Störche untermauern Heimstärke

Holstein Kiel - Hannover 96 II 3:0 (2:0)

Kiels Steil wirft sich in den Ball von Akdari und klärt energisch.

Die KSV Holstein setzte sich gegen Hannover 96 II vor 2609 Zuschauern hoch verdient mit 3:0 (2:0) durch. Die Treffer vor der Pause erzielten Jarek Lindner nach feiner Einzelleistung (9.) sowie Marc Heider per Abstauber (21.). Sofien Chahed hatte in der 44. Minute das 3:0 auf dem Fuß, doch 96-Verteidiger Erdal Akdari klärte auf der Linie. Nach dem Seitenwechsel blieb Holstein weiter klar spielbestimmend. Marc Heider scheiterte in der 69. Minute mit einem tollen Seitfallzieher. Marco Steil erhöhte per Kopf nach Eckball Siedschlag in der 74. Minute auf 3:0. Jarek Lindner hatte in der 86. Minute den vierten Kieler Treffer auf dem Fuß, doch das Leder klatschte aus zehn Metern nur an die Querlatte des Hannoveraner Gehäuses. Die Fans sahen erneut ein temporeiches Heimspiel ihrer Störche. Es war bereits der 7. Heimsieg der KSV in der laufenden Regionalliga-Saison.

Die KSV Holstein lief erstmals nach drei Spielen mit einer veränderten Startformation auf: Für den am Oberschenkel verletzten Aaron Berzel rückte Steve Müller in die Innenverteidigung, Sofien Chahed begann im offensiven Mittelfeld für den grippekranken Fiete Sykora.  Der Gast aus Hannover mit den ersten beiden Offensivkationen, doch dann kam der Holstein-Express ins Rollen und sorgte früh für klare Verhältnissse. Das 1:0 fiel bereits nach neun Minuten. Lindner schob den Ball am herausstürzenden Gästekeeper Klonz souverän zur Führung ein. Jegliche Angriffsbemühungen der Gäste erstickte eine starke Holstein-Defensive im Keim. Ebenso wachsam agierte die Offensive. Eine Siedschlag-Flanke verlängerte ein Hannoveraner Kopf an den Pfosten, wo KSV-Torjäger Heider den Abpraller nur noch dankend zum 2:0 über die Linie drücken musste (21.). Zur Pause ging es mit einem verdienten 2:0 für die Störche in die Kabinen. Die Führung hätte nach weiteren guten Chancen durch Lindner (31.) und Heider (44.) durchaus höher ausfallen können. Die jungen „Roten“ hatten stürmischen Kielern wenig entgegenzusetzen.

Nach der Pause zogen spiel- und lauffreudige Störche das Tempo weiter an. Die Gästeabwehr war dem Holstein-Druck, häufig nicht gewachsen, vereitelte aber mit Kampf und Glück die Angriffe der KSV, die es zunächst versäumte nachzulegen. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Holstein-Abwehrrecke Steil, der sich nachträglich zu seinem 24. Geburtstag am vergangenen Sonntag mit 3:0 beschenkte (74.). Eine Siedschlag-Ecke köpfte er ins Netz. Rund 2.600 Zuschauer sahen noch einen Abseitstreffer durch Wulff und einen Lattenkracher von Lindner. Dann war das Spiel vorbei. Auf die unglückliche 2:1-Niederlage bei RB Leipzig hatte Holstein Kiel die passende Antwort parat und zeigte eine spielerisch und läuferisch großartige Leistung. Der 3:0-Erfolg war auch in der Höhe absolut verdient. Die Heimweste blieb mit dem siebten Sieg im siebten  Heimspiel lupenrein.

96-Coach Jürgen Willmann kommentierte die Partie folgendermaßen: Wir hatten uns mehr vorgenommen. Trotz unserer Ausfälle wollten wir heute etwas mitnehmen. Das frühe Gegentor hat unsere Pläne aber schnell über den Haufen geworfen. Die Treffer vor der Pause waren leichtsinnige Fehler. Nach dem Seitenwechsel hat Kiel nochmal einen Gang zugelegt. Meine Mannschaft stand heute neben sich, die Abstimmung stimmte überhaupt nicht. Aber solche Spiele gibt es eben im Fußball häufiger. Wir haben gegen die bessere und erwachsenere Mannschaft verloren. Von der Leistung her war heute ein Klassenunterschied zu sehen.

Holstein-Coach Thorsten Gutzeit meinte zufrieden: „Das frühe 1:0 gab uns die nötige Sicherheit. Und wenn man 2:0 in Führung geht,  dann hat man eine gewisse Sicherheit. Die Spielkontrolle nach der Pause hat mich sehr zufrieden gestellt. Wir haben die drei Punkte eingefahren und ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden.“

Rafal Kazior freute sich über den neuerlichen Heimsieg: „3:0 gewonnen, viel besser geht es nicht. Wir haben unsere Aufgabe erfüllt und das ist das Wichtigste.“

Der Ex-Hannoveraner Sofien Chahed meinte nach dem Sieg gegen seinen alten Verein: „Es hat viel Spaß gemacht gegen Hannover, einige Spieler kannte ich ja noch. Es ist schön, dass wir wieder gewonnen haben. Wir müssen daheim alles gewinnen und auch auswärts zulegen. Dann sieht es sehr gut aus für uns.“

Da RB Leipzig sein Auswärtsspiel beim Berliner AK mit 3:1 gewann, bleibt die KSV Holstein auf dem 2. Tabellenplatz und trifft am kommenden Samstag erneut im Holstein-Stadion auf eben jene Berliner. Anstoß ist um 14 Uhr.

Holstein Kiel: Jensen - Herrmann, Steil, Müller, Poggenberg - Kazior (83. Fischer), Toksöz - Siedschlag (77. Sachs), Chahed, Lindner - Heider (81. Wulff).

Tore: 1:0 Lindner (9.), 2:0 Heider (21.), 3:0 Steil (74.)

Zuschauer: 2609

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