"Wir waren eine echte Mannschaft"

Wiedersehen der Deutschen Amateurmeister 1961

Ehrung für die Amateurmeister von 1961 im Rahmen des Chemnitz-Heimspiels.

Der Stolz und die Freude über den großen Erfolg war ihn auch nach 50 Jahren noch anzumerken. Anlässlich dieses runden Jubiläums kam Mitte April die Amateur-Meistermannschaft von 1961 samt Ehefrauen im Holsteiner zu einem Fest-Brunch zusammen, einige reisten aus Münster, Celle, Hannover-Laatzen oder Hamburg zur Feierlichkeit an.

Unvergessliche Ereignisse

„Sie haben Großes für Holstein Kiel erreicht und einen meisterlichen Beitrag für die Tradition der KSV geleistet“, eröffnete Präsident Roland Reime die Feierlichkeiten, erinnerte an die damalige Zeit und den Stellenwert des Erfolgs. In Anwesenheit der Aufsichtsratsmitglieder Gerhard Lütje und Rainer Tschorn, Geschäftsführer Wolfgang Schwenke, KSV-Ehrenmitglied Peter Zimmermann, Trainer Thorsten Gutzeit und den Spielern Florian Meyer und Tim Wulff berichteten im Anschluss die Meisterspieler Ulli Meyer und Peter Rautenberg von damaligen bedeutungsvollen und unvergesslichen Ereignissen. Der Weg ins Finale führte über Berlin, wo die Mannschaft gemeinsam hingeflogen wurde – für jeden Spieler die erste Reise in einem Flugzeug überhaupt. Das Endspiel im Niedersachsenstadion zu Hannover bei brütender Hitze und einer durchwachsenen ersten Halbzeit, das man dank einer großartigen Leistung in Hälfte zwei noch mit 5:1 gewann. Und die erste nagelneue adidas-Ausrüstung, die es nach der Meisterschaft zum ersten Mal gab – zuvor hatten die Amateure die getragenen Trikots der ersten Herren erhalten. Schließlich hatte Peter Rautenberg zu jedem Spieler Pressestimmen von damals parat: „Jeder von uns hatte seine Stärken und gewiss auch Schwächen, aber wir waren vor allen Dingen eins: eine echte Mannschaft“, schloss Peter Rautenberg den offiziellen Teil.

Auch nach 50 Jahren in gutem Kontakt

„Peter hat absolut recht: Wir waren eine tolle Truppe. Ich hab leider den Fehler gemacht und bin anschließend zu Werder Bremen gewechselt – das bereue ich im Nachhinein“, erzählt Manfred Podlich, der nach der Amateur-Meisterschaft 1961 mit die größten Erfolge im Fußball erreichen konnte. Neben Podlich ging auch Torjäger Dieter Krafczyk, der heute in Saarbrücken lebt und leider aufgrund einer Erkrankung an der Feier nicht teilnehmen konnte, in der 1965 gegründeten Bundesliga auf Torejagd – für Eintracht Braunschweig und Eintracht Frankfurt. 

Andere wie Peter Rautenberg, Ulli Meyer und Torhüter Jürgen Horn blieben bis heute der KSV Holstein treu. „Wir haben noch regen Kontakt untereinander. Daher war es auch nicht schwer, nahezu alle der Meisterspieler heute ins Holsteiner zu bekommen“, erzählt Peter Rautenberg und fährt fort: „Seit zehn Jahren treffen wir uns immer am 24. Juni um 19 Uhr in der Forstbaumschule und feiern am Tag des Finales unseren Erfolg.“ Nach dem Brunch ging es zur Besichtigung des KSV-Sportgeländes nach Projensdorf, wo vor den Augen der Amateurmeister der Holstein U17 meisterliches gelang: ein 2:0-Sieg gegen Spitzenreiter Werder Bremen.

Gruppenfoto unten von links: Heino Wichmann, Rudi Balsam, Peter Lempfert, Jürgen Horn.  Oben von links: Manfred Podlich, Günter Lankeit, Präsident Roland Reime, Gerhard Broszat, Paul Nitschmann, Paul Bischof, Peter Rautenberg, Ulli Meyer.

 

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