Sykora und Schied sorgen für Störche-Sieg

SV Meppen - Holstein Kiel 0:3 (0:1)

Holstein Kiel ist zurück in der Erfolgsspur: Nach zwei Unentschieden besiegten die Störche den SV Meppen mit 3:0. Fiete Sykora hatte mit einem Doppelpack die ersten beiden Treffer für das Gutzeit-Team markiert (28., Foulelfmeter, 65.). Marcel Schied erzielte nach Vorarbeit Sykora den 3:0-Endstand vor 1365 Zuschauern in der MEP-Arena. Ebenso erfreulich aus Kieler Sicht waren die beiden Comebacks von Tim Siedschlag und David Urban nach langen Verletzungspausen.

Nach dem 1:1 gegen VfB Oldenburg am vergangenen Mittwoch änderte Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit sein Team auf zwei Positionen. Nach seiner 10. Gelben Karten musste Kapitän Rafael Kazior ein zweites Mal zuschauen. Für ihn begann Deran Toksöz. Zudem lief Marcel Schied für Gerrit Pressel auf. Beim SV Meppen war einmal mehr der Ex-Kieler Michael Holt Kapitän.

Die Störche wollten heute trotz aller Personalengpässe in die Erfolgsspur zurückkehren und nahmen von Beginn an das Geschehen in die Hand. Fiete Sykora (8.) und Marc Heider (12.) näherten sich dem Meppener Gehäuse schon mal. Auf der anderen Seite wusste Andreas Gerdes-Wurpts einen starken Diagonalpass nicht zu verwerten. Alleine vor KSV-Torwart Morten Jensen setzte der SVM-Stürmer den Ball neben das Tor (15.). Die Gastgeber hielten weiter mutig dagegen und beschränkten sich auf Konter. Die Störche wurden zielstrebiger. Erst hätte Sykora nach einem Kieler Konter besser Schied eingesetzt, dann sorgte das Duo für die Holstein-Führung: Johann Wigger ließ sein Bein im Strafraum gegen Marcel Schied stehen. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Sykora zum 0:1 (27.). Der SVM versuchte mehr, die Störche-Defensive ließ aber kaum etwas zu. Und so gingen die Kieler mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Die Spielanteile waren auch nach dem Seitenwechsel ähnlich verteilt. Erste bemerkenswerte Aktion war das Comeback von KSV-Verteidiger David Urban nach fast 10 Monaten Verletzungspause (61.). Und seine Teamkollegen sollten ihm den Einstand versüßen. Auf Flanke von Heider stand Sykora in der Luft und drückte das Leder zum 0:2 unhaltbar ins Eck (64.). Jetzt hatte der Tabellenführer vollends im Griff und genoss das Spiel bei bestem Wetter. Gute Stichwort: Der Kieler Linksverteidiger Fabian Wetter setzte eine Viertelstunde vor Schluss zum Solo, flankte in den Strafraum, wo Sykora und Schied herrlich kombinierten und Holsteins Sturmspitze zum 0:3 einnickte (74). Die Partie war gelaufen. Die 150 mitgereisten Kieler skandierten „Spitzenreiter, Spitzenreiter“. Und dank des 3:0-Auswärtserolgs der Störche beim SV Meppen war den Holstein-Fans auch egal, dass Verfolger Havelse ebenfalls 2:0 gewonnen hatte. So bleibt es im Titelrennen wenigstens spannend …

Stimmen nach dem Spiel

Fiete Sykora: „Wir haben uns die Verunsicherung von der Seele geschossen. Das war heute ein richtig gutes Spiel von uns. Vielen Dank für die super Unterstützung der Fans.

Marcel Schied: „Wir lassen uns die Tabellenführung nicht mehr nehmen und haben der Konkurrenz ein deutliches Zeichen gesetzt.

David Urban: „Nach so langer Zeit war es heute für mich ein geiles Gefühl, wieder zu spielen. Es hat riesig Spaß gemacht und ich freue mich, dass ich endlich wieder richtig helfen kann.“

Tim Siedschlag: „Schon beim Warmmachen war ich richtig heiß und bin umso glücklicher, dass ich auch ein paar Minuten gespielt habe. Die drei Punkte nehme ich heute persönlich hier mit.“

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit: „Wir sind heilfroh, dass wir hier heute drei Punkte mitnehmen können. Das war in den letzten Jahren häufig anders gewesen. Wir haben sehr gut angefangen, sind verdient in Führung gegangen, während Meppen kaum zum Abschluss kam. Die Mannschaft ist heute gut mit der Drucksituation umgegangen. Besonders habe ich mich über die Rückkehr von Siedo und David gefreut. Wir haben unsere Arbeit gemacht. Es sind noch vier Spiele und wir haben alles in der eigenen Hand.“ 

Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Aust (61. Urban), Hartmann, Wetter – Krause, Toksöz – Johansen (81. Siedschlag), Sykora, Heider (64. Pressel) – Schied.
Schiedsrichter: Dittrich (Bremen)
Tore: 0:1 Sykora (27., Foulelfmeter), 0:2 Sykora (64.), 0:3 Schied (74.)
Zuschauer: 1365

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