Störche unterliegen 1:3

Nürnberger Kopfball-Knipser eine Nummer zu groß

Kein Durchkommen: Auch für Patrick Herrmann nicht.

Holstein Kiel hat im Topspiel gegen den 1. FC Nürnberg die zweite Heimniederlage dieser Saison hinnehmen müssen. Vor 11.874 Zuschauern lagen die Störche zur Pause mit 1:2 zurück, am Ende stand dann im ersten Montagsspiel der Kieler Zweitliga-Geschichte ein 1:3 zu Buche. Holstein bleibt damit Tabellendritter, die Gäste hingegen bauten ihren Vorsprung auf die KSV auf fünf Punkte aus.

KSV-Trainer Markus Anfang vertraute derselben Startelf, die in der Vorwoche einen 4:0-Auswärtserfolg bei Dynamo Dresden gefeiert hatte. Von Beginn an hielt das Topspiel das, was es versprach. Die Franken, die von über 2000 mitgereisten Schlachtenbummlern unterstützt wurden, begannen forsch – und belohnten sich bereits nach neun Minuten für ihre starke Anfangsphase. Der aufgerückte Innenverteidiger Georg Margreitter setzte einen Eckball präzise per Kopf ins rechte obere Eck. Es sollte nicht die letzte Kopfball-Aktion der Gäste bleiben. Doch Blau-Weiß-Rot zeigte sich keinesfalls geschockt. Im Gegenteil: Dominick Drexler dribbelte sich in den gegnerischen Sechzehner, wo Nürnbergs Torschütze Margreitter keine 120 Sekunden nach seinem Führungstreffer das Bein stehen ließ. Schiedsrichter Harm Osmers zeigte folgerichtig auf den Punkt, von wo Kingsley Schindler souverän ins rechte untere Eck den fälligen Elfmeter versenkte (12.).

Doch auch nach dem schnellen Ausgleich blieb der „Club“ tonangebend – und ging erneut in Front. Dieses Mal war es Hanno Behrens, der einen Freistoß von Enrico Valentini über KSV-Torhüter Kenneth Kronholm hinweg per Kopf ins Kieler Gehäuse verlängerte (25.). Erst kurz vor der Pause befreiten sich die Kieler zusehends vom FCN-Druck, doch Alexander Mühling, Schindler und Marvin Ducksch fehlte es an Präzision. Die größte Chance zum erneuten Ausgleich vergab Ducksch, als er einen Abpraller aus kurzer Distanz knapp verfehlte (39.). So ging es gegen starke Gäste mit einem verdienten 1:2-Rückstand in die Kabinen.

Anfang brachte zu Wiederbeginn Aaron Seydel für Tom Weilandt, der sich zwar gut einfügte, aber den nächsten – und zugleich letzten – Treffer erzielten abermals die Clubberer. FCN-Kapitän Behrens nutzte eine Unstimmigkeit in der Kieler Defensive und bugsierte den Ball aus kurzer Distanz an Kronholm vorbei ins Netz – natürlich per Kopf (51). Anschließend zog sich Nürnberg zurück, ließ die Störche kommen und beschränkte sich gegen leidenschaftlich anrennende Kieler aufs Verteidigen. Mit zunehmender Spieldauer versuchten diese es mit langen Bällen, blieben jedoch bis zum Schluss ohne Fortune. Daran konnten auch Seydel und der eingewechselte Dominic Peitz, die gemeinsam in der Schlussphase die die hohen Bälle verarbeitende Doppelspitze bildeten, nichts mehr ändern. So brachte der Tabellenzweite den Auswärtssieg relativ souverän über die Zeit.

Für die Störche steht am kommenden Sonntag das erste von zwei Auswärtsspielen in Folge an. Um 13.30 Uhr sind die Kieler beim FC Ingolstadt zu Gast.

Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, Lenz – Kinsombi – Schindler, Drexler, Mühling (73. Peitz), Weilandt (46. Seydel) – Ducksch. Trainer: Anfang.

Nürnberg: Kirschbaum – Valentini, Margreitter, Mühl, Sepsi – Erras (24. Petrak), Löwen – Möhwald (87. Brecko), Behrens, Werner (68. Zrelak) - Ishak. Trainer: Köllner.

Tore: 0:1 Margreitter (9.), 1:1 Schindler (12., FE), 1:2 Behrens (25.), 1:3 Behrens (51.) – Schiedsrichter: Osmers (Hannover) – Zuschauer: 11.874.

 

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