Vermeidbare Niederlage in Sandhausen

Störche unterliegen in der Kurpfalz mit 2:3 – Okugawa trifft doppelt

Zweit Treffer von Masaya Okugawa reichten der KSV nicht, um Zählbares aus Sandhausen mitzunehmen

Die KSV hat am Samstagmittag eine unnötige 2:3 (2:2)-Niederlage beim SV Sandhausen kassiert. Vor 5289 Zuschauern hatten die Kieler über weite Strecken der Begegnung mehr vom Spiel, standen am Ende aber trotz der beiden Treffer von Masaya Okugawa aufgrund individueller Fehler mit leeren Händen da.

Es war den Störchen von Beginn an anzumerken, dass sie das vorletzte Auswärtsspiel der Saison für sich entscheiden wollten. Sie begannen energisch und wären durch Janni Serra beinahe umgehend zum Torerfolg gekommen, doch Dennis Diekmeier klärte in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Stürmer (5.). Dennoch kamen die Gäste nach einer schicken Kombination zur frühen Führung: Serra bediente Jae Sung Lee, der wiederum auf Masaya Okugawa querlegte, welcher nur noch einzuschieben brauchte (6.). Auch danach war die KSV tonangebend, verpasste es allerdings, ein zweites Tor nachzulegen, als Laszlo Bénes Schlenzer von der Strafraumkante ans Lattenkreuz klatschte. Dann verteilte Holstein zwei Gastgeschenke: Zunächst missglückte Stefan Thesker ein Rückpass auf Dominik Reimann, sodass Philipp Förster dazwischenspritzen und den Ball ins leere Tor schieben konnte (17.). Fünf Minuten später wollte Hauke Wahl das Leder aus dem Strafraum schlagen, traf aber den Rücken eines Sandhauseners, von wo der Ball direkt bei Andrew Wooten landete, der aus kurzer Distanz keine Probleme hatte, Reimann per Flachschuss zu überwinden (22.). Es dauerte eine Weile, bis sich die Kieler von diesem vermeidbaren Doppelschlag der Hausherren erholt hatten. In der 39. Minute hatte Janni Serra die Riesenchance zum Ausgleich, setzte seinen Kopfball aus sechs Metern aber hauchzart am langen Pfosten vorbei. Besser machte es erneut Okugawa, der nach feinem Zuspiel von Jonas Meffert, der seine fünfte gelbe Karte sah und im Heimspiel gegen den MSV Duisburg fehlt, aus der Drehung zum 2:2-Halbzeitstand traf (44.).

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Kurpfälzer: Nach einer Ecke kam Aleksandr Zhirov zum Kopfball und brachte Sandhausen erneut in Front (48.). Wieder musste Blau-Weiß-Rot sich kurz sammeln, hätte aber fast erneut egalisiert, als SVS-Schlussmann Marcel Schuhen einen Distanzschuss von Alexander Mühling aus dem linken Eck kratzte (55.). Auf der Gegenseite verzog Denis Linsmeyer nur knapp (61.). In der Schlussphase drängte die KSV auf den abermaligen Ausgleich, kam aber nicht gefährlich vor das SVS-Gehäuse. Sandhausen lauerte auf Konter, doch sowohl Kevin Behrens (76.) als auch der eingewechselte Nejmeddin Daghfous (77.) brachten den Ball frei vor Reimann nicht im Kieler Kasten unter. Als Holstein endlich eine Lücke in der dicht gestaffelten Defensive der Gastgeber fand, klatschte Mühlings Schlenzer aus 14 Metern an den rechten Innenpfosten (78.). Drei Minuten später scheiterte der ebenfalls eingewechselte Kingsley Schindler per Drehschuss am stark reagierenden Schuhen. Die Kieler rannten an, kamen aber zu keinem weiteren Hochkaräter.

Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Kister (90. Verlaat), Zhirov, Paqarada - Taffertshofer, Linsmayer – Gislason (72. Daghfous), Förster – Behrens (85. Zenga), Wooten. Trainer: Koschinat.

Kiel: Reimann - Dehm, Wahl, Thesker (33. Schmidt), van den Bergh – Meffert (85. Evina) - Mühling, Bénes (72. Schindler) - Lee - Okugawa, Serra. Trainer: Walter.

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach) – Tore: 0:1 Okugawa (6.), 1:1 Förster (17.), 2:1 Wooten (22.), 2:2 Okugawa (44.), 3:2 Zhirov (48.) – Zuschauer: 5289.

Zurück