:1)

Störchinnen vergeben Meisterschaftselfmeter

Die Holstein Women haben im Titelkampf in der Frauen-Regionalliga Nod vor den letzten zwei Spieltagen die Fast-Meisterschaft verpasst. Gegen die abstiegsbedrohten Gäste von den SF Wüsting-Altmoorhausen kam die Mannschaft von Cheftrainer Christian Fischer nicht über ein 1:1 hinaus und bleibt mit vier Punkten Vorsprung vor Bergedorf 85 an der Tabellenspitze. 

Dabei starteten die Kielerinnen mit einer Hiobsbotschaft ins Rennen. Stammtorhüterin Victoria Bendt zog sich beim Warmmachen eine Zerrung in linken Oberschenkel zu. Dafür rückte Stefanie Mohr zwischen die Torpfosten. Auf dem grünen Rasen ging es für Holstein gleich mit Volldampf  in Richtung der Gäste los. Christina Krause traf zum 1:0 für die Kielerinnen, die damit zum 15. Mal in Folge mindestens ein Tor erzielten. Dass es nicht mehr wurden, lag anschließend an der sehr mangelhaften Chancenverwertung von Holstein Kiel.In der Folgezeit herrschte mehrmals Tohuwabohu im Strafraum der mit Mann und Maus verteidigenden Mannschaft des Ex-Profis Ralf Eilenberger. Doch der Ball wollte bei Chancen für Krohn, Krause, Kibbel, Hofmann und weiteren Spielerinnen einfach nicht über die Torlinie. Die gute Vorstellung der Holstein Women hatte somit nach einer halben Stunde nur ein Manko: das zu knappe 1:0. Mit einem bittern Nachgeschmack in der 33. Minute. Nach einem vermeidbaren Fehler im Aufbauspiel im Mittelfeld landete der Ball in der Hälfte der Kielerinnen. Wüstings Goalgetterin Maren Genke schaltete am schnellsten und war mit einem Heber aus 35 Metern über die an der Strafraumgrenze postierte Keeperin Mohr mit ihrem 7. Saisontreffer zum 1:1 erfolgreich. Ein mehr als schmeichelhaftes Ergebnis aus Sicht der Gäste zu diesem Zeitpunkt. Die Sportfreunde, die im ersten Abschnitt kaum über die Mittelliniue kamen, bestraften mit ihrer einzigen Torchance die fahrlässige Chancenverwertung der Gastgeber. Diese Begegnung erinnerte somit an das Halbfinal-Hinspiel in der Champions-League zwischen Chelsea und dem FC Barcelona.

Nach dem Seitenwechsel gab es für Wüstings Coach Eilenberger keinen Grund, an der Taktik etwas zu ändern. Der Tabellenelfte stand weiterhin tief gestaffelt in der eigenen Hälfte und klammerte sich weiterhin an der von der ersten Minute an gestarteten Manndeckung. Mit dem feinen Unterschied, dass in der 2. Halbzeit die Niedersachsen 3, 4 sehr gefährliche Konter starteten. Ein 1:2 aus Sicht von Holstein wäre natürlich des Guten zuviel gewesen, aber im Bereich des Möglichen. Das eigene Spiel des Tabellenführers besass nicht mehr den großen Druck der ersten 45 Minuten auf das Gehäuse der sicheren Torhüterin Berrit Kienelt, war aber von optischer Überlegenheit belegt. Dennoch gab es genug ausbaufähige, aber auch torgefährliche Situationen für Holstein Kiel für einen verdienten Sieg. Da aber die Bemühungen der Eilenberger-Elf trotz der kräfteraubenden Spielweise nicht nachliessen, tat sich Holstein Kiel - mit aller Macht angreifend - schwer, das dicht gestaffelte Abehrbollwerk klar auszuhebeln. "Wir würden gerne einen Punkt aus Kiel mitnehmen", wünschte sich Ralf Eilenberger vor dem Anpfiff. Am Ende war das 1:1 trotz der diversen Chancen für Kiel nicht unverdient für Wüsting-Altmoorhausen. Mit einer mehr als engagierten Spielweise und einer großen Portion Glück ging der Wunsch also in Erfüllung. 

Am kommenden Wochenende stehen die SF Wüsting-Altmoorhausen vor einem Endspiel im Abstiegskampf. Im Heimspiel gegen den VfL Oythe sind drei Punkte Pflicht. Genauso für den Tabellenzweiten FC Bergedorf, der zuhause gegen Holstein Kiel gewinnen muss, um die letzte Chance auf den Titel in der Frauen-Regionalliga Nord zu wahren.

Holstein Women: Stefanie Mohr – Gyde Fuhrmann, Julia Kibbel, Marie Becker, Emine Ibrahimi – Kati Krohn, Sarah Begunk, Jana Schäfer (62. Louisa Brauer) – Joy Grube (69. Eda Kahveci), Christina Krause (77. Franka Röder), Stephanie Hofmann

SF Wüsting-Altmoorhausen: Berrit Kienelt, Celina Reinkober, Karen Bisanz (80. Lisa Oberbeck), Jessica Gäbe, Natscha Helms (89. Ina Eilers), Jennifer Corssen (90. Nicole Poker) , Marion Saathoff, Lena Funke, Sarah Hedenkamp, Caroline Engler

Schiedsrichter: Tanja Petersen (SV Peissen) mit insgesamt guter Spielleitung

Assistenten: Nicole Zabinski (TSV Nordhastedt), Hanna Koch (SV Heiligenstedtenerkamp)

Zuschauer: 101

Tore: 1:0 Krause (8.), 1:1 Genke (33.)

Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

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