SHFV-LOTTO-Pokalsieger 2014: Holstein Kiel

ETSV Weiche - Holstein Kiel 13:14 n. Elfm. (1:1, 1:1)

Holstein Kiel ist SHFV-LOTTO-Pokalsieger 2014. Vor 5.797 Zuschauern besiegten die Störche den Regionalligisten ETSV Weiche mit 14:13 nach Elfmeterschießen. Tim Danneberg hatte die KSV in Führung geschossen (33.), Jonas Walter postwendend den Ausgleich erzielt (34.).  Mit 1:1 endeten die regulären 90 Minuten. Auch nach der Verlängerung stand kein Sieger fest, so musste der Gewinner im Elfmeterschießen ermittelt werden. Und auch das hatte es in sich: Daniel Strähle war am Ende der Held des Abends, indem er den insgesamt 26. Elfmeter von Nedim Hasanbegovic hielt. 

Für das letzte Spiel vor dem Saisonwechsel musste KSV-Trainer Karsten Neitzel seine Startformation zum 3:1-Sieg beim SV Darmstadt 98 der Vorwoche auf zwei Positionen ändern. Daniel Strähle hütete das Kieler Tor für den verletzten Maximilian Riedmüller, und Casper Johansen ersetzte den angeschlagenen Patrick Breitkreuz.

Es wirkte, als wollten beide Mannschaften ihre Fans mit einem Spektakel verwöhnen. Mit dem Anpfiff ging es hin und her. Nach 33 Sekunden jagte Johansen das Leder über die Latte. Im Gegenzug ließ Weiche gleich drei aussichtsreiche Gelegenheiten aus. Die beste machte Daniel Strähle im Holstein-Tor gegen den durchgebrochenen Florian Meyer zunichte (9.). Tore lagen in der Luft. In der 32. Minute war es so weit. Eine abgewehrte Flanke von Marc Heider landete auf dem Fuß von Tim Danneberg, der das Leder aus 13 Metern kompromisslos ins ETSV-Tor zur Führung knallte. Doch die Flensburger antworteten prompt. Marc Böhnke legte vom linken Flügel präzise auf den Elfmeterpunkt, von dem aus Jonas Walter zum 1:1 einnetzte (34.). Der Unterhaltungsfaktor blieb hoch. Jonas Walter knallte mit dem Pausenpfiff das Leder aus 21 Metern an den Pfosten.

Mit Wiederanpfiff stellten beide Finalisten wieder auf Vollgas. Fiete Sykora kam mutterseelenallein aus sieben Metern zum Kopfball, fand aber in ETSV-Keeper Florian Kirschke seinen Meister (46.). Der eingewechselte Angreifer hatte auch die nächste gute Gelegenheit, verzog aber aus 13 Metern. Rafael Kazior prüfte Kirschke mit einem Distanzschus (57.). Der ETSV stand jetzt tiefer und überließ den Kielern mehr und mehr Platz und Spiel. Daraus ergaben sich weitere Chancen für die KSV: Heider köpfte eine Sykora-Flanke an den Pfosten (61.). Die Partie verflachte etwas. Holstein wartete geduldig auf eine Lücke, während den Flensburgern die Kräfte schwanden. Der aufgerückte Patrick Herrmann grätschte eine Ablage von Sykora neben das Tor. Heider drosch das Leder mit seinem schwächeren rechten Fuß links neben das Gehäuse (85.). Es ging in die Verlängerung.

KSV-Trainer Karsten Neitzel feuerte eine Mannen von der Seitenlinie noch einmal an. Kaziors Schuss aus 16 Metern  zischte um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei. Weiche stand mit Mann und Maus am eigenen Strafraum, sodass Torraumszenen Mangelware blieben. Kazior musste nach seinem zweiten Foul gegen Ilidio mit Gelb-Rot vom Platz (120.). Mit letzten Kräften hangelten sich beide Teams bis zum Schlusspfiff. Am Ende jubelten die Kieler nach einem nervenzehrenden Elfmeterschießen. 25-mal trafen die Schützen, nur Nedim Hasanbegovic versagten bei seinem zweiten Elfmeter die Nerven, und Strähle konnte den Schuss in rechte Eck parieren.

Stimmen nach dem Spiel

ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit: „Wir mussten heute zum zweiten Mal eine bittere Niederlage hinnehmen. Letztes Jahr in Lübeck in letzter Minute den Ausgleich kassiert und dann in der Verlängerung 2:4 verloren. Heute wieder gut mitgespielt, aber am Ende leider im Elfmeterschießen verloren. Es scheint so zu sein, dass wir ein drittes Mal im Finale  antreten müssen, um im DFB-Pokal dabei zu sein.“

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „Wir haben gewusst, dass es in einem einzigen Spiel nicht unbedingt auf den Klassenunterschied  ankommt. Deshalb haben wir eine schlechte erste Halbzeit gespielt und ab er Pause lief es dann, auch wenn wir den Pokal erst im Elfmeterschießen geholt haben.“

ETSV Weiche: Kirschke – Dehner (91. Hasanbegovic), Hummel, Jürgensen, Böhnke – Thomsen, Ostermann – Walter, Kasumovic (116. M. Meyer), F. Meyer (76. Ilidio)– Wulff. Trainer: Jurgeleit

Holstein Kiel: Strähle – Herrmann, Gebers, Hartmann, Wetter – Siedschlag (76. Lindner), Vendelbo (111. Schäffler), Danneberg, Johansen (46. Sykora) – Kazior, Heider. Trainer: Neitzel

Schiedsrichter: Voss (Großhansdorf)

Tore: 0:1 Danneberg (33.), 1:1 Walter (34.). Im Elfmeterchießen scheitert Hasanbegovic mit dem 26. Elfmeter an KSV-Schlussmann Strähle.

Zuschauer: 5797

Gelb-Rot: Kazior (120.)

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