Störche mit halbem Dutzend ins Halbfinale

SHFV-LOTTO-Pokal: ETSV Weiche - Holstein Kiel 0:6 (0:3)

Holstein Kiel zieht ins Halbfinale des SHFV-LOTTO-Pokalhalbfinale ein. Unerwartet deutlich fiel der Sieg beim ETSV Weiche Flensburg aus: Vor 1.420 Zuschauern gewann der Drittligist mit 6:0. Nach einer Viertelstunde hatten die Kieler per Doppelschlag durch Rafael Kazior und Manuel Schäffler die Zeichen bereits auf Sieg gestellt. Marc Heider traf zum 3:0-Pausenstand. Dreimal schlug es auch nach Wiederanpfiff im ETSV-Gehäuse ein. Erneut Schäffler und zweimal Tim Siedschlag machten das halbe Dutzend voll. Im Halbfinale wartet im kommenden Jahr der VfR Neumünster.

Zum 1:1 der Vorwoche in der 3. Liga beim FSV Mainz 05 II änderte Holstein-Trainer Karsten Neitzel die Startelf der Störche doppelt. Maik Kegel kehrte nach seinem Rippenbruch zurück auf den Rasen. Im Tor durfte Niklas Jakusch Pokalminuten sammeln, Kenneth Kronholm nahm auf der Bank platz.

Der ETSV Weiche hatte sich viel vorgenommen und wollte Revanche für die Finalniederlage der letzten Saison. Holstein Kiel spielte dabei jedoch nicht mit und sorgte früh für klare Verhältnisse. In der 9. Minute tankte sich Patrick Kohlmann energisch über links durch, die Flanke legte Marc Heider im Fünfmeterraum zurück auf Rafael Kazior, der völlig frei aus zehn Metern in die linke Ecke zur Kieler Führung vollendete. Die Flensburger Defensive wirkte weiter unsortiert und Holstein wusste das zu nutzen: Kazior setzte Manuel Schäffler in Szene, der sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und am Ende auch noch Florian Kirschke tunnelte (16.). Binnen fünf Minuten schien Flensburgs Traum ausgeträumt und zum günstigen Zeitpunkt vor der Pause sorgte Heider für den dritten Schlag, der stark von Schäffler steil bedient alleine auf Kirschke zustürmte und eiskalt zum 0:3 einschob (40.).

Unmittelbar nach Wiederanpfiff wurden letzte Flensburger Hoffnungen im Keim erstickt. Timo Carstensen legte Patrick Kohlmann im Strafraum. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Tim Siedschlag sicher zum 4:0 (47.). So sehr sich der ETSV auch mühte. Kiel war wacher, schneller und zielstrebiger. Nach einem Abstoß jagte der Kieler Sturmlauf über die rechte Außenbahn. Manuel Schäffler tankte sich am Ex-Kieler Christian Jürgensen vorbei und zog trocken zum 5:0 unter die Latte ab (68.). Nach zwei Abseitstreffern von Schäffler (71.) und Patrick Auracher (80.) setzte Tim Siedschlag den Schlusspunkt zum 6:0 und traf aus 16 Metern  präzise ins linke Eck. Holstein zieht nach einem klaren Erfolg ins Halbfinale gegen den VfR Neumünster ein.

Stimmen nach dem Spiel

Rafael Kazior: „So haben wir uns das vorgestellt. Das war ein richtig guter Auftritt von uns. Weiche hatte nicht wirklich eine Chance zu gewinnen.“

Manuel Schäffler: „Kurz und knapp: Konsequent nach vorne gespielt, Torchancen genutzt, 6:0 gewonnen.“

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „Großes Kompliment an die Mannschaft für den seriösen Auftritt gegen den Ball und auch bei eigenem Ballbesitz. Man hat gesehen, wie wichtig Konzentration und Einstellung auf die Sache ist. Die haben wir an den Tag gelegt und die große Hürde Flensburg im Pokal genommen. Wir hatten natürlich das Finale der Vorsaison im Hinterkopf, daher war es für uns keine klare Sache, hier zu gewinnen. Daher freut mich das riesig, und wir fahren zufrieden nach hause.“ 

ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit: „Wir waren heute körperlich und geistig nicht in der Lage, dem Gegner Paroli zu bieten. Das Spiel hatte für uns noch gar nicht angefangen, da führte der Gegner schon 2:0. Wir waren nach unserer Woche mit zwei wichtigen Siegen und kraftraubenden Leistungen nicht in der Lage, gleichwertig zu agieren. Wir konnten leider keinen Pokalfight liefern, das ist schade für die Zuschauer. Die Pokalüberraschung ist ausgeblieben. Wir waren heute ein Trainingspartner und müssen das Spiel sofort abhaken.“

ETSV Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Jürgensen, Böhnke – Carstensen, Walter, J. Ostermann – Santos, Meyer, Strömer. Trainer: Jurgeleit.

Holstein Kiel: Jakusch – Herrmann, Wahl, Hartmann (28. Auracher), Kohlmann – Siedschlag, Kegel, Krause, Heider – Kazior, Schäffler. Trainer: Neitzel.

Schiedsrichter: Göttsch (Stuvenborn)

Tore: 0:1 Kazior (9.), 0:2 Schäffler (16.), 0:3 Heider (40.), 0:4 Siedschlag (47., Foulelfmeter), 0:5 Schäffler (68.), 0:6 Siedschlag (89.)

Zuschauer: 1.420

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