Niederlage für die KSV nach 16 Spielen

VfL Wolfsburg II - Holstein Kiel 2:1 (0:0)

Das hätte die Kieler Führung sein können, aber Johansen scheitert per Foulelfmeter an VfL-Schlussmann Drewes

Wölfe beißen Störche. Der VfL Wolfsburg II bezwingt im Spitzenspiel des 28. Spieltags der Regionalliga Nord Holstein Kiel mit 2:0. Zur Pause hatte es vor 358 Zuschauern noch 0:0 gestanden. Casper Johansen hätte mit einem Foulelfmeter seine Störche in Führung bringen können, scheiterte aber an VfL-Schlussmann Patrick Drewes (39.). Nach dem Seitenwechsel machte es der Ex-Kieler Ferhat Yazgan besser und verwandelte vom Punkt sicher zum 2:0 (61.), nachdem Danko Boskovic die grünen Wolfsburger in Führung geköpft hatte (54.). Kurz vor Schluss verkürzte Christopher Kramer noch auf 2:1 (89.) – aber zu spät. Für Kiel war es nach 16 Partien die erste Niederlage. Dennoch grüßt das Gutzeit-Team weiterhin von der Tabellenspitze.

Nach dem 4:0-Sieg gegen den VfR Neumünster eine Woche zuvor sah Trainer Thorsten Gutzeit keinen Grund seine Startelf zu ändern. Für die seit vier Spielen ungeschlagenen Wolfsburger liefen die Ex-Kieler Dan-Patrick Poggenberg und Ferhat Yazgan auf.

Schiedsrichter Henrik Bramlage, der die Störche in dieser Saison bereits beim 6:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV gepfiffen hatte, gab die Partie pünktlich um 14 Uhr vor 358 Zuschauern frei – die Mehrzahl davon war aus Kiel angereist. Die Heimelf versuchte anders als Kiels letzte Gegner das Glück mit zwei Spitzen und beschränkte sich nicht nur auf Torverhinderung. Den größeren Druck übten aber die Störche aus und näherten sich durch Marc Heider (10.) und Fiete Sykora (14.) dem VfL-Gehäuse. Die Wölfe versuchten ihr Glück mit langen Bällen in die Spitze, die Kieler Defensive verteidigte gut. Nach 22 Minuten prüfte Wolfsburger Torjäger Dank Boskovic erstmals Holstein-Torwart Morten Jensen, der den Schuss aus zehn Metern über den Querbalken lenken konnte. Gefahr kam in den Strafräumen selten auf und auch Distanzschüsse oder Freistöße fanden ihren Weg nicht ins Netz. Kurz vor der Pause foulte Wölfe-Youngster Nils Winter Marc Heider im eigenen Sechzehner. Den Riesen machte aber Wolfsburg-Schlussmann Patrick Drewes zunichte, in dem er Casper Johansens Elfmeter aus der Ecke fischte (40.) So ging es mit 0:0 in die Halbzeitpause.

Die Wölfe kamen bissiger aus der Kabine: Winter flankte auf den freigelaufenen Boskovic, der zur 1:0-Führung einköpfte (54.). Die Störche brachten weiter keine Linie in ihr Spiel und Wolfsburg hatte jetzt Lust auf Mehr. Nach einem Kopfballduell zwischen Patrick Herrmann und Boskovic im Kieler Strafraum folgte überraschend der Pfiff. Den folgenden Foulelfmeter verwandelte der Ex-Kieler Yazgan zum 2:0 (61.). Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit reagierte und wechselte für Heider und Schied Jaroslaw Lindner und Christopher Kramer in die Partie. Die Kieler spielten auf den Anschlusstreffer, wurden aber von defensivstarken Wolfsburgern in deren Hälfte empfangen und brachten kaum Gefahr auf das Tor von Drewes. Auch aussichtsreiche Standards blieben ungenutzt. Rafael Kazior zirkelte einen 20-Meter-Freistoß direkt in die Arme des VfL-Keepers (74.), ebenso wie Marlon Krause mit einer strammeren Variante aus ähnlicher Distanz (80.). Nach einer Ecke konnte der einwechselte Kramer zwar per Abstauber noch auf 2:1 verkürzen (89.), aber Sekunden später pfiff Schiedsrichter Bramlage ab und die Gastgeber behielten die drei Punkte in Wolfsburg.

Stimmen nach dem Spiel

Casper Johansen: „Mein verschossener Elfmeter war heute entscheidend. Wenn wir in Führung gegangen wären, hätten wir hier gewonnen. Wir wollten unseren Fans den Sieg schenken. Vielen Dank, dass ihr wieder so zahlreich mit uns nach Wolfsburg gereist seid. Die Niederlage wird uns nicht umwerfen!“

Patrick Herrmann: „Der Elfmeter gegen uns geht gar nicht. Es war ein ganz normaler Kopfball von mir. Wie man da auf Elfmeter entscheiden kann, ist mir ein Rätsel.“

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit: „Wir wollten hier etwas mitnehmen, daher sind Ergebnis und Spielverlauf sehr ärgerlich. Man weiß, dass man hier nicht viele Chancen bekommt. Nur am verschossenen Elfmeter lag es aber nicht. Nach dem 0:1 gab es drei-vier Situationen, in denen wir zu weit aufgerückt sind. Nach dieser zweiten Halbzeit darf man sich über die Niederlage nicht beschweren.“

Holstein Kiel:Jensen – Herrmann, Hartmann, Müller, Wetter – Krause, Kazior - Johansen (84. Pressel), Sykora, Heider (66. Lindner) – Schied (66. Kramer).
Schiedsrichter: Bramlage (Vechta)
Tore: 1:0 Boskovic (54.), 2:0 Yazgan (61., Foulelfmeter), 2:1 Kramer (89.)
Zuschauer: 358
Besondere Vorkommnisse: Johansen scheitert mit Foulelfmeter an Drewes (39.)

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