Sechs Fakten zum SC Freiburg

Breisgau-Brasilianer stiegen 1993 erstmals in die Bundesliga auf

Nils Petersen wurde beim SC Freiburg Nationalspieler.
Nils Petersen wurde beim SC Freiburg Nationalspieler.

Der Verein: Der Sport-Club Freiburg wurde am 30. Mai 1904 gegründet, die 1. Mannschaft spielt seit Sommer 2016 wieder in der 1. Bundesliga. Pressing, Raumdeckung, Kurzpassspiel und schnelles Umschalten: Vieles, was heute als moderner Fußball gilt, brachte dem SC Freiburg Anfang der 90er bundesweit Sympathien und den Beinamen "Breisgau-Brasilianer“ ein. In der Ewigen Bundesligatabelle rangieren die Breisgauer auf dem 22. Rang. In der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga auf Platz 7. Im Juni 2018 zählte der Verein 16.000 Mitglieder.

Historie: Der SC Freiburg stand lange im Schatten des damaligen Spitzenvereins Freiburger FC, überregional spielte man lange Zeit gar keine Rolle. Erst während des Zweiten Weltkriegs schafften die Freiburger mehrmals den Sprung in die Gauliga. Im Jahr 1974 platzierte sich der SC als Vizemeister der Amateurliga Südbaden vor dem lokalen Konkurrenten FFC. 1978 stieg der SC in die 2. Bundesliga auf und traf dabei wieder auf den Rivalen FFC, der bereits seit 1977 in der zweithöchsten Spielklasse vertreten war. Ab der zweiten Saison erreichte der SC durchgehend höhere Tabellenplätze als der FFC. Dieser stieg 1982 ab, der SC blieb im Mittelfeld der Zweitligatabelle und ist seither der höchstklassigste Freiburger Fußballverein. 1993 gelang erstmals der Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Trainerlegende: Volker Finke prägte von 1991 bis 2007 eine Ära in Freiburg. Seine 16-jährige Amtszeit ist die bislang längste im deutschen Profifußball. In seine Zeit fielen zwei Teilnahmen am UEFA-Pokal, drei Aufstiege in die 1. Bundesliga sowie die beste Platzierung der Vereinsgeschichte, Platz 3 in der Saison 1994/95.

Spielerlegenden: Der SC Freiburg hat insgesamt sieben Ehrenspielführer ernannt. Hier die Auflistung, das Jahr der Ernennung in Klammern: Hermann Weber (1924), Oskar Müller (1927), Reinhold Henger (1931), Willi Trapp (1951), Erwin Kramer (1963), Friedel Egle (1974) und Joachim Löw (2010).

Das Stadion: Das Heimstadion des SC ist seit 1954 das Schwarzwald-Stadion (kurzzeitig 2014 Stadion an der Schwarzwaldstraße, bis 2014 Mage Solar Stadion, bis 2012 badenova-Stadion, bis 2004 Dreisamstadion) mit 24.000 Plätzen, davon 14.000 Sitzplätze. Lediglich in der ersten Zweitligasaison wichen die Freiburger ins Möslestadion des Freiburger FC aus. Das Heimstadion des Sportclubs liegt im östlichen Freiburger Stadtteil Waldsee an der Schwarzwaldstraße. Der Entwurf für ein neues Stadion steht und sieht eine Kapazität von 34 700 Plätzen vor. Das Budget beträgt 76 Millionen Euro. Ein Bezug wird spätestens zum Saisonstart 2020/21 angestrebt.

Aktuelles: Der Klassenerhalt wurde in der Saison 2017/18 erst am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen den FC Augsburg gesichert. Herausragender Akteur war Nils Petersen mit 15 Saisontoren und dem 2. Platz in der Torschützenliste. Petersen erzielte fast die Hälfte aller Freiburger Tore (15 von 32) und war der beste deutsche Torschütze der Liga. Derzeit belegt der SC Freiburg in der 1. Bundesliga unter Trainer Christian Streich (seit Dezember 2011) einen Platz im Mittelfeld der Tabelle.

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