4:0-Testerfolg in Todesfelde

Benefizspiel sahen 900 Zuschauer – Mittwoch Test gegen Weiche

Kenneth Kronholm in Todesfelde auch mit dem Fuß souverän

Die KSV Holstein hat auch ihr drittes Testspiel gewonnen. Am Sonnabendmittag besiegte der Fußball-Zweitligist den SV Todesfelde mit 4:0 (2:0). Die Störche verzichteten auf eine Antrittsgage, der Erlös der Partie vor 900 Zuschauern im Joda-Sportpark kommt der Tafelstiftung Schleswig-Holstein/Hamburg zugute.

KSV-Trainer Tim Walter hatte fünfzehn Feldspieler und zwei Torhüter für das Benefizspiel gegen den Oberligisten mit nach Todesfelde genommen. Bei guten äußeren Bedingungen verlebte Kenneth Kronholm, der in den ersten 45 Minuten das Tor der KSV hütete, eine entspannte Halbzeit. Seine Vorderleute waren bemüht, von Beginn an den von ihrem Trainer gewünschten Druck aufzubauen, scheiterten aber immer wieder an der soliden Deckung der Gastgeber und dem starken Torhüter Fabian Oeser. Den Riegel knackte schließlich Benjamin Girth (31.), den Kingsley Schindler gut in Szene gesetzt hatte. Der Mittelstürmer erzielte auch kurz vor der Pause, nach schönem Zuspiel von Jannik Dehm, das 2:0 für die Kieler.

Walter setzte im zweiten Durchgang umgehend sein verbliebenes Personal ein, zog David Kinsombi aus dem Mittelfeld in die Abwehr. Tjorve Mohr aus der U23, sonst eher in der Innenverteidigung zu Hause, übernahm die rechte Abwehrseite.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff erzielte Schindler, nach Vorlage des eingewechselten Manuel Janzer, das 3:0 für die Störche. Aber der SV Todesfelde ließ sich davon nicht aus dem Tritt bringen, im Gegenteil, die Gelb-Blauen hatten in der Folge ihre stärkste Phase und brachten die KSV-Abwehr immer wieder einmal in Schwierigkeiten, ohne allerdings wirklich gefährlich vor das Kieler Tor zu kommen, das mittlerweile Dominik Reimann hütete.

Treffsicherer zeigte sich da Alexander Mühling („Es geht voran bei uns“), der aus 20 Metern einen Freistoß wunderbar zum 4:0 für die Störche versenkte (71.).

Als Kinsombi und Schindler an der Seitenlinie behandelt wurden, hätte die KSV in doppelter Unterzahl fast noch das 5:0 erzielt, aber Florian Petzold stoppte in letzter Sekunde einen Konter über Janni Serra und Janzer. Die KSV hatte sich vorher mit Schiedsrichterin Susann Kunkel vom SV Eichede darauf verständigt, auch ausgewechselte Spieler im Bedarfsfall wieder einwechseln zu können. Ein schlauer Schachzug, kamen doch Kinsombi und Schindler nicht zurück, für sie nahmen Jannik Dehm und Steven Lewerenz einen zweiten Anlauf in diesem Testspiel.

In der Schlussphase durfte sich auch Reimann noch einmal auszeichnen, als er gegen Eliakim-Mbila Kukanda, der allein vor ihm auftauchte, mit einem starken Reflex reagierte. So blieb die KSV, die in der Saisonvorbereitung bislang gegen den Verbandsligisten TSV Büsum (10:0) und den Bezirksligisten Hetlinger MTV (10:0) gespielt hat, auch im dritten Testspiel ohne Gegentor. „Wir haben sehr gerne an dieser Benefizveranstaltung teilgenommen“, sagte Tim Walter nach dem Abpfiff. „Holstein Kiel ist ein bodenständiger Verein, deshalb war es für uns selbstverständlich, heute hier zu sein.“ Mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft war Walter zufrieden, in der zweiten fehlte ihm das Tempo im Spiel der KSV.

Rundum zufrieden waren dagegen die Besiegten. „Das war für mich ein besonderes Erlebnis und für uns alle ein besonderes Event“, sagte Ex-Storch Emanuel Bento. „Mit dem 0:4 können wir gut leben. Wir konnten gut dagegenhalten, auch wenn uns klar ist, dass die KSV in der zweiten Halbzeit etwas runtergeschraubt hat.“

Am Mittwoch, 11. Juli, steht der vierte Test an, diesmal im CITTI FUSSBALL PARK in Projensdorf, Gegner ist dann der SC Weiche Flensburg 08. Das Team von Daniel Jurgeleit gewann in der vergangenen Saison den SHFV-Pokal, wurde Meister in der Regionalliga Nord und scheiterte erst in der Relegation zur Dritten Liga am FC Energie Cottbus (2:3/0:0). Die Partie wird um 18 Uhr angepfiffen, der Eintritt kostet pauschal fünf Euro.

Holstein Kiel: Kronholm (46. Reimann) – Dehm (46. Mohr), Fleckstein, Thesker (46. Mühling), van den Bergh – Peitz (46. Karazor), Kinsombi (76. Dehm) – Schindler (76. Lewerenz), Mörschel (46. Serra), Lewerenz (46. Janzer) – Girth

SV Todesfelde, eingesetzte Spieler: Oeser (46. Benner) – Koth, Beyer, Schulz, Sirmals, Liebert, Bruhn, Sixtus, Jaacks, Bento, Szymczak, Kukanda, Krause, Stehnck, Loose, Gelbrecht, Chaumont, Reimers, Petzold

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (SV Eichede) – Tore: 0:1 Girth (32.), 0:2 Girth (43.), 0:3 Schindler (46.), 0:4 Mühling (71.) - Zuschauer: 900 im Joda-Sportpark in Todesfelde

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