Störche unterlagen russischem Erstligisten

Testspiel: Holstein Kiel - Dynamo Moskau 2:6 (1:3)

Holsteins Atakan Karazor (re.) gegen Moskaus Evgeny Lutsenko

Die KSV Holstein unterlag am Donnerstagabend im Testspiel gegen den russischen Premjer-Ligisten Dynamo Moskau im Münchner Vorort Heimstetten mit 2:6 (1:3).

Holstein musste gegen Moskau auf Stefan Thesker (muskuläre Probleme in der Wade), Dominik Schmidt (Rückenprobleme), Arne Sicker (Oberschenkelprobleme), Johannes van den Bergh (Sperre nach Roter Karte im Test gegen SC Weiche) und Torhüter Dominik Reimann (Rückenprobleme) verzichten.

Dynamo legte los wie die Feuerwehr und hatte bereits in der vierten Minute durch Fedor Chernych die Führung auf dem Fuß. Pech für David Kinsombi in der 10. Spielminute. In einem Zweikampf erhielt der Kieler Verteidiger einen Schlag auf den Knöchel und musste das Spielfeld angeschlagen verlassen. Er wurde auf der Sechser-Position durch Dominic Peitz ersetzt. Kurz darauf gelang den Störchen durch einen Pressschlag von Heinz Mörschel (17.) der Treffer zum 1:0. Die Führung währte jedoch nicht lange. Nur sechs Minuten später traf Chernych aus kurzer Distanz zum Ausgleich für Dynamo. In der 29. Minute dann sogar die Führung für die Russen. Nach einer Unaufmerksamkeit von Dominic Peitz 22 Meter vor dem eigenen Gehäuse markierte Aziz Tetteh das 2:1 für Moskau. Das 3:1 für Dynamo in der 38. fiel im Anschluss an eine Standardsituation aus zehn Metern spitzen Winkels durch Grigory Morozov. Mit diesem Spielstand gingen beide Teams in die Kabine.

Holstein kam erst einmal unverändert aus der Pause. Trainer Tim Walter brachte dann in der 56. Minute mit Benjamin Girth (für Jannik Dehm), Tobias Fleckstein (für Dominic Peitz) und Manuel Janzer (für Janni Serra) neue Kräfte für die Vorwärtsbewegung. Mit Erfolg! Alexander Mühling legte den Ball in der 60. Minute quer in den Rückraum und Mörschel markiert mit seinem zweiten Treffer aus 18 Metern flach unten links den Anschluss zum 2:4. Holstein nahm jetzt immer mehr an Fahrt auf, drückte Dynamo streckenweise sogar in die eigene Hälfte zurück. In der 79. Minute brachte Walter mit Tjorve Mohr (für Hauke Wahl), Noah Awuku (für Heinz Mörschel) und Utku Sen (für Steven Lewerenz) noch einmal drei „frische“ Störche ins Spiel. Doch die Treffer fielen nun wieder gegen die Störche. Jevgeny Markov sorgte mit einem Doppelschlag (85.,87.) für den deutlichen 6:2-Endstand für Dynamo.

Am Sonnabend um 12 Uhr gastieren die Störche dann zum Abschluss des Trainingslagers beim Drittligisten VfR Aalen.

Stimmen zum Spiel:

Trainer Tim Walter: Wir sind gut ins Spiel gekommen und in Führung gegangen. Leider mussten wir nach einer Viertelstunde auf David Kinsombi verzichten. Wir haben das heute insgesamt sehr mutig verteidigt. Aber durch individuelle Fehler sind wir dann immer weiter in Rückstand geraten. Der Doppelschlag am Ende war der Tatsache geschuldet, dass wir nach den zahlreichen Trainingseinheiten in der Schlussphase auch etwas müde wurden. Das Ergebnis will ich daher auch nicht zu hoch bewerten.

Sportdirektor Fabian Wohlgemuth: Nach diesen Eindrücken ist es sicher mehr als nur Finetuning, was wir noch bis zum Saisonstart korrigieren müssen. Es geht darum, im Defensivbereich deutlich stabiler zu werden - keine große Weisheit bei sechs Gegentoren - und hier unsere individuelle Fehlerquote deutlich zu senken. Unabhängig davon war es für uns nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kinsombi - gute und schnelle Besserung von hier - nicht einfach, unsere Ordnung zu halten, nachdem ja ohnehin schon einige Akteure der ersten Elf ersetzt werden mussten. Wir haben dann im zweiten Abschnitt - selbst nach deutlichem Rückstand - nicht aufgegeben.

 

Holstein Kiel – Dynamo Moskau 2:6 (1:3)

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Karazor, Wahl (79. Mohr), Honsak – Kinsombi (16. Peitz, 56. Fleckstein) – Dehm (56. Girth), Mühling, Mörschel (79. Awuku), Lewerenz (79. Sen) – Serra (56. Janzer)

Tore: 1:0 Mörschel (17.), 1:1 Chernych (22.), 1:2 Tetteh (29.), 1:3 Morozov (38.), 1:4 Lutsenko (46.), 2:4 Mörschel (60.), 2:5 Markov (85.), 2:6 Markov (87.)

Zuschauer: 100 im Sportpark Heimstetten

 

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