Trapez, Dreieck und Fallschirm

Störche motivieren sich in Spanien gegenseitig

Mit Fallschirm in Spanien: Sigurbjörnsson unter Strom

Im "Complex Esportiu Futbol Salou“, dem Trainingsgelände der KSV Holstein an der spanischen Mittelmeerküste, bewegt sich das Team von Markus Anfang viel im „Trapez“ und in „Dreiecken“. Begriffe, die an Zirkus und Mathe-Unterricht erinnern. Aber in der Sprache des Fußballs bezeichnen sie Freiräume.

Anfang geht es darum, das Spielfeld in Räume zu zerlegen, seine Mannschaft für die richtigen Laufwege zu sensibilisieren. Wer Raum hat, der, so der Hintergedanke, hat auch Zeit. Nicht viel, aber mehr. Und die Zeit, das wird auch bei den intensiven Einheiten der Störche deutlich, wird für Fußballer immer knapper. Wer den Ball hat, muss ihn sofort sinnvoll weiterleiten, tut er es nicht, ist die Tür schon wieder zu.

Gute Stimmung

Der Druck der Einheiten ist hoch, die Stimmung trotzdem positiv. Die Störche motivieren sich gegenseitig, Anfang lobt viel, unterbricht aber auch immer wieder, um mit seinen Spielern Szenen zu diskutieren. Er will ihre Meinungen hören, aber auch sicher sein, dass sie die Anweisungen verstehen. Ihm ist es wichtig, die Zeit in Spanien für das Fußballspiel zu nutzen, Waldläufe wird es hier nicht geben, der Ball steht im Mittelpunkt. Schnelles Umschalten, zügiges Abschließen, die richtigen Entscheidungen auch unter Druck treffen – darum geht es hier.

Bisher zufrieden

Die Trainingsgruppe ist immer gedrittelt, wer nicht spielt, arbeitet im Kraftzirkel mit Athletiktrainer Timm Sörensen. Die Arbeit mit dem Körper, vor Jahren noch Schwerpunkt einer Vorbereitung, ist längst zum dauerhaften Begleiter eines Fußballers geworden. Wer fit sein will, muss täglich dafür arbeiten. Die Einheiten sind vielseitig, so rannten die Störche am Sonnabend beispielsweise mit Fallschirmen über den Platz - Sprints mit Bremsklotz. „Ich bin mit dem Verlauf des Trainingslagers bislang sehr zufrieden“, zog Anfang eine positive Zwischenbilanz. „Das Wetter ist schön, und wir konnten schon viele Inhalte umsetzen. Ich hoffe, das bleibt so.“

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