Spannender Fight im Holstein-Stadion

Holstein Kiel - Chemnitz 0:2 (0:0)

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Marc Heider die Kieler Führung auf dem Fuß.

Die KSV Holstein unterlag dem Spitzenreiter Chemnitzer FC nach einem starken und umkämpften Spiel mit 0:2 (0:0). Vor rund 3000 Zuschauern trafen Ex-Storch Pavel Dobry (73.) sowie Regionalliga-Torjäger Nummer 1, Benjamin Förster (77.), zum Sieg für die Himmelblauen.

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit änderte zum 3:0-Auswärtssieg in Halle seine Elf auf einer Position: Benjamin Schüßler rückte für den verletzten Jacob Sachs in die Startformation. Die Störche begannen selbstbewusst, attackierten den Tabellenführer früh und zeigte sich auch im Zweikampf stark. Es entwickelte sich ein munteres Fußballspiel, bei dem zunächst nur echte Torchancen fehlten. Ab der 30. Minute kamen aber auch diese hinzu: Zunächst klärte Michael Frech einen immer länger werdenden Freistoß vom Chemnitzer Grabuschewski über die Latte (32.). Drei Minuten später auf der anderen Seite dann der erste Hundertprozenter: Nach einer schöne Flanke von Lindner auf der rechten Seite unterschätzte ein CFC-Abwehrrecke den Ball, Marc Heider köpfte das Leder aber nur ans Außennetz. In der 37. Minute kurze Verwirrung: Ball hinter der Torlinie oder nicht? Nach einem Schüßler-Freistoß köpfte Christian Jürgensen den Ball druckvoll aufs CFC-Tor. Schlussmann Schmidt parierte sehenswert und klärte den Ball im Nachfassen noch vor der Linie. Zur Halbzeit hätte Holstein hier führen können, wenn nicht sogar müssen.

Unverändert kamen beide Teams aus der Kabine. In der 51. Minute der nächste Hochkaräter: Nach einer Flanke nahm Marc Heider den Ball am zweiten Pfosten sehenswert mit der Brust an, sah sich nur noch CFC-Torwart Schmidt gegenüber, schaffte es aber nicht den gut reagierenden Keeper zu überwinden. Mit der Ferse klärte der Schlussmann zur Ecke. Holstein drängte fortan auf die Führung, erarbeitete sich Raumgewinn und Eckbälle, das Tor wollte aber nicht fallen. Als sich die KSV zur 70. Minute eine kurze Verschnaufpausen vom laufintensiven Spiel nahm, schlug der Tabellenführer eiskalt zu: Flanke aus dem Halbfeld, Michael Frech konnte den Ball nur nach vorne abklatschen und der Ex-Storch Pavel Dobry sagte Danke – 0:1 in der 72. Minute. Vier Minuten später die große Ausgleichschance: Christian Jürgensen kam abermals völlig frei zum Kopfstoß, verfehlte aber aus drei Metern das Tor. Im Gegenzug dann die Entscheidung: Schöne Kombination der Chemnitzer über die rechte Seite, die Torjäger Benjamin Förster zum 0:2 abschloss (78.). Die letzte gute Gelegenheit machte abermals CFC-Schlussmann Schmidt zunichte: Einen 20-Meter-Schuss von Sofien Chahed parierte er sicher. 

Parallele zum Hinspiel: Der Gast nimmt mit einem 2:0-Sieg die drei Punkte mit, obwohl die Heimelf die stärkere Mannschaft gewesen war. Holstein Kiel zeigte über weite Strecken guten und engagierten Fußball, wurde bei zwei Nachlässigkeiten von effektiven Chemnitzern sofort bestraft: CFC-Coach Gerd Schädlich meinte nach dem Schlusspfiff: „Es war eine sehr spannende Partie, beide Teams waren hoch engagiert. Holstein hatte im ersten Durchgang gute Chancen. Nach der Pause war unser Spiel nach vorn druckvoller. Die beiden Treffer waren ordentlich herausgespielt. Für uns war es ein enorm wichtiger Sieg, der dem Team weiteres Selbstvertrauen geben wird. Wir konnten unseren Vier-Punkte-Vorsprung behaupten.“

Holsteins Trainer Thorsten Gutzeit zeigte sich nach der Niederlage dennoch positiv: „Wir haben ein sehr, sehr gutes Regionalliga-Spiel gesehen. In einem Spitzenspiel gegen den Tabellenführer muss man seine Chancen nutzen. Das ist aber auch der einzige Vorwurf, den ich meinem Team machen kann. Chemnitz hat geduldig auf unsere Fehler gewartet. Wir wollten unbedingt gewinnen und haben bis zur letzten Minute gekämpft. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden.“

KSV-Keeper Michael Frech sagte abgekämpft: „Schade, dass es nicht gereicht hat heute. Wir haben es nicht geschafft, aus unseren Möglichkeiten Kapital zu schlagen. Nichtsdestotrotz, auf dieser Leistung können wir aufbauen.Der Sportliche Leiter der KSV Holstein, Andreas Bornemann, war mit dem Gesehenen zufrieden: „Das war eine starke Vorstellung unserer Mannschaft. Darauf können wir stolz sein.“

Holstein Kiel: Frech – Petersen (86. Kwame), Steil, Jürgensen, Poggenberg – Schüßler, Müller (78. Chahed), Fischer, Lindner – Sykora (75. Wulff) - Heider

Tore: 0:1 Dobry (73.), 0:2 Förster (77.)

Schiedsrichter: Schmitz (Xanten)

Zuschauer: 2861

Terminankündigung: Mittwoch von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr findet im Holsteiner ein Fan-Talk mit Trainern (Thorsten Gutzeit und Jan Sandmann) und Spielern (u.a. Tim Wulff, Fiete Sykora, Marco Steil, Karsten Fischer, Christian Jürgensen und Sofien Chahed) der KSV Holstein statt.

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