Holstein Women - FFC Oldesloe 0:2 (0:1)

Riesen-Rückschlag für Störchinnen im Abstiegskampf

Holstein Kiel suchte vergeblich den erfolgreichen Anfang im Kellerduell.
Holstein Kiel suchte vergeblich den erfolgreichen Anfang im Kellerduell.

Die Frauen von Holstein Kiel befinden sich nach dem 0:2 (0:1) gegen den FFC Oldesloe im tiefen Tal der Enttäuschung und Trauer. Mit einem Sieg gegen das Schlusslicht der 2. Frauen-Bundesliga Nord wollte die Mannschaft von Christian Fischer einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf machen. Doch der Tabellenvorletzte aus Kiel zeigte eines seiner schwächsten Saisonvorstellungen und war nie in der Lage, den FFC im schleswig-holsteinischen Landesderby ernsthaft zu gefährden. Der Landesrivale aus Oldesloe, der ohne seinen erkrankten Trainer Michael Clausen nach Kiel angereist war, siegte hochmotiviert und verdient mit 2:0 in der Landeshauptstadt. Dabei zeigte der bereits ob fehlender Bewerbung bereits als Absteiger feststehende FFC Oldesloe die Tugenden, die man auf Seiten von Holstein Kiel sehnlichst vermisste. Aggressiv, kampflustig, zweikampfstärker, frischer in den Aktionen und weitaus ballsicherer entführte der Gast die Punkte vom nördlichsten Zweitligisten.

Dabei begann die Partie durchaus sehenswert, auch was die Kieler Aktionen betraf. Ein schnelles Spiel entwickelte sich, beide Teams versuchten, die Hoheit im Mittelfeld zu erlangen und ihre Stürmerinnen in Szene zu setzen. Und doch waren es die Gäste, die insgesamt etwas wacher waren, eine gut aufgelegte Oldesloer Vera Homp ließ nach langem Zuspiel beide Kieler Innenverteidigerinnen stehen und brachte den Ball unhaltbar im Holsteiner Tor unter (16.). Die Holstein Women steckten nicht auf, so scheiterte in der 26. Minute Sarah Begunk an der Oldesloer Torhüterin, nachdem sie sich nach Zuspiel von Kati Krohn gegen die Innenverteidigung durchsetzen konnte. Gerade mal 2 Minuten später landet eine Flanke der Gäste von rechts bei Oldesloes Madeline Gieseler, deren Volleyschuss gegen die Latte krachte. Insgesamt spielte der FFC konsequenter, setzte Holsteins Team immer mehr unter Druck. Trotzdem hatte Kiels Sarah Begunk den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, als sich in der 31. Minute Jana Leugers rechts bis an die Grundlinie durchkämpfen und ihren Pass in den Rückraum zielgenau vor Sarahs Füße spielen konnte, leider ging der Schuß dann weit übers gegnerische Tor. Dann wieder Oldesloe: Über rechts kommend, ging der Ball Richtung 2. Pfosten, wo Kristin Engel frei stehend ihn an den Pfosten schob (33.). Die letzte sehenswerte Aktion der ersten Spielhälfte in der 36. Minute: Freistoß Kiel aus 20 Metern, ausgeführt von Jana Leugers, Sarah Begunk verlängert mit dem Hinterkopf an den Pfosten.

In der zweiten Halbzeit spielte eigentlich nur eine Mannschaft Fußball und das waren die Gäste aus dem Süden Schleswig-Holsteins. Kiel wirkte konfus, nahm die Zweikämpfe nicht an, brachte kein Aufbauspiel zustande. Fehlpässe und hoch in die Luft abgewehrte Bälle waren an der Tagesordnung. Dagegen waren die FFC-Spielerinnen immer einen Tick eher am Ball, waren insgesamt schneller und spritziger. Es gab nur eine erwähnenswerte Möglichkeit für die Störchinnen, als in der 67. Minute nach Flanke von Jana Leugers Kati Krohn unbedrängt zum Kopfball kam, leider ging dieser über das gegnerische Tor. Immer wieder brachten Oldesloes Vera Homp und Madeline Gieseler Holsteins Abwehr ins Wanken, bis als Konsequenz letztere nach Ballverlust im Spielaufbau das Leder eroberte und im Alleingang zum Endstand von 0:2 einschob (87.). Ein ernüchternder Sonntag für die Women, der den positiven Eindruck vom letzten Heimspiel gegen den FC Lübars vergessen machte!

Cheftrainer Christian Fischer fasste kurz zusammen: "Wir haben verdient verloren, mannschaftlich schlecht gespielt, keine Zweikämpfe gewonnen."

Holstein Kiel: Victoria Bendt - Emine Ibrahimi (67. Jeska Danielsen), Marie Becker, Louisa Brauer, Stephanie Hofmann - Annika Bahr, Sarah Begunk (60. Julia Kibbel) - Joy. Grube, Laila Auerochs (60. Tabea Lycke), Jana Leugers - Kati Krohn

FFC Oldesloe: Jennifer Weber, Ronja Pajonk, Vanessa Hamed, Kristin Engel (81. Julia Weigel), Claudia Wenzel, Carina Wolfgramm, Sandra Runge (55. Kristina Kucharski), Vera Homp, Malin Hegeler, Giana Nicoleit, Madeline Gieseler

Schiedsrichter: Sinem Turac (Berlin)

Assistenten: Saida Barthels (Berlin) // Sabrina Frischmuth (Berlin)

Zuschauer: 107

gelbe Karte: Begunk (42.) - keine

Tore: 0:1 Homp (17., Video), 0:2 Gieseler (87.)

Fotos vom Spiel gibt es hier mit einem Klick.

Video von Nordkick mit den Toren gibt es mit einem Klick hier zu sehen.

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