Torloser Punktspielauftakt

SV Wilhelmshaven - Holstein Kiel 0:0

Nullnummer zum Punktspielauftakt. Vor 1074 Zuschauern trennten sich der SV Wilhemshaven und Holstein Kiel 0:0. Die Störche waren über die 90 Minuten das überlegene Team, fanden gegen die vielbeinige Defensive der Gastgeber aber keine Lücke.

Endlich wieder Fußball – nach 168 Tagen konnten die Störche endlich wieder um Regionalliga-Punkte kämpfen. Mit Wilhelmshaven wartete ausgerechnet einer der beiden Gegner zum Auftakt, die Holstein in der Hinrunde besiegen konnten.

Die Mannschaft von Thorsten Gutzeit kam wach aus der Kabine und erspielte sich in der ersten Viertelstunde drei Eckbälle, die noch nichts Zählbares erbrachten. In dieser frühen Phase des Spiels hatte der SVW die Lufthoheit im eigenen Strafraum. Auch am Boden konnten die Gastgeber die Störche mit Marcel Schied oder Marc Heider vom eigenen Tor fernhalten. Holstein mit hohem Druck, aber ohne echte Torchance in den ersten 30 Minuten. Bis zur Halbzeit erhöhten die Kieler das Tempo, spielten auch flüssig bis in die Spitze, doch kurz vor dem Abschluss bremste die Wilhelmshavener Defensive den Gästesturm aus. Versuche von Schied (40.) und Heider (45.) wurden abgeblockt. Ein strammer Schuss von Manuel Hartmann zischte über die Latte (45.). Halbzeitstand: 7:1 nach Ecken aus Sicht der Störche, 0:0 nach Toren.

Nach dem Seitenwechsel taten die Gastgeber weiterhin alles, um die Null zu halten. Gegen die vielbeinige Abwehr suchte die Holstein-Offensive die Lücke. Rafael Kazior setzte einen Freistoß aus 22 Metern in die Mauer (58.). Fabian Wetter stand nach einem weiteren Kazior-Freistoß in aussichtsreicher Position, aber auch im Abseits (67.). Auch Andy Hebler und Casper Johansen hatten bei ihren Versuchen nicht das Glück des Tüchtigen. SVW-Torwart Gerdes parierte einen Heider-Schuss (77.). In den letzten zehn Minuten versuchten die Störche noch einmal alles. Wilhelmshavens verteidigte mit Mann und Maus das eigene Tor und schaukelte so den Punkt nach Hause.

Stimmen nach dem Spiel

Thorsten Gutzeit: "Das war ein interessantes Spiel. Meine Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben nur einen Kopfball zugelassen, defensiv sehr gut gegen den Ball gearbeitet und uns bestens auf den Gegner eingestellt. Wir hatten zwei bis drei Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Das ist heute der einzige Makel. Ich bin mit der Leistung nicht unzufrieden."
 
Christian Neidhart: "Der Punkt für uns ist extrem wichtig. Taktisch haben wir sehr gut agiert. Nadelstiche nach vorn sind uns heute nicht wirklich gelungen. Riesenkompliment an Holstein, die haben alle unsere Konter unterbunden. Wir sind sicher nicht traurig. Holstein hat eine enorme Qualität nach vorn. Das wollten wir unterbinden. Großes Kompliment auch an unseren Torhüter. Eine Viertelstunde vor dem Ende hat er für uns den Punkt überragend festgehalten."
 
Rafael Kazior: "Nach gefühlten 30 Wochen Pause fahren wir heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge heim. Wir haben so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Nur das Tor fehlte. Gelegenheiten dazu gab es einige."
 
Andreas Bornemann: "Unsere Leistung hat ausgereicht, um heute als Sieger vom Platz zu gehen. Aber am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück."


Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Müller, Hartmann, Wetter – Krause, Kazior – Hebler, Johansen, Heider – Schied (78. Sykora).

Schiedsrichter: Yilmaz (Hamburg)

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 1094

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