„Wir wollen mutig spielen“

KSV Holstein stellt Fabian Wohlgemuth und Tim Walter vor

Die KSV Holstein stellte im Beisein von Steffen Schneekloth (li.) und Pressesprecherin Maren Schneider Sportdirektor Fabian Wohlgemuth (2. v.li.) und Tim Walter vor.

Großer Medienandrang bei der KSV Holstein: Der Fußball-Zweitligist stellte am Dienstagnachmittag im Verwaltungsgebäude im CITTI FUSSBALL PARK Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und Trainer Tim Walter vor. Wohlgemuth hatte zuvor die Akademie des Bundesligisten VfL Wolfsburg geleitet, Walter sehr erfolgreich im Nachwuchsbereich des Rekordmeisters FC Bayern München gearbeitet.

Das Ziel, so das neue Duo, sei es, eine neue Mannschaft aufzubauen, um mit dieser nachhaltig zu arbeiten. „Wir wollen Werte für den Verein schaffen“, sagte Wohlgemuth, der darauf setzt, Spieler längerfristig an den Verein zu binden. Zuletzt standen sechs Leihspieler im Kader der Störche, in der kommenden Spielzeit sollen es maximal ein bis zwei sein. „Der Wunsch eines Trainers ist, langfristig mit einer Mannschaft arbeiten zu können“, so Walter, „mit Leihspielern ist das nicht möglich.“ Holstein, so Walter weiter, sei durch die Transfers von Rafael Czichos (1. FC Köln) und Dominick Drexler (FC Midjylland) mittlerweile in der Lage, auch Ablösesummen zu zahlen. Diesen finanziellen Spielraum habe es in der vergangenen Saison noch nicht gegeben. „Dadurch haben wir heute mehr Möglichkeiten, werden damit aber seriös umgehen“, sagte Wohlgemuth.

Walter, der seinen 69-jährigen Co-Trainer Rainer Ulrich mit nach Kiel bringen und wie das Vorgängerduo Markus Anfang/Tom Cichon (1. FC Köln) in einer Wohngemeinschaft leben wird, kündigte schnellen und mutigen Fußball an. „Ich stehe für zielgerichteten Ballbesitz und hohes Pressing. Der Gegner soll sich uns anpassen.“

Druck verspüre er nicht. „Fabian und ich haben die volle Rückendeckung des Vereins und das Gefühl, hier gemeinsam eine Mannschaft aufbauen und in Ruhe arbeiten zu können.“ Seine Qualität sehe er darin, junge Spieler zu entwickeln. Deshalb habe ihn die KSV verpflichtet. „Auch Dominick Drexler und Marvin Ducksch sind vor ihrer Zeit in Kiel keine Hochkaräter gewesen“, sagte Wohlgemuth, „aber sie sind es bei der KSV geworden.“ Das werde auch künftig die Philosophie der KSV Holstein sein. Drexler und Ducksch, der vom Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehen gewesen war, waren in Kiel zum torgefährlichsten Duo der Liga geworden. 

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