Wiedergutmachung in Wilhelmshaven

Störche wollen Plauen vergessen machen

Noch einige Zeit nach dem Abpfiff hingen die Köpfe der Störche tief über dem Spielfeld in der Plauener Sternquell-Arena. Nach einem durchschnittlichen Spiel zweier schwacher Mannschaften hatte der VFC in den letzten Sekunden noch zwei Treffer erzielt und sich die drei Punkte gesichert. So richtig fassen konnte die Last-Minute-Niederlage gegen diesen spielerisch limitierten Gegner keiner der Kieler Akteure. Doch die obligatorische Woche zum Verarbeiten der Niederlage bliebt nicht, denn bereits am Mittwoch-Abend geht es zum Nachholspiel nach Wilhelmshaven.

Einerseits ist die Zeit zur Aufarbeitung der Niederlage in Plauen für die Störche kurz, andererseits sind die nur fünf Tage bis zum nächsten Spiel die ideale Gelegenheit, dieses unnötige 0:2 schnell vergessen zu machen. Am Mittwoch wird sich der KSV-Mannschaftstrupp um 9.30 Uhr nach dem knapp 300 Kilometer entfernten Wilhelmshaven aufmachen, dort nach Ankunft zu Mittag essen und sich nach einem lockeren Spaziergang auf das Spiel am Abend vorbereiten. Nach abgesessener Gelb-Sperre wird Fiete Sykora wieder mit an Bord sein und die taktischen Möglichkeiten für Trainer Thorsten Gutzeit erweitern. Gemeinsam mit Marc Heider im Angriff hatte er maßgeblich zum 3:2-Hinspielerfolg gegen den SVW beigetragen. Nach 19 Störchespielen haben beide 19 der 35 KSV-Saisontore erzielt.

Das Wilhelmshavener Pendant zu Sykora oder Heider heißt Max Wegner. Der mit 13 Treffern zweitbeste Torschütze der Regionalliga Nord wird am Mittwoch nicht auf dem Platz stehen können. Im Punktspiel gegen den VfB Lübeck am 27. Februar zog sich der Stürmer einen Riss des Syndesmosebands zu und fällt drei Monate aus. Das Spiel eins ohne Wegner konnte der SVW knapp gewinnen. In einem hart umkämpften Spiel gewann das Team von Jürgen Steinbach beim FC Oberneuland mit 2:1 und verschaffte sich im Abstiegskampf etwas Luft. Im Spiel zwei ohne Wegner wollen die Störche den Gastgebern das Fehlen ihres Torjägers deutlicher spüren lassen.

Durch den Wilhelmshavener Sieg wird das Nachholspiel am Mittwoch für die KSV die zweite Partie in Folge gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn. Drei Punkte sind für die Störche im Jadestadion  gegen die zweitschwächste Defensive der Liga Pflicht. Auch wenn das Tabellenbild durch die drei Nachholspiele aus Kieler Sicht etwas verzerrt ist, könnte die Gutzeit-Elf bei nur einem oder womöglich gar keinem Punkt ebenfalls in die Nähe der Abstiegszone rutschen. Dies gilt es für die Kieler mit allen Mitteln zu vermeiden. Denn auf der anderen Seite ist bei einem Sieg der Kontakt zum Tabellenplatz 5 wiederhergestellt.

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