F. Wellsee - U15 PTSK/Women 0:3 (0:1)

Gelungener Start 2013 für Pannenborg-Team

Betül Korkmaz setzt sich dynamisch gegen die Defensive von Wellsee durch.
Betül Korkmaz setzt sich dynamisch gegen die Defensive von Wellsee durch.

Die SGPTSK/Holstein konnte die Auftaktbegegnung der Rückrunde mit 3:0 gegen die Mädchen von Fortuna Wellsee deutlich für sich entscheiden und bleibt souverän an der Tabellenspitze der Kreisliga Plön.

Nach der langen Winterpause brauchten die Blauen(heute in lilafarbener Auswärtstracht) aus Kiel doch einige Minuten, um "in Tritt" zu kommen und Spielrythmus aufzunehmen. Erschwerend kam hinzu, dass man auf einige Stammspielerinnen verzichten musste. Trainer Kai Pannenborg entschied sich für eine Zweier-Abwehrreihe mit Wienke Jannsen und Pia Rockenmaier, ein kompaktes Mittelfeld mit Luca Templin rechts, Lara Pannenborg zentral, Lisa Poggensee als "6er" und Leonie Raimer auf links. In der Offensive sollten Martha Ruser und Betül Korkmaz von Beginn an für Torgefahr sorgen.

Es entwickelte sich vom Anpfiff an ein Spiel auf ein Tor, auf das der Heimmannschaft aus Wellsee. Meist ging es über die rechte Seite der Kielerinnen, wo sich Luca Templin und Pia Rockemaier einige Male sehenswert vor das gegnerische Gehäuse kombinierten, zunächst ohne zählbaren Erfolg. Die Chancenverwertung war und ist weiterhin ein Manko im Spiel der SG. Vor dem Tor fehlt es oft an Kaltschnäuzigkeit und Übersicht. So dauerte es bis zur 16. Spielminute, bis sich die unermüdlich rackernde Betül Korkmaz über die, wie sollte es anders sein, rechte Seite durchsetzte und den Ball von der Grundlinie quer zu Martha Ruser legte, die aus 3 Metern den Ball zur hochverdienten Führung "abstaubte." Betül Korkmaz ist mit ihrem kraftvollen Spiel ein ständiger Unruheherd in des Gegners Abwehr. Manchmal fehlt es ihren Aktionen noch an Übersicht und dem Blick für die besser postierte Mitspielerin. Hier ist noch Raum für Entwicklung. Weitere Chancen - ein Solo und ein Fernschuss von Lara Pannenborg - blieben ungenutzt oder wurden von der guten Wellseer Torfrau entschärft, die so ihre Farben im Spiel hielt. Auf der Gegenseite konnte sich Lis Pirotton im Tor der SG in Halbzeit 1 zwei Mal stark in Szene setzen, mehr Gelegenheiten um sich auszuzeichnen ließ ihre Abwehr nicht zu. Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff drängte die SG in den ersten Minuten von Halbzeit 2 auf den zweiten Treffer. Doch durch einige Ungenauigkeiten und unnötige Ballverluste im Spielaufbau der SG kam nun die Heimmannschaft aus Wellsee stärker auf und konterte gefährlich. In dieser Phase des Spiels war es besonders Lisa Poggensee, die sich als "Fels in der Brandung" zeigte und einige wichtige Zweikämpfe vor dem eigenen Gehäuse gewann. Was dann noch aufs Tor kam, wurde von der starken Kieler Torfrau gehalten, die, wie ihr Gegenüber auf Wellseer Seite, eine starke Partie machte. In der 60. Spielminute fiel dann nach einer Standardsituation der zweite Kieler Treffer. Eine von Pia Rockenmaier getretene Ecke verwertete Betül Korkmaz aus der Halbdistanz zum 2:0 aus Sicht der SG und belohnte sich mit diesem Treffer für eine insgesamt sehr gute Leistung. Pia Rockenmaier, vor der Saison von Rot-Schwarz Kiel ins Team der SG gewechselt, ist bei den Kielerinnen inzwischen zu einer Führungsspielerin gereift. Nicht nur ihre Ecken und Freistöße sind stets brandgefährlich. Auch ihr Passspiel und die Spielübersicht sind hervorzuheben, so ist Pia ein echter Gewinn für das Team. Neben ihr findet auch Luca Templin zu "alter Stärke" und Spielfreude zurück. Wienke Jannsen sorgte kurz vor dem Spielende mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel für den hochverdienten Endstand von 3:0. Auch die nach langer Verletzung wieder ins Team zurück gekehrte Leonie Raimer, der man noch ein wenig die fehlende Spielpraxis anmerkte, wie auch Maja Jens , als noch recht unerfahrene Ergänzungsspielerin, machten ein gutes Spiel.

Fazit: "Nach den vielen Absagen im Vorfeld bin ich mit gemischten Gefühlen nach Wellsee gefahren", so Trainer Kai Pannenborg, "die Mädchen aus Wellsee waren dann auch der erwartet schwer zu spielende Gegner. Das hat man schon im Hinspiel gesehen. Meine taktische Aufstellung mit einem Vierer-Mittelfeld hat sich bewährt, wir haben kaum Chancen zugelassen. In der Offensive haben wir zu viele Chance liegen gelassen, hier werden wir uns aber sicher noch steigern. Insgesamt bin ich mit dem Start in die Rückrunde nach der langen Winterpause sehr zufrieden."

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