Letzter Test endet 1:1

Holstein Kiel - FC St. Pauli 1:1 (0:0)

Im letzten Testspiel vor dem Regionalliga-Start am 4. August trennte sich Holstein Kiel vom Zweitligisten FC. St. Pauli 1:1 unentschieden. Nach einer nahezu höhepunktlosen ersten Halbzeit erhöhten beide Teams im zweiten Durchgang das Tempo und zeigten den 4.040 Zuschauern ein munteres Spiel – und auch Tore. Florian Bruns brachte die Gäste in Führung (48.), die Jarek Lindner für die Störche ausglich (59.).

Wie gegen den Hamburger SV begannen die Störche gegen den Beinah-Bundesligaaufsteiger FC St. Pauli ohne Scheu. So gehörte die erste torgefährliche Szene den Kielern: Nach 14 Minuten prüfte Johansen aus 18 Metern Gästekeeper Pliquett. Zehn Minuten später spielte Kazior Kramer frei, der von links ebenfalls an Paulis Schlussmann scheiterte. Ohne den Ex-Kieler Bartels in der Startelf gelang dem Zweitligisten kaum offensive Aktionen. Nach 30 Minuten war Holstein-Torwart Jakusch zum ersten Mal gefordert, als er nach einer Freistoßflanke im Torraum regelwidrig attackiert wurde. Kurz vor der Pause klärte Jakusch ein weiteres Mal vor dem einschussbereiten Saglik. Dann war Pause.

Beide Trainer wechselten zur 2. Halbzeit fleißig, und das Tempo war gleich ein viel höheres. Eine Flanke des eingewechselten Thy lenkte Müller vor die Füße von Bruns, der aus elf Metern zur Pauli-Führung einschoss (48.). Die Störche hielten weiter mit. Nach einem Einwurf gelangte der Ball im Pauli-Strafraum zu Lindner, der Mohr narrte und über den eingewechselten Keeper Tschauner zum 1:1 einschoss (59.). Es ging weiter munter hin und her: Erst scheiterte Gebers mit einem Fallrückzieher aus 15 Metern an Tschauner (68.). Auf der anderen Seite legte Bartels auf Ebbers, der den Ball aus elf Metern nur noch ins leere Tor zu schieben brauchte, aber daneben zielte. In der 80. Minute klärte Störche-Torwart Strähle einen 22-Meter-Kracher von Kalla. Zwei Minuten später blockte Herrmann den einschussbereiten Thy in letzter Sekunde. Zwar drängten beide Teams in der Schlussphase noch auf den Ausgleich, vergaben aber klare Tormöglichkeiten.  So endete das Spiel 1:1 unentschieden.

Stimmen nach dem Spiel

Innenverteidiger Steve Müller sagte nach seinen 90 Minuten: „Das war ein guter Test für uns. Wir hatten St. Pauli zu jeder Minute etwas entgegenzusetzen und haben keinen Druck zugelassen. Ich habe heute keinen Klassenunterschied gemerkt.“

Flügelflitzer Tim Siedschlag spielte ebenfalls die vollen 90 Minuten und sagte: „Ich bin ziemlich kaputt. Wir haben immer zum Ball hin verschoben und mussten viel Laufarbeit leisten, das hat bei den sommerlichen Temperaturen natürlich ganz schön geschlaucht. Aber ich denke wir können hochzufrieden sein und haben vor allen Dingen in der 2. Halbzeit mit gutem Fußball Werbung für uns gemacht.“

Stürmer Marcel Schied erklärte nach dem Abpfiff und seinem Einsatz in der 2. Hälfte: „Man hat in der 1. Halbzeit gesehen, dass beide Mannschaften nicht nur mit sich, sondern auch etwas mit der Hitze zu kämpfen hatten. Aber unsere Jungs haben das prima gemacht und keine Torchance zugelassen und selbst offensiv Nadelstiche gesetzt. In der zweiten Hälfte war mehr Tempo drin und mit etwas Glück hätten wir noch gewinnen können. Aber Pauli ist natürlich nicht umsonst in der 2. Liga.“

Neuzugang Casper Johansen sagte nach seinem Einsatz in der 1. Halbzeit: „Das war nicht mein bestes Spiel und es ist noch alles etwas neu für mich. Aber ich kann schon jetzt sagen, dass es der richtige Schritt war, nach Kiel zu kommen. Es ist toll, für einen Verein mit solchen Möglichkeiten wie Holstein zu spielen. Ich freue mich auf die kommenden Monate.“

 

Holstein Kiel: Jakusch (46. Strähle) – Krause (46. Herrmann), Urban (46. Gebers), Müller, Pressel (46. Wetter) – Kazior, Toksöz (46. Hartmann) – Siedschlag, Johansen (46. Schied), Hebler (46. Lindner) – Kramer (46. Heider).

FC St. Pauli: Pliquett (46. Tschauner) - Zambrano (46. Kringe), Mohr, Thorandt, Schachten - Bruns (64. Kalla), Daube, Boll (64. Funk), Gogia (46. Bartels) - Ginczek (46. Thy), Saglik (46. Ebbers).

Tore: 0:1 Bruns (49.), 1:1 Lindner (59.)

Schiedsrichter: Listner (Eidertal)

Zuschauer: 4.040

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