Störche kassieren erste Saisonniederlage

KSV unterliegt bei Greuther Fürth mit 1:4

Fürths Yosuke Ideguchi (re.) trifft zum 2:0 für die Gastgeber

Die KSV Holstein hat am fünften Spieltag die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Im Duell der Ungeschlagenen verloren die Störche bei der SpVgg Greuther Fürth mit 4:1. Es war das erste Mal, dass Holstein in der zweiten Liga auf bayerischem Boden verlor.

Beide Seiten begannen vor 8370 Zuschauern im Fürther Sportpark Ronhof Thomas Sommer verhalten, ehe die KSV zusehends die Spielkontrolle übernahm – und dementsprechend auch zu ersten Gelegenheiten kam. Der erstmals in der Startaufstellung stehende Steven Lewerenz bugsierte eine Flanke von Kingsley Schindler fast von der Grundlinie an die Latte (11.), drei Minuten später setzte Alexander Mühling einen Kopfball aus acht Metern über das Fürther Tor. In der Folge passierte lange Zeit vor beiden Toren nichts – bis zur 37. Minute: Lewerenz tauchte frei vor SpVgg-Torhüter Sascha Burchert auf, zögerte aber einen Hauch zu lange, sodass Mario Maloca in letzter Sekunde den Schuss blocken konnte. Die Gastgeber arbeiteten sich ins Spiel, kamen aber erst in der 41. Minute zum ersten Abschluss durch Sebastian Ernst, der KSV-Torhüter Kenneth Kronholm von der Strafraumkante in die Arme schob. Kurz darauf hatte das Kleeblatt allerdings die Riesenchance zur Führung: Fabian Reese spitzelte Jannik Dehm den Ball im Aufbauspiel vom Fuß und lief frei auf Kronholm zu, doch anstatt abzuschließen, versuchte es der gebürtige Kieler mit einem Pass auf den mitgelaufenen Daniel Keita-Ruel, sodass Dehm klären konnte (43.).

Auch nach Wiederanpfiff hatte Holstein mehr Ballbesitz, das Tor machten jedoch die Hausherren: Startelf-Debütant Stefan Thesker unterlief ein Fehlpass im Aufbauspiel. Dieser landete bei Sebastian Ernst, der Daniel Keita-Ruel bediente. Der Stürmer blieb vor dem Kieler Tor cool und schob Kronholm den Ball zum 1:0 durch die Beine (52.). Die Fürther hatten nun Oberwasser – und legten nur acht Minuten später nach: Nachdem Reeses Schuss geblockt wurde, legte David Atanga den Ball per Hacke Yosuke Ideguchi auf, der das Leder per Außenrist im linken Eck unterbrachte (60.). KSV-Coach Tim Walter wechselte früh und brachte mit Mathias Honsak, Jae Sung Lee und Benjamin Girth drei frische Offensivkräfte. Die KSV musste nun mehr Risiko gehen, was den Kleeblättern Räume zum Kontern bot, den sie zunächst jedoch mehrfach ungenutzt ließen. Auf Kieler Seite verpasste der eingewechselte Girth per Kopf zwischenzeitlich den Anschlusstreffer (78.). Fünf Minuten später war es erneut Keita-Ruel, der dann doch einen Fürther Konter zum 3:0 vollendete. Girth konnte zwar noch den Anschlusstreffer erzielen (87.), doch in der Nachspielzeit besorgte der eingewechselte Julian Green nach einer Ecke den 4:1-Endstand (90.+1).

Fürth: Burchert – Sauer (28. Hilbert/79. Caligiuri), Maloca, Magyar, Mohr – Gugganig (69. Green), Ideguchi – Reese, Ernst, Atanga – Keita-Ruel.

Kiel: Kronholm – Dehm, Thesker (62. Girth), Wahl, van den Bergh – Kinsombi, Meffert – Schindler, Mühling, Lewerenz (58. Lee) – Serra (51. Honsak).

Schiedsrichter: Koslowski (Berlin) – Tore: 1:0 Keita-Ruel (52.), 2:0 Ideguchi (60.), 3:0 Keita-Ruel (78.), 3:1 Girth (87.), 4:1 Green (90.+1) – Zuschauer: 8370.

 

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