Zahlenspiele im "neuen" Holstein-Stadion

Eröffnung der neuen Ost-Tribüne könnte Holstein in neue Zuschauerdimensionen vorstoßen lassen

Die alte und die neue Ostkurve im Holstein-Stadion

Seit 1911 steht das Holstein-Stadion am gleichen Ort. Die Ostkurve hat seitdem zahlreiche Veränderungen erlebt und präsentiert sich nun erstmals mit Bestuhlung und Überdachung. Am Sonnabend um 13 Uhr gegen den SC Paderborn wird die neue Tribüne mit 2.000 zusätzlichen Sitzplätzen geöffnet sein, der Run auf die Tickets ist schon jetzt riesengroß. Durch die Eröffnung des Sitzplatzbereiches steigt die Kapazität des Holstein-Stadions zum Top-Spiel gegen die Ostwestfalen auf insgesamt 15.000 Besucher. Die bauliche Veränderung könnte Holstein in neue Zuschauerdimensionen vorstoßen lassen.

Schon die 13.274 Zuschauer im letzten Heimspiel gegen den FC St. Pauli (2:1) bedeuteten Saisonrekord im Holstein-Stadion und die größte Zuschauerzahl seit dem Wiederaufstieg in die Zweitklassigkeit 2017. Mehr Fans, nämlich 13.500, kamen zuletzt am 15. Oktober 2005 zum Regionalliga-Hit der KSV gegen St. Pauli.

Spannend bleibt die Frage, ob der Kieler Uralt-Zweitligarekord, der seit dem 12. November 1978 bei 15.000 liegt, noch in dieser Saison erreicht werden kann. Damals sahen die Kieler einen 2:1-Sieg gegen Hannover 96.

Der aktuelle Zuschauerschnitt bei Holstein Kiel liegt bei 9.277 Fans. Aufgrund der neuen Ost-Tribüne könnte die 10.000er-Schallmauer – genau wie in der Vorsaison - auch diesmal durchbrochen werden. Im Laufe der Saison 2017/18 passierten durchschnittlich 10.446 Zuschauer die Stadiontore.

Der ewige Rekord stammt aus der Saison 1952/53 in der erstklassigen Oberliga Nord. Stolze 10.533 zahlende Zuschauer sahen damals im Durchschnitt die Heimspiele der Störche. Eine Bestmarke, die die Störche in der kommenden Saison durchaus packen könnten.

Nur eine Bestmarke wird die KSV wohl nie mehr toppen können. Am Karfreitag 1951 erlebte das Holstein-Stadion einen Zuschauerrekord für die Ewigkeit. 30.000 Besucher wollten den HSV live erleben und sahen am Ende ein packendes 3:3.

 

 

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