Störche wollen in Plauen punkten

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Startformation Holstein Kiel: Frech – Petersen, Steil, Jürgensen, Gutzeit – Fischer, Müller – Schüßler, Chahed, Meyer – Heider

Bank: Henzler – Schulz, Sachs, Kwame, Ziehmer, Lindner, Gyimah

Auf, ihr Störche !!!!!

Am 25. Mai 2008 war er perfekt, der Aufstieg des VFC Plauen in die Regionalliga Nord. Am 29. Spieltag der Oberliga NOFV-Süd gewannen die Vogtländer bei SC Borea Dresden mit 5:0 sicherten sich den 3. Platz, der gleichzeitig den Fahrstuhl in die Regionalliga bedeutete. In zwei Jahren hat sich der VFC mühsam ins Mittelfeld der Liga gekämpft. Das Sportliche stimmt also, am drum herum wird seit dieser Saison fieberhaft gearbeitet …

Nachdem der VFC Plauen in seiner ersten Regionalligasaison erst am letzten Spieltag der Saison 2008/09 den Klassenerhalt sichern konnte, galt das Team aus der Spitzenstadt (bekannt für seine Spitzen und Stickereien) auch in der Saison 2009/10 als Abstiegskandidat Nummer eins. Alles verlief auch wie vorhergesagt, bis Ende Oktober 2009 der erfolg- und glücklose Trainer Hermann Andreev entlassen wurde, und Roland Färber übernahm, der bis dato Plauens U-19 trainiert hatte. Schritt für Schritt schaffte die Mannschaft den Sprung aus dem Tabellenkeller und sicherte sich bereits am 29. von 34 Spieltagen den Klassenerhalt.

Wirtschaftlich gehörte der VFC zu den Kleinen der Region. Überregionale Sponsoren zog es eher nach Zwickau, Chemnitz oder Leipzig – bis zum Beginn dieser Spielzeit. Zierte jahrelang das Logo einer Plauener Brauerei die Brust des VFC-Trikots, konnte sogar für etwas mehr Geld ein florierendes Unternehmen aus der Telekommunikation gewonnen werden. Nach diesem Erfolg musste der Etat trotz zurückgegangener Zuschauerzahlen und niedrigeren TV-Einnahmen in der Saison 2009/10 nicht gekürzt werden. Sogar ein Winter-Trainingslager in der Türkei wurde möglich gemacht. Und weitere Maßnahmen wurden angegangen, um die Bedingungen zu professionalisieren: Das Vogtlandstadion könnte künftig den Beinamen Sternquell-Arena erhalten, doch das muss eine außerordentliche Mitgliederversammlung des VFC entscheiden.

Schafft es der VFC sein Umfeld auszubauen, stehen die Perspektiven für den VFC nicht schlecht. Fünf Akteure aus der Aufstiegssaison befinden sich noch im Kader des VFC Plauen in der Regionalligasaison 2010/11 – drei davon, Kai Zimmermann, Martin Hoßmang und René Schulze, sind absolute Leistungsträger. Der Teamgeist und auch die derzeitige Tabellensituation stimmen im Vogtland. Das Vertrauen in den Kader ist groß, daher wurden im Winter auch keine neuen Spieler verpflichtet.

Für die Störche wird es gegen die heimstarken Plauener nicht einfach werden. Doch Motivationsstoff gibt es genug: Immerhin war es der VFC, der dem Gutzeit-Team, nach einer 1:0 Führung durch Sykora noch eine empfindliche 1:3-Niederlage im Holstein-Stadion beibrachte. Der umstrittene Elfmeter zum 1:2 inklusive des Platzverweises für Marc Heider wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung ist wohl noch in den Köpfen aller Holstein-Anhänger.

Am Donnerstag-Morgen um 9 Uhr stiegen die Störche in den Bus nach Plauen. Ohne Fiete Sykora, der aufgrund seiner 5. gelben Karte in Plauen nicht dabei sein kann. Dazu fehlen Dan-Patrick Poggenberg wegen Abiturvorbereitungen ebenso wie Ferhat Yazgan, der mit einer leichten Verletzung in Kiel bleibt. Dafür wurden Heiko Petersen, Kusi Kwame ein weiteres Mal und der 20-jährige Francis Gyimah aus der U-23 zum ersten Mal von Trainer Thorsten Gutzeit für den Plauen-Kader nominiert. Bei all den Ausfällen und Nominierungen könnte in Plauen dennoch die Erfolgself vom 5:1-Sieg bei RB Leipzig auflaufen. Also Störche spitzenmäßig fighten und der Truppe aus der Spitzenstadt zeigen, wer hier spitze ist!

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