Holstein Women - Herforder SV 1:3 (0:2)

Fischer-Team kann trotz Niederlage noch hoffen

Holstein zeigte einen guten Kampf, war aber den sehr spielstarken Gästen aus Herford unterlegen. In dieser Szene klärt Joy Grube artistisch.
Holstein zeigte einen guten Kampf, war aber den sehr spielstarken Gästen aus Herford unterlegen. In dieser Szene klärt Joy Grube artistisch.

Im letzten Heimspiel der Saison 2012/13 in der 2. Frauen-Bundesliga Nord unterlag Kellerkind Holstein Kiel dem Favoriten Herforder SV mit 1:3 (0:2). Am Erfolg der Gästemannschaft gab es keinen Zweifel. Die Elf von Trainer Jürgen Prüfer zeigte modernen (Angriffs)Fußball und hat im Aufstiegsrennen mit dem BV Cloppenburg, den man am letzten Spieltag empfängt, bei zwei ausstehenden Partien inklusive einem Nachholspiel für beide Teams vier Punkte Rückstand. Auch die Mannschaft von Holstein-Cheftrainer Christian kann noch hoffen, dem direkten Abstieg zu entspringen. Die Kielerinnen liegen einen Punkt hinter dem SV BW Hohen Neuendorf. Hohen Neuendorf, mit einem Spiel weniger auf dem Relegationsplatz zehn rangierend, unterlag dem FFC Oldesloe mit 0:1. Die Hohen Neuendorfer treffen im Nachholspiel am kommenden Wochenende auf den BV Cloppenburg und reisen am letzten Spieltag zu Turbine Potsdam II. Holstein Kiel ist am Finaltag bei Werder Bremen zu Gast.

Wie schwer es in Bremen werden wird, kann man erahnen, wenn man sieht, dass die Werderanerinnen gegen Herford vor 2 Spieltagen 2:0 gewonnen haben. Dabei ist Herford eine kompakte, spielstarke Mannschaft, die am heutigen Sonntag mit gesundem Selbstvertrauen gegen unsere Women auf der Waldwiese angetreten sind. Trotzdem gelang es Kiels Joy Grube, nach langem Pass ein erstes kleines Zeichen zu setzen, ihr Torschuss wurde von der starken Herforder Torfrau gehalten (7.). Holstein setzte auf  Kampf, gewann auch viele Zweikämpfe, konnte aber nichts Konstruktives daraus machen. In der 22. Minute Zuspiel von Sarah Begunk auf Jana Leugers, die gegnerische Torhüterin war einen Tick früher am Ball. Eine muntere Partie, Holstein ließ den Tabellendritten nicht zum gewohnten und gefährlichen Kurzpassspiel kommen, trotzdem ging Herford in der 29. Minute nach einer Flanke von links durch ein unglückliches Eigentor der Women in Führung. Die Kielerinnen kämpften weiter, ließen sich nicht beirren, es stand ja auch einiges auf dem Spiel. Es war schwer, die schnellen, wendigen und offensiven Herforderinnen in Schach zu halten. Wieder eine gefährliche Flanke von links, Holstein kann den Ball nicht schnell genug aus dem Strafraum befördern, eine Herforderin ist aggressiver am Ball, spitzelt ihn der bereitstehenden Anna Laue zu, die sich nicht zweimal bitten lässt und eiskalt zum 0:2 verwandelt (36.).

In der zweiten Halbzeit agiert Kiel offensiver, will sich nicht mit dem Ergebnis zufriedengeben. Dadurch eröffnen sich natürlich Kontermöglichkeiten für die Gäste: In der 58. Minute überläuft Herfords Guistina Ronzetti die weit herausgerückte Holsteiner Abwehr und erhöht unhaltbar zum 0:3. Aber Kiel gibt sich immer noch nicht geschlagen. Kapitänin Joy Grube kann sich in der 66. Minute durchsetzen, leider gehalten. 3 Minuten später wieder Joy Grube, die auf Emine Ibrahimi ablegt, auch deren Schuss konnte Herfords Schlussfrau abwehren. Die Women versuchten, den Anschlusstreffer zu erzielen, mussten aber noch eine Schrecksekunde erleben, als Herfords Anna Laue kurz über das Kieler Tor schoss (83.). Jana Leugers war es dann, die sich in der 87. Minute durchsetzen konnte und allein vor Herfords Torfrau Kiel zum verdienten Ehrentreffer verhalf.

Cheftrainer Christian Fischer: "Die Gegentore sind durch individuelle Fehler selbst verschuldet worden, wir haben dadurch den Gegner stark gemacht. Ab der 55. Minute haben wir vernünftig nach vorn Fußball gespielt, uns einige Torchancen erarbeitet und dadurch verdient das Tor geschossen."

Holstein Kiel: Vicotria Bendt - Kati Krohn, Marie Becker, Annika Bahr, Stephanie Hofmann (78. Louisa Brauer) - Patrycja Pasieka (52. Laila Auerochs), Levke Walczak, Sarah Begunk, Jeska Danielsen (54. Ibrahimi), Joy Grube - Jana Leugers

Herforder SV: Sonja Speckmann, Kylla Sjöman, Frederike Schaaf (57. Lena Göllner), Lena Hackmann (71. Svenja Burkhardt), Lena Schulte, Jennifer Voss, Lena Wermelt, Lisa Lösch, Anna Laue, Giustina Ronzetti, Kirsten Nesse (62. Deniz Harbert)

Schiedsrichter: Imke Lohmeyer (Holtland)

Assistenten: Mareike Glensk (Berlin) // Sarah Wilms (Sedelsberg)

Zuschauer: 93

gelbe Karten: Walczak (80.) - keine 

Tore: 0:1 Becker (29. Eigentor, Video), 0:2 Laue (36., Video), 0:3 Ronzetti (58., Video), 1:3 Leugers (89., Video)

Hier gibt es mit einem Klick das Stadionmagazin zum Spiel gegen den SV BW Hohen Neuendorf und Herforder SV.

Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

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