Spiel Nummer eins für den Zweitligisten

Fr. 18 Uhr: Gettorfer SC - Holstein Kiel

Neuzugang David Kinsombi (li.) mit der Spieleröffnung vor Ilir Azemi
Neuzugang David Kinsombi (li.) mit der Spieleröffnung vor Ilir Azemi

Der Sportpark Gettorf wird am Freitagabend zur Bühne für die KSV Holstein, die nach dem Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga gegen den dort heimischen Landesligisten Gettorfer SC (18 Uhr) hier ihr erstes Testspiel bestreiten wird. Am Sonntag (17 Uhr) folgt mit dem Gastspiel beim MTV Tellingstedt (Wilhelm-Harder-Stadion) der zweite Test für das Team von Markus Anfang, das am 19. Juni in die Saisonvorbereitung gestartet ist.

„Wir freuen uns auf diese Spiele“, sagt Anfang, „wir haben durch den Aufstieg eine große Euphorie ausgelöst und werden es genießen, dass die Fans sich so auf uns freuen.“ Die Nachfrage nach Tickets für die Regio-Tour der Störche, die sie am 27. Juni (18 Uhr) auch zum FC Angeln 02 führen wird, ist riesig. In Tellingstedt wurden schon mehr als 1.000 Karten verkauft, der GSC empfiehlt den Zuschauern, bereits um 17 Uhr die Plätze einzunehmen, damit das Spiel eine Stunde später auch pünktlich angepfiffen werden könne.

Pflicht guter Präsentation

Mit Genuss allein will sich Anfang, der auf Luca Dürholtz und Arne Sicker (beide Virusinfektion) verzichten muss, aber nicht begnügen. „Wir haben auch eine Verpflichtung, uns in diesen Spielen gut zu präsentieren und sie ernst zu nehmen.“ Er habe keine Zweifel, dass seine Mannschaft das genauso sehe, schließlich böten diese Tests jedem Einzelnen die Gelegenheit, sich vor dem Saisonbeginn Ende Juli zu präsentieren. Er werde deshalb seine Feldspieler in allen drei Juni-Testspielen jeweils 45 Minuten zum Einsatz kommen lassen. Die Torhüter Kenneth Kronholm, Lukas Kruse und Bernd Schipmann stehen jeweils in einem der drei Spiele über die vollen 90 Minuten zwischen den Pfosten.

Steigerung der Intensität 

Seit dem 19. Juni trainieren die Störche jeweils zweimal am Tag, auch an den Vormittagen vor den Testspielen gegen Gettorf, Tellingstedt und Angeln absolviert der Aufsteiger noch eine Einheit im CITTI FUSSBALL PARK in Projensdorf. Da Anfang auf Waldläufe zur Konditionsfindung grundsätzlich verzichtet, lässt er in diesen Tagen große Umfänge auf dem Platz trainieren. „Die Intensität der einzelnen Einheiten wird sich im Laufe der Vorbereitung erhöhen“, sagt Anfang, „aber entsprechend werden wir dann auch die Umfänge reduzieren.“ Mit dem Start in die erste Zweitliga-Saison nach knapp vier Jahrzehnten ist Anfang zufrieden. „Die Jungs ziehen gut mit, aber das habe ich auch nicht anders erwartet.“

Neue Abläufe

Für die Neuzugänge David Kinsombi (Karlsruher SC), Sebastian Heidinger, Lukas Kruse (beide SC Paderborn), René Guder (zurück von Weiche Flensburg), Atakan Karazor (Dortmund II), Amara Condé (Wolfsburg II), Utku Sen (eigene U19) und Noah Awuku (eigene U17) gehe es jetzt darum, sich möglichst rasch an die neuen Abläufe zu gewöhnen. Sen und Awuku haben dabei einen Vorsprung, trainierten sie doch schon in der vergangenen Saison regelmäßig im Ligakader mit und nahmen auch am Winter-Trainingslager zu Jahresbeginn an der spanischen Mittelmeerküste teil.

Geduldsprobe bei Awuku

Awuku darf Anfang aber in den drei Testspielen im Juni nicht einsetzen, da die KSV bis zum 1. Juli noch als Drittligist geführt wird. Einen 17-Jährigen wie den Junioren-Nationalspieler dürfen die Störche allerdings erst dann einsetzen, wenn sie auch für die Statuten ein Zweitligist geworden sind. „Für diese Regelung habe ich wenig Verständnis“, sagt Anfang. „Da könnten wir in der Region unseren Fans ein Talent wie Noah präsentieren, dürfen das aber nicht.“

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