Den Störchen fehlen zehn Minuten zum Sieg

Würzburger Kickers - Holstein Kiel 1:1 (0:1)

Holstein Kiel nimmt nach einem starken Auftritt einen Punkt aus Würzburg mit. Beim 1:1 vor 8.776 Zuschauern  hatten die Störche lange Zeit durch Steven Lewerenz (31.) geführt, mussten aber in der Schlussphase den Ausgleich von Marco Haller hinnehmen (81.). Die KSV geht damit als Tabellenzehnter ins letzte Saisonspiel gegen Rot-Weiß Erfurt. Die Würzburger Kickers treten das Erbe der Neitzel-Elf an und haben in der Relegation die Chance auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

KSV-Trainer Karsten Neitzel musste im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart II auf die verletzten Tim Siedschlag und Mathias Fetsch (beide Knieprobleme) verzichten, dafür standen Evans Nyarko und Marc Heider zum Anpfiff auf dem Rasen. Zudem kehrte Robin Zentner (private Gründe) für Niklas Jakusch zurück zwischen die Pfosten. 

Den Kickers war zu Beginn eine gewisse Aufstiegsnervosität anzumerken. Die Störche traten munter auf und näherten sich durch Fabian Schnellhardts (14.) Flatterball aus 20 Metern übers lange Kreuzeck dem Tor des FWK. Nach einer Viertelstunde waren auch die Gastgeber präsenter, scheiterten aber nach Nejmeddin Daghfous’ 27-Meter-Freistoß (21.) und Elia Soriano Kopfball (29.) aus kurzer Distanz am glänzenden Robin Zentner. Doch dann kam Kiels Antwort: Marc Heider legte überlegt auf Steven Lewerenz (31.) ab, und der Ex-Würzburger traf nach einem Duell mit Clemens Schoppenhauer trocken zur Halbzeitführung. 

Würzburg kam stürmisch aus der Kabine und wollte den Ausgleich so schnell wie möglich. Die Elf von Trainer Karsten Neitzel zeigte defensiv jedoch eine fehlerlose Leistung. Die Angriffe der Kickers wirkten planlos. So hatten die Störche den Dreier schon fast in der Hand, bis nach dem dritten Wechsel für einen kurzen Moment Unordnung herrschte, die Würzburg eiskalt nutzte: Marco Haller schloss trocken aus 17 Metern zum Ausgleich ab (81.). Mit den jetzt lautstarken Fans im Rücken warfen die Kickers noch einmal alles nach vorne, am Ende hielten die Störche aber mit aller Macht dagegen und nahmen verdient einen Punkt mit.

Uwe Stöver (Geschäftsführer Sport): „Wir haben über 90 Minuten gut gestanden. Die Situation beim 1:1 war ärgerlich. Nächste Woche wollen wir die 50 Punkte erreichen.“

 Stimmen nach dem Spiel

Patrick Kohlmann: „Wir haben im Spiel gegen die beste Rückrundenmannschaft einen Punkt geholt und können zufrieden sein.“

Rafael Czichos: „Wenn man die Tabelle ansieht und nimmt einen Punkt beim Dritten mit, dann kann man eigentlich zufrieden sein. Ich ärgere mich aber riesig über das unnötige Gegentor. Mit einem Prozent mehr Aufwand hätten wir den Dreier mitnehmen können.“

Maik Kegel: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Spielerisch war das nicht so gut, aber trotzdem sind wir in Führung gegangen, haben dann defensiv richtig gut gestanden,  aber doch noch eins bekommen. Mit dem Punkt können wir leben.“

Steven Lewerenz: „Wir haben unglücklich den Ausgleich bekommen nach einem guten Auftritt, ich wünsche den Würzburgern viel Erfolg in der Relegation.“

Karsten Neitzel: „Wir bekommen es gerade gut hin und stehen stabil auf dem Platz – auch wenn man unsere Verletztenliste über die gesamte Saison betrachtet. Mir was es wichtig, dass wir uns so präsentiert haben, wie wir uns präsentiert haben. In der ersten Hälfte sind wir mit viel Aufwand in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Entlastung nicht mehr hinbekommen. Jetzt lautet das Ziel für nächste Woche die 50-Punkte-Marke zu knacken.“

Bernd Hollerbach: „Kiel hat es uns heute nicht leicht gemacht. Wir mussten uns den Punkt hart erarbeiten. Wir hatten große Mühe, Kontrolle zu bekommen. Dann bekommen wir mit der ersten Chance das Gegentor. Wir mussten geduldig bleiben und auf unsere Chance warten, die wir dann genutzt haben. Wir sind in der Relegation, das ist eine riesige Geschichte und ich bin sehr stolz auf den Verein und das, was hier in den letzten zwei Jahren passiert ist.“

Würzburger Kickers: Wulnikowski – Billick (46. Jabiri), Schoppenhauer, Weil, Kurzweg – Fennell, Taffertshofer – Karsanidis (63. Shapourzadeh), Benatelli (46. Haller), Daghfous – Soriano. Trainer: Hollerbach
Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann (67. Sicker) – Lewerenz (56. Schäffler), Nyarko, Kegel, Schnellhardt – Heider (80. Weidlich), Sané. Trainer: Neitzel
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
Tore: 0:1 Lewerenz (31.), 1:1 Haller (81.)
Zuschauer: 8.776

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