Nur das Tor fehlte

SpVgg Unterhaching - Holstein Kiel 0:0

Holstein Kiel holt im 14. Saisonspiel das 6. Unentschieden. Das Spiel bei der SpVgg Unterhaching endete vor 2.550 Zuschauern 0:0. Nach zwei guten Chancen der Gastgeber (15. und 17.) kam die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel immer besser ins Spiel und dominierte die zweite Hälfte klar, ließ aber ebenfalls gute Gelegenheiten ungenutzt. Drei Punkte für die Kieler wären aufgrund der starken zweiten Hälfte verdient gewesen.

Holstein-Coach Karsten Neitzel konnte nicht auf die Startelf aus dem 1:1 der Vorwoche gegen VfL Osnabrück zurückgreifen. Patrick Breitkreuz fiel mit einem Muskelfaserriss aus, Casper Johansen begann für ihn auf der offensiven Außenbahn.

Beide Mannschaften fanden flott in die Partie. Rafael Kazior prüfte, ob Korbinian Müller aufgewärmt war. Der Haching-Schlussmann hielt den Kopfball prächtig (5.). Im Gegenzug packte Andreas Voglsammer einen Strahl aus, der knapp neben dem Kieler Gehäuse vorbeizischte (5.). Die Zuschauer hatten bereits den Torschrei auf den Lippen, als Marcel Gebers im Fünfmeterraum noch die Fußspitze vor den heranstürmenden Janik Haberer brachte (15.). Als Stefan Haas aus fünf Metern an KSV-Keeper Maximilian Riedmüller vorbeilegte, war die Führung der SpVgg erneut zum Greifen nah, aber diesmal klärte Manuel Hartmann auf der Linie (17.). Aber auch Holstein hatte gute Gelegenheiten: Nach einem Freistoß von Rafael Kazior kam Manuel Hartmann am zweiten Pfosten zum Abschluss (27.), Korbinian Müller war aber ebenso auf dem Posten wie nach einem 25-Meter-Kracher von Marc Heider (37.) und einem Schuss aus spitzem Winkel von Casper Johansen (43.). Dann wurden die Seiten getauscht.

Holstein kam mit Dampf aus der Kabine, konnte aus einem Ecken-Hattrick aber kein Kapital schlagen. Die Störche blieben am Drücker. Diesmal hätte es die Gästeführung sein müssen. Marc Heider marschierte alleine auf Korbinian Müller zu, jagte das Leder aber zwei Meter über die Latte (54.). Nach einem Foul an der Strafraumlinie an Manuel Hartmann fälschte die Hachinger Mauer das Leder zu einer Ecke ab, die nichts einbrachte (60.). Die Gäste kamen kaum noch in die Nähe des Kieler Tores und fanden kein Mittel, um Maximilian Riedmüller auf die Probe zu stellen. Karsten Neitzel brachte für die Schlussminuten noch einmal frische Angriffskräfte. Neben Marcel Schied wechselte der KSV-Trainer auch Neuzugang George Kelbel ein, der sein Drittligadebüt im Trikot der Störche feierte. Der Ex-Hamburger versuchte auch gleich sein Glück aus 22 Metern, die Unterhachinger Abwehr konnte den Schuss aber blocken. Holstein drückte und drängte, doch die Gastgeber schafften es mit Geschick und Glück, die Kieler rechtzeitig zu stoppen. So lautete das Spiel beim Abpfiff genau so wie beim Anpfiff: 0:0.

Stimmen nach dem Spiel

Marc Heider: „Es war mehr drin. Wir haben auswärts gespielt und dem Gegner kaum Luft zum Atmen gelassen. So wie wir kämpfen und spielen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir endlich wieder den Dreier mitnehmen. Und mit Blick auf nächste Woche kann ich nur sagen, dass wir jeden schlagen können.

Maximilian Riedmüller: „Heute haben wir einen ersten Schritt in eine neue Richtung gemacht und endlich mal wieder zu Null gespielt. So etwas ist auch wichtig. Jetzt müssen wir nur schauen, dass wir vorne das Ding wieder mal reinmachen. Wenn uns das gelingt, platzt der Knoten.“

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir als Aufsteiger treten auswärts genau so auf wie zuhause. Es wäre nur schön, wenn wir langsam mal das eine Tor mehr schießen würden. Wir haben von den bisherigen 14 Saisonspielen nur 4 verloren und sind im Oktober ungeschlagen geblieben. Ferner haben wir das Pokalfinale erreicht. Wenn ich klagen sollte, dann auf hohem Niveau. Ich fahre nicht unzufrieden zurück nach Kiel. Auch wenn wir dem Sieg nahe waren nach der guten Vorstellung heute“

Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bornemann: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Wir waren in der zweiten Halbzeit klar das bessere Team, auch wenn das Tor gefehlt hat. Wir nehmen den Punkt auch hier gerne mit und freuen uns nächste Woche auf Heidenheim und das wohl leichteste Spiel der Hinrunde.“

Holsteins Geschäftsführer Wolfgang Schwenke: „Ein riesiges Lob an unsere Fans. 200 Kieler sind 850 Kilometer gereist und haben hier Wechselgesänge über die Tribünen hinbekommen. Das hat riesig Spaß gemacht. Das 0:0 ist okay, aber Unterhaching hätte sich über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Es war ein Spiel auf ein Tor und wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause.“

SpVgg Unterhaching: K. Müller – Welzmüller, Erb, Hack (46. Hofstetter), B. Schwarz – Bichler (58. Steinherr), Haas, Moll, Götze (78. Willsch) – Haberer, Voglsammer. Trainer: Schromm

Holstein Kiel: Riedmüller – Herrmann, Gebers, Wahl, Wetter – Siedschlag, Danneberg, Hartmann, Johansen (78. Kelbel) – Kazior (83. Sykora), Heider (70. Schied). Trainer: Neitzel

Schiedsrichter: Alt (Illingen)

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 2.550

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